Burger King plant einen umfassenden Ausbau seiner Filialen in ganz Deutschland.

Bild von einem Hamburger.
Bild von einem Hamburger.

Burger-Fans sollte die Neuigkeit der Systemgastronomie-Kette Burger King freuen.

Der in der Konkurrenz zu Mc Donalds stehende Fast-Food Anbieter plant einen Ausbau seiner Filialen. Nach dem bisherigen Stand besitzt Burger King in Deutschland gerade einmal 710 Filialen, halb so viele wie Mc Donalds. Um aufzuholen, sind nicht nur neue Restaurants geplant, sondern ebenso der Ausbau des Burger King Liefer-Dienstes.

30 Restauranteröffnungen 2017
Deutschland gilt europaweit in der Systemgastronomie als Nachzügler. Burger King hat gegenüber dem amerikanischen Konkurrenten Mc Donalds immer wieder das Nachsehen und verfügt über deutlich geringere Marktanteile als sein schwerster Kontrahent. Selbst Vapiano mit seinem italienischen Fast-Food Angebot, bestehend aus Pizza und Pasta, erreicht eine höhere Wachstumsrate. Bei solchen Ergebnissen ist es also kein Wunder, dass Burger King einen umfassenden Plan zur Restaurant-Erweiterung auf die Beine stellt. Der brasilianische Burger King Chef Deutschland Carlos Baron teilte derweil mit, dass es „Unser Ziel ist, bis zum Jahr 2023 mehr als tausend Restaurants zu haben.“ Das würde eine jährliche Eröffnung von bis zu 60 Burger King Restaurants bedeuten.

Im Jahr 2017 erreichte Burger King nicht die gewünschte Anzahl der Neueröffnungen und musste sich schließlich mit 30 weiteren Filialen der Fast-Food Kette begnügen. Zu wenig für einen Anbieter in der Systemgastronomie, vor allem unter der Berücksichtigung, dass die Deutschen auf den Geschmack gekommen sind. Zwar gibt es seit Jahren Diskussionen über die gesunde Ernährung und dabei kommen Fast-Food Ketten immer wieder schlecht weg, doch der Konsum war viel niedriger als angenommen. Deutschland gilt für Schnellrestaurants aus den USA als attraktiver Markt, der nur sehr schwer zu erobern ist. Konsumenten hierzulande setzen auf eine gute und bewusste Ernährung. Ein einfacher Fleisch-Burger mit etwas Käse in einer Pappschachtel auf billigem Tablett, wird nicht akzeptiert. Der Kunde sieht sich als King und verlangt neben einem sehr guten gastronomischen Angebot auch die passende Restaurantoptik.

Kooperation mit der Deutschen Bahn
Um dem Willen der in Deutschland lebenden Konsumenten gerecht zu werden, sucht Carlos Baron mit seinem Team nach geeigneten Flächen für die anstehenden Burger King Restaurants. Dabei setzt der amerikanische Fast-Food Anbieter nicht einfach auf die Belebung der Innenstädte, sondern möchte die Gäste dort bedienen, wo der Bedarf am größten ist: auf Bahnhöfen. Menschen, die reisen, sind schnelle Konsumenten und konsumieren irgendwo zwischen dem Ticketschalter und dem Einstieg in den nächsten Zug für die Weiterfahrt. Andererseits bietet die Deutsche Bahn dank vieler Verspätungen auch Raum und Zeit für einen längeren Bahnhofsaufenthalt. So gewinnt Burger King in seinen Filialen zwei unterschiedliche Konsumentengruppen, die viel Potenzial bieten.

Um die Restaurantflächen für Burger King sicherzustellen, sollen Bahnhöfe weiter erneuert werden, um dem Reisenden mehr Komfort und eine übersichtlichere Struktur zu gewährleisten. Die Kooperation der beiden Unternehmen könnte für den deutschen Markt zu einem Mehrwert verhelfen, der zwei wichtige Komponenten vereint. Ernährung und Reisen gehören zu den Lieblingsbeschäftigungen der in Deutschland lebenden Bürger. Außerdem sieht die Deutsche Bahn durchaus Bedarf, einzelne Burger King Produkte in den Bordrestaurants anzubieten und holt sich somit Franchising auf die Gleise.

Mehr Qualität für denselben Preis
Die neuen Filialen, die bis 2023 geplant sind, sollen nicht zu einem Preisanstieg der Produkte führen. Burger King plant zudem neue Nischen bei der Kreation der Burger abzudecken, und diese auch in seinem Liefer-Dienst mit einzubinden. Hatte Burger King vor Jahren noch Bedenken, dass der Liefer-Dienst zu einem Restaurantschwund führen könnte, ist Carlos Baron heute von dem Konzept überzeugt und sieht darin weiteres Steigerungspotenzial, weil der Klientel sich deutlich von den Restaurantbesuchern unterscheidet.

Wofür Konsumenten von Fast-Food sich auch entscheiden, mehr Burger King Filialen bedeuten eine bessere Abdeckung der Angebotsauswahl.