Datenschutz? Heutzutage noch vorhanden?

Bild von Anonymous

Datenschutz, einst eine heilige Kuh – und heute?

Sie würden sicher grundsätzlich davon ausgehen, dass der Datenschutz etwas Wertvolles, zu Schützendes sei. Doch, ist er noch gewährleistet, wenn Sie allein an all die Daten denken, die ständig in den sozialen Netzwerken fast ungehindert und unkontrolliert kursieren?

Die Frage, was man heute überhaupt noch unter einem effizienten Datenschutz versteht, ist sicher schon einmal eine interessante Frage. Früher war die Beantwortung dieser Frage sehr einfach. Wenn Sie sich zum Beispiel auf eine Stelle beworben haben, erhielt Ihr zukünftiger Arbeitgeber eine Mappe mit Ihrem Lebenslauf, komplett mit allen persönlichen Daten wie Geburtstag und Adresse. Die Daten waren bei ihm sicher, zumindest konnte man davon ausgehen, dass der Arbeitgeber keine Kopien Ihrer Daten anfertigte und diese weiträumig an andere Leute weiter gab. Warum sollte er das auch tun?

Heute ist fast alles zu erfahren 

Die einfachen Zeiten in Sachen Datenschutz sind ganz neuen Zeiten gewichen, die alles Andere als sicher sind. Allein die Tatsache, dass, um noch einmal das Beispiel mit der Bewerbung zu zitieren, solche Vorgänge fast immer auf elektronischem Weg erledigt werden, lässt schon ahnen, wie anfällig diese neuen Wege sind. Hacker sind in diesem Zusammenhang nur ein Phänomen von mehreren, die den Schutz von Daten zur Farce werden lassen. Auch Fragen bezüglich der Berechtigung zum Zugang zu Konten, die solche Daten enthalten, machen klar, dass so gut wie nichts mehr „top Secret“ ist.

Die freiwillige Preisgabe von Daten – Fluch oder Segen?

Auch in punkto Datenschutz in den sozialen Netzwerken, also in einem eher öffentlichen Kontext, ist nichts mehr allzu privat und damit geschützt zu halten. Selbst wenn Sie selbst bestimmen können, wer zum Beispiel Ihr „Freund“ sein darf, ist es noch lange nicht gewährleistet, dass Ihre kleinen oder großen Geheimnisse auch wirklich im von Ihnen definierten Freundeskreis bleiben. Wer oder was sollte einen Bekannten von Ihnen davon abhalten, der Welt mit zu teilen, dass Sie nun liiert oder das Gegenteil sind, also Single? Das Kursieren von Klatsch ist zwar so alt wie die Welt, aber das Tempo, mit dem dieser „Gossip“ den Globus heute umrunden kann, ist allerdings Atem beraubend.

Ab in die Cloud – wie sicher ist denn alles dort oben?

Natürlich behauptet jeder, der seinen Service in den erwähnten Bereichen anbietet, dass gerade sein System absolut sicher ist und den Datenschutz immer wahrt. Aber nichts ist heute wirklich vor Angriffen sicher, so dass der Datenschutz im Falle von Clouds und ähnlichen Systemen etc. nicht wirklich zugesichert werden kann. Passwörter sind schön und gut, aber alles, was Menschen erschaffen, können andere Menschen auch dechiffrieren und lesen, wenn es im Netz der Dinge zu finden ist. Aus diesen Erörterungen können Sie für sich nur eine Lösung ableiten: Seien Sie sich immer der Tatsache bewusst, dass alle Daten, die Sie dem Netz freiwillig oder vermeintlich vertraulich geben, von Unbefugten gelesen und ausgewertet werden können. Beachten Sie also eine Auswahl der Daten, bevor Sie sie heraus geben, als Ihren wichtigsten Beitrag zum Schutz Ihrer Daten. Vorsicht ist die Mutter des Datenschutzes!

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