Alkohol – zurecht verteufelt?

Eine Flasche Wein und zwei Weingläser.
Eine Flasche Wein und zwei Weingläser.

Alkohol – eine legale Droge?

Alkohol ist ein Nervengift. Obwohl dieser Fakt unumstritten ist und der Begriff als solcher bereits das Wörtchen „Gift“ beinhaltet, werden auf der ganzen Welt alkoholische Getränke konsumiert. Auch wenn die Folgen vielmals verharmlost werden und nur die wenigsten Menschen auf ein Bier zum Essen oder ein Gläschen Wein am Abend verzichten möchten, sollte nie vergessen werden, wie schädlich das flüssige Gift wirklich für den menschlichen Organismus ist.

Eine legale Droge für jedermann
Alkohol ist fast immer und überall verfügbar. Gesetzlich werden dem Konsum keinerlei Grenzen gesetzt – außer der Altersbegrenzung. Mit 18 Jahren dürfen alkoholische Getränke jeglicher Art getrunken werden, ab 16 Jahren lediglich durch Gärung entstandene Getränke wie zum Beispiel Sekt, Bier und Wein. In manchen europäischen Ländern dürfen die Getränke generell erst ab der Volljährigkeit konsumiert werden, in anderen Mitgliedsstaaten ist die Regelung hingegen identisch mit der in Deutschland. Außerdem gilt die Regelung, dass Alkohol hinter dem Steure tabu ist. Wer sich widersetzt, dem drohen hohe Strafen bis hin zur Abgabe des Führerscheins.

Neben den oben genannten Einschränkungen gilt generell: Jeder darf so viel trinken und so oft trinken, wie es ihm beliebt. Dass diese Legalität nicht jedem gut bekommt, ist unumstritten. Doch wann beginnt eigentlich der übermäßige Konsum? Und welche gesundheitlichen Folgen bringt Alkohol mit sich?

Kurzfristige und langfristige Folgen des Alkoholkonsums
Wer regelmäßig Alkohol trinkt und dabei mehr als ein Glas Wein oder ein Glas Bier zu sich nimmt, der nimmt bereits eine zu große Menge des Nervengifts zu sich. Die Folgen für das Gehirn und den gesamten Organismus können – je nach Veranlagung – drastischer sein, als sich das viele Menschen eingestehen möchten. In erster Linie ist die Leber vom Alkoholmissbrauch betroffen. Dieses wichtige Organ ist für den Abbau des Gifts in unserem Körper zuständig. Wenn die Leber allerdings zu viel Arbeit leisten muss, kann sie verfetten und sich verhärten. Kommt es besonders drastisch, so wird das Organ zu einer sogenannten „Schrumpfleber“ – auch als Leberzirrhose bekannt. Besonders gefährdet sind weibliche Konsumenten, da der Organismus von Frauen den Alkohol schlechter abbauen kann.

Auch das Gehirn kann massiv geschädigt werden. Gehirnzellen werden bereits bei einem einzelnen Rausch unwiderruflich zerstört. Langfristig nimmt nicht nur die Gedächtnisleistung, sondern auch das Konzentrationsvermögen ab. Auch Krebserkrankungen werden durch den Konsum des Nervengifts begünstigt. Hiervon sind vor allem der Mund- und Rachenraum sowie die Speiseröhre und der Darm betroffen.

Erste Warnsignale müssen ernst genommen werden
Wer regelmäßig Alkohol konsumiert, sollte sich und seinen Körper genauestens beobachten. Gedächtnislücken nach einem durchzechten Abend können ein Alarmzeichen sein. Auch wenn die Dosis des Nervengifts ständig erhöht werden muss, um die gewünschte betäubende bzw. erheiternde Wirkung zu spüren, ist das ein Warnsignal. Einschlafstörungen und Unruhe deuten ebenfalls auf eine Nebenwirkung durch den Alkohol hin. Werden Lebensbereiche wie die Familie, der Beruf oder Hobbys stark vernachlässigt, deutet das auf eine negative Entwicklung im Zusammenhang mit dem Konsum hin. Wer derlei Anzeichen bei sich oder einem Bekannten bemerkt, sollte sich ärztliche Hilfe holen und ab sofort weniger oder besser nichts mehr trinken.