Der Hund als Begleiter bei Depressionen.

Eine Frau mit ihrem Dobermann.
Eine Frau mit ihrem Dobermann.

Hunde sind die Vierbeiner, welche ihren Menschen freiwillig nicht von der Seite weichen.

Ein Hund vergibt sein Herz gerne an seine Menschen und fordert, dass sich um ihn gekümmert wird.
Menschen, die an Depressionen leiden ziehen sich in akuten Phasen von anderen Menschen zurück. Oft reduzieren sie die Kontakte in den Zeiten der Depression auf das Nötigste. Viele Depressive igeln sich ein, kommen kaum noch vor die Tür und haben in dieser Zeit nur die nötigsten oder gar keine Kontakte zur Außenwelt. Ein Hund jedoch kann diesen Zustand ändern. Depressive Menschen mit Hunden erfahren jeden Tag ein großes Maß an Zuneigung von ihrem Haustier. Der Hund möchte bei seinem Menschen sein, er schmust sich an und genießt die Nähe. Ein Erkrankter genießt diese Nähe und es geht ihm oft besser wenn er die Nähe seines Hundes spürt.

Hund, Natur – raus an die Luft
Ein Hund muss sich bewegen und in die Natur, um seinen Bedürfnissen nachzugehen. Hunde machen ihre Geschäfte draußen, bewegen sich gerne und schnüffeln, um ihre Umgebung wahrzunehmen. Menschen mit Hunden müssen deswegen 3-4 mal am Tag vor die Tür. Depressiven tut ein Hund gut. Wenn es ihnen nicht gut geht, dann gehen sie nicht vor die Tür. Depressive mit Hund müssen dennoch mit ihrem Hund gassi gehen und sich zwangsläufig so mit ihrer Umwelt beschäftigen. Wenn der erste Schritt geschafft ist und die Hunderunde beginnt, dann geht es dem Depressiven oft ein wenig besser. Er nimmt seine Umwelt wahr, trifft manchmal andere Hundehalter, kommt vor die Tür und verlässt so seinen engen Radius innerhalb der Depression. Ein depressiver Hundehalter erfährt die Umgebung, Licht, Sonne, Wind und Wetter und wird daher ein wenig in seinen trüben Gedanken gestört und nimmt so am Alltagsgeschehen teil.

Der Hund braucht Versorgung
Schwer Depressive haben oft Probleme, ihren Alltag normal zu erleben und generell Tätigkeiten auszuführen. Hundehalter jedoch müssen nicht nur mit dem Hund vor die Tür, sonder sich auch anderweitig um das Tier kümmern. Der Hund braucht regelmäßige Mahlzeiten, die zubereitet oder eingekauft werden müssen. Mindestens einmal am Tag braucht das Tier frisches Wasser und hin und wieder einen Besuch beim Tierarzt. Viele Hunde spielen gerne mit Artgenossen, so dass der Halter sich zwangsläufig mit anderen Menschen und ihren Hunden trifft, damit es dem eigenen Hund gut geht. Kurzum: der Hund wird umsorgt, ausgeführt und seine Bedürfnisse werden befriedigt. Viele Hunde animieren ihre Halter zum Spiel und erfreuen sie somit. Ganz nebenbei geht es auch dem Depressiven so immer ein wenig besser und er ist gezwungen, zumindest diesen Teil im Alltag zu leben und zu erfahren.