Der Genderwahnsinn – was will die Politik?

Künstlerische Darstellung von Geschlechter-Gleichheit.
Künstlerische Darstellung von Geschlechter-Gleichheit.

Der Genderwahnsinn in Deutschland und Europa.

Betrachten Sie eine konventionelle Modeabteilung für Kinder, ist offensichtlich das es eine altbewährte Farbordnung gibt: Jungs tragen vornehmlich Blau, Mädchen hingegen Rosa und Rot. Scheinbar gilt zumindest hier Klarheit darüber, was Jungen und Mädchen favorisieren, was sie unterscheidet. Die Politik kommt zu neuen Ideen, appelliert nach mehr Neutralität und Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern. „Gender“ ist das aktuelle Thema in Erziehungseinrichtungen, Firmen und der Gesellschaft. Unterscheiden sich Geschlechter tatsächlich, oder konstruiert die Wirtschaft und Erziehung geschlechtliche Differenzen?

Typisch Junge, typisch Mädchen – oder Erziehung?

Die Modeindustrie greift Farbschemata bei Geschlechtern nicht aus Zufall auf, oder prägt das geschlechtlich undefinierte Kind. Vielmehr bringen die unterschiedlichen Geschlechter schon von Geburt an klare individuelle Präferenzen mit. Dies behaupten die Gender-Gegner. Sie halten den stetig zunehmenden Drang nach geschlechtlicher Neutralität für destruktiv. Manche Studien kommen zu dem Ergebnis, dies könnte die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern irritieren und sie Ihrer geschlechtlichen Wurzeln entfremden. Das Geschlecht wird im Mutterleib festgelegt.

Es kann nicht konstruiert werden, so die Argumentation einiger Kinderärzte, Eltern und Psychologen. Hormone und genetische Faktoren bestimmen unser Geschlecht. Laut dem französischen Philosophen Oliver Boulnois, erfährt der Mensch final im Vater- und Muttersein seine geschlechtliche Rolle und die wichtigen und nützlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau. Das Menschsein, so Boulnois, ist in einer wichtigen, natürlichen Ordnung verankert. Es ist kein Experimentierfeld und sollte respektiert werden, denn diese Ordnung gibt dem Geschlecht letztlich seinen Sinn.

Einengung und Diskriminierung im Babyalter

Die Befürworter der Gender-Bewegung verfolgen eine zentrale These: Das Geschlecht und die geschlechtlichen Rollen in der Gesellschaft sind ein künstliches Konstrukt. Es ist zu Gunsten der Männer und diskriminiert Frauen von Geburt an. Thorsten Voß, Dozent an einem der 29 Gender-Institute ,formulierte weiterführend: „…Das Geschlecht geht aus dem historischen und kulturellen Kontext hervor“. Ist unser Geschlecht der Platzanweiser für das weitere Leben, für eventuelle Benachteiligungen und Vorteile? Medien, Erziehung und Politik sind für diese Misere mitverantwortlich, so die Gender-Theoretiker. Folglich ist es in der politischen Verantwortung für eine echte, dauerhafte Gleichberechtigung zu sorgen.

Diese Ansätze sollen europaweit und idealerweise früh umgesetzt werden. Eine immer größer werdende Zahl an betreuten Kleinstkindern bietet einen guten Nährboden. Schon früh sollen Mädchen und Jungen absolut gleichberechtigt aufwachsen können. Die kindliche Differenzierung zwischen den Geschlechtern soll lediglich eine optische sein, keinesfalls aber eine soziale. So werden Genderpädagogische Spielzeuge zur Verfügung gestellt, die sowohl Mädchen als auch Jungen, Freude bereiten. Interessen und Fähigkeiten sind der Kern, nicht das Geschlecht.

Die Genderpolitische Umsetzung

Im Jahr 2000 machte es sich die Politik zur neuen Aufgabe, vorhandene Theorien zu Unterschieden in der Geschlechtererziehung aufzuarbeiten und neue Regelungen umzusetzen. Formalitäten, wie eine feminine Endung an vielen Substantiven war der erste Schritt. In Anschreiben und Briefen wurde nicht nur eine maskuline Form verwendet, sondern durch Streckung mit „innen“ oder „in“ neutral gehalten – aus dem Schüler wurde gleichzeitig eine SchülerIn. Aus den Lehrern auch die LehrerInnen. Das Gender-Kompetenz-Zentrum (GKZ) wurde zum neuen Instrument für echte Gleichberechtigung und formuliert auf der Website klar, dass „…Das Geschlecht keiner natürliche Zuordnung unterliegt…“.

Der Streit ums Geschlecht

Skeptiker und Befürworter der Gender-Theorie liefern sich aktuell einen erbitterten Streit, um die Richtigkeit der jeweiligen Thesen. Doch politisch betrachtet ist der Weg bereits eingeschlagen: Eine tatsächliche Gleichstellung von Männern und Frauen. Das sogenannte „Gender-Mainstreaming“ verfolgt einen klar definierten Plan – europaweit. Arbeitsmarkt, Bildung und die individuelle Kultur eines Menschen sollen davon profitieren. Doch dieser Weg, so die Gender-Politiker, werde noch viele Jahre dauern, ehe sich unsere aktuellen Kulturen darauf einstellen könne.