Abrechnung mit Facebook!

Facebook Logo.
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Datenklau bei Facebook – Wie konnte es dazu kommen?

Facebook ist einmal mehr in die Kritik geraten. Die Daten von rund 50 Millionen Nutzern sind von Cambridge Analytica abgegriffen worden. Nun hagelt es Kritik von früheren Investoren. Ist das Ende von Facebook damit eingeleitet?

Facebook gerät immer mehr unter Druck

Einige Investoren und Mitarbeiter, einschließlich Mark Zuckerberg, sind durch Facebook reich geworden. Doch nun haben sich gerade diese von der Social Media Plattform distanziert. Für den Gründer Mark Zuckerberg könnten die daraus resultierenden Folgen fatal sein, denn die eigenen Aktionäre wollen das Unternehmen verklagen. Dabei stellt sich noch eine weitere Frage in den Vordergrund: Welche Verbindungen hatte das Weiße Haus zu der Analysefirma? In der Klageschrift heißt es, dass das Netzwerk irreführende Angaben und sachlich falsche Aussagen über die Firmenpolitik gemacht habe. Die Klage wurde bereits in San Francisco bei einem Bundesgericht eingereicht.

Spielt der US-Wahlkampf auch eine Rolle?

Der Chef dieser umstrittenen Datenanalyse Firma, Alexander Nix, ist in der Zwischenzeit suspendiert worden. Wie in Erfahrung gebracht wurde, soll das Unternehmen einen Großteil von Donald Trumps Wahlkampf bestritten haben. Die amerikanische Verbraucherschutzbehörde FTC hat aus diesem Grund eine offizielle Untersuchung gegen das Unternehmen von Mark Zuckerberg eingeleitet.

Die Plattform sieht sich jedoch als Opfer

Das Unternehmen selbst sieht sich als Opfer. In einer Pressemitteilung ließ das Unternehmen verlauten, dass man sich betrogen fühlt. Weiterhin ließ man verlauten, dass das Unternehmen weiterhin seine Richtlinien durchsetzen würde und alle Informationen über die Nutzer schützen würde. Jeder in dem Unternehmen sei sich seiner Verantwortung bewusst. Dem Unternehmen hat der Skandal einen Börsenrutsch eingebracht. Kürzlich verlor die Plattform rund 50 Milliarden Dollar Unternehmenswert. In Großbritannien zeigte sich Cambridge Analytica als unkooperativ. Außerdem wird auch überprüft, ob Facebook seine Sicherheitsrichtlinien eingehalten hat und rechtzeitig eingriff, als die Sache bekannt wurde. Personelle Folgen sind außerdem zu erwarten. Wie die „New York Times“ berichtet, soll der Sicherheitschef Alex Stamos das Unternehmen von Mark Zuckerberg verlassen. Er war bekannt geworden, weil er gefordert hatte, offener über die Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf zu informieren. Die anderen Manager hatten dieses jedoch verhindert. Erst eine Untersuchung im US-Kongress hatte ans Tageslicht gebracht, dass rund 150 Millionen Nutzer von Instagram und Facebook Propaganda aus Russland erhalten hätten. Jetzt darf man gespannt darauf warten, wie die Sache ausgehen wird. Auf jeden Fall wird es weitere Kreise ziehen, als bisher angenommen. Im schlimmsten Fall wird es zu einer Zerschlagung des Social Netzwerkes führen. Die Nutzer werden dann vergeblich die Seite Facebook anwählen.