Alter Hund – was kann ich für mein Tier tun?

Bild von einem Mischling, der schon etwas in die Jahre gekommen ist.
Bild von einem Mischling, der schon etwas in die Jahre gekommen ist.

Ihr liebster Begleiter wird grau um die Schnauze?

Auch die Augen wirken trüber und das Fell ist deutlich stumpfer als früher. Ihnen wird leidig bewusst, dass diese optischen Anzeichen zum Alterungsprozess des Hundes gehören. Was kann ich nun als Halter tun, um meinem geliebten Tier eine schöne „Rente“ zu ermöglichen? Lesen Sie, wie Sie Ihrem Freund weiterhin Spaß am Leben schenken können!

Bewegung
Sicher wird Ihr Hund nicht mehr so ausgelassen auf einer Wiese toben. Selbst zu Ballspielen kann man ihn nur begrenzt begeistern. Das ist schon in Ordnung! Ihr Vierbeiner weiß genau, was er sich noch zumuten kann. Sein Bewegungsbedürfnis wird einfach geringer und er entwickelt andere Vorlieben. Genau das ist der springende Punkt. Nutzen Sie seine Vorlieben! Das kann ein ruhiger Spaziergang auf seiner Lieblingsroute sein oder ein Bad im nahegelegenen Baggersee. Gerade das Schwimmen ist gut für ältere Semester geeignet. Macht er es gerne – umso besser!

Überfordern Sie Ihren Senior nicht mit mehrstündigen Gassigängen! Planen Sie lieber kurze Ausflüge und passen Sie sich seinem Schritt an. Legen Sie ruhig spontane Pausen ein! Eine kleine Rast wird gern angenommen und beugt Überanstrengung vor! Auch können Spaziergänge mit anderen Hunden für ihn zuviel sein. Hier gilt: Beobachten und abwägen, was mein Hund noch möchte und was nicht! Nehmen Sie es in Kauf, dass Ihr Schnuffel auch mal schlechtere Tage hat. Auf einige Unternehmungen müssen Sie als fürsorglicher Hundehalter eben verzichtet. Ihren Hund kann sogar ein Wetterumschwung schon mal aus der Bahn werfen. Da kann sich für einen betagten Hund ein warmer Mantel für den Spaziergang positiv auswirken. Besonders an kalten, nassen Tagen ist dieser für den Oldie durchaus nützlich. So muss auf etwas Bewegung bei schlechtem Wetter nicht verzichtet werden.

Kopfarbeit
Unser Tipp: Legen Sie ihm eine Fährte im Garten aus mit einem duftigen Stück Wurst oder Käse! Ihr Hund wird wieder ein Strahlen in die Augen bekommen! Dabei erwachen seine Sinne wieder und er kann sich eine leckere Belohnung erschnüffeln.

Um kurz bei den Sinnen zu bleiben: Dazu gibt es im Tierfachhandel ausgeklügelte Spielbretter für Hunde. Das Tolle daran, Ihr Hund muss mit der Pfote das Leckerli erarbeiten. Einige haben auch eine Hebevorrichtung, um an die Belohnung zu kommen. Geniale Sache!

Ernährung und Pflege
Schenken Sie dem Gewicht Ihres Tieres Beachtung! Oft leiden ältere Hunde an Übergewicht, weil die Futtermenge längst nicht mehr mit ihrem Bewegungsmuster übereinstimmt. Demnach logisch: Weniger Bewegung bedeutet weniger Futter! Sprechen Sie Ihren Tierarzt darauf an! Sicherlich kann er Ihnen wertvolle Tipps zur Ernährung geben. Meist ist auch ein Blick auf die Mineralstoffmenge ein guter Aspekt sich fachmännischen Rat zu holen. Im Alter benötigt der Hund ein auf ihn abgestimmtes Ernährungsprogramm, um Erkrankungen oder Vitamindefizite vorzubeugen. Auch kann der Besuch bei einem neutralen Futterberater sinnvoll sein!

Zur Pflege des Vierbeiners gehören Routinebesuche beim Veterinär dazu. Dieser kann die Zähne, Augen und Ohren kontrollieren und bei Bedarf die Krallen des Hundes kürzen. Durch weniger Beanspruchung wachsen diese nämlich zusehends und können dem Tier Unbehagen bereiten. Zudem kann er Ihren Hund auf Knochen- und Gelenkerkrankungen untersuchen und gegebenenfalls schmerzstillende Mittel verordnen. Diese können ihm seine Bewegungsabläufe deutlich erleichtern.

Auch der Gang zum Tierheilpraktiker ist überaus sinnvoll und kann das Leben Ihres Freundes beachtlich verbessern. Oftmals können so chemische Mittel bei leichten Beschwerden umgangen werden. Gerade im anstrengenden Fellwechsel eine unterstützende Hilfe für den alternden Hundekörper.

Um dem alten Hund ein tolles Extra zu gönnen, können Sie sich im Handel nach einer altersentsprechenden Liegematte umsehen. Es sind mittlerweile wirkungsvolle Produkte auf dem Markt. Dazu gehören beispielsweise Betten mit Memoschaum. Dieser passt sich den Hundegliedmaßen sanft an und beugt Liegeschwielen vor.

Unser Fazit
Um Ihrem Hundeopa auch weiterhin die Freude am Leben zu erhalten ist Achtsamkeit wichtig. Stellen Sie Ihn nicht auf’s Abstellgleis! Er benötigt Ihre Fürsorge und wird sich durch Ihre Aufmerksamkeit geborgen fühlen. Passen Sie sich einfach dem Tempo und der Aktivität Ihres Partners an! Erfreuen Sie sich dabei an seiner ruhevolleren Art im Alter. Er wird es Ihnen mit neuer Anschmiegsamkeit 1000fach danken!

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