Der Mond – Fakten und Mythen.

Der Mond
Der Mond

Der Mond

Als einziger natürlicher Satellit der Erde entstand der Mond vor 4,6 Milliarden Jahren, etwa 30-50 Millionen Jahre nach der Entstehung des Sonnensystems. Er befindet sich in synchroner Rotation mit der Erde. Dies bedeutet, dass immer die gleiche Seite der Erde zugewandt ist. Die erste unbemannte Mondmission wurde 1959 durch das sowjetische Mondprogramm durchgeführt. Die erste bemannte Landung erfolgte 1969 mit Apollo 11.

Profil des Mondes
Durchmesser: 3.475 km
Gewicht: 7,35 × 10^22 kg (0,01 Erden)
Orbits: Die Erde
Entfernung vom Orbit: 384.400 km
Umlaufdauer: 27,3 Tage
Oberflächentemperatur: -233 bis 123 °C

Fakten und Mythen
– Die dunkle Seite des Mondes ist ein Mythos.
In Wirklichkeit sehen beide Seiten des Mondes die gleiche Menge an Sonnenlicht, aber nur eine Seite ist von der Erde aus sichtbar. Der Mond dreht sich um seine eigene Achse in genau der gleichen Zeit, die er braucht, um die Erde zu umkreisen. Daher ist immer die gleiche Seite der Erde zugewandt.

– Die Gezeiten auf der Erde werden durch den Mond verursacht.
Es gibt zwei Wölbungen in der Erde aufgrund der Anziehungskraft des Mondes. Eine liegt auf der dem Himmelskörper zugewandten Seite und die andere auf der gegenüberliegenden Seite. Diese Wölbungen bewegen sich während der Erdumdrehungen um die Ozeane, was zu Ebbe und Flut rund um den Globus führt.

– Der Mond driftet von der Erde weg.
Unser Satellit entfernt sich jedes Jahr etwa 3,8 cm von unserem Planeten. Es wird geschätzt, dass er dies auch in den nächsten 50 Milliarden Jahren tun wird. Bis dahin wird er etwa 47 Tage brauchen, um die Erde zu umkreisen, anstatt der derzeitigen 27,3 Tage.

– Eine Person würde auf dem Mond viel weniger wiegen.
Luna hat aufgrund seiner geringeren Masse eine viel geringere Schwerkraft als die Erde, sodass man etwa ein Sechstel (16,5 %) seines Gewichts wiegen würde. Deshalb konnten die Mondastronauten so hoch in die „Luft“ springen und sich in der „Luft“ halten.

– Der Mond wurde bisher nur von 12 Menschen betreten, alles amerikanische Männer.
Der erste Mann, der 1969 den Mond betrat, war Neil Armstrong auf der Apollo 11-Mission. Der letzte Mann war 1972 mit der Apollo 17-Mission auf dem Himmelskörper. Seitdem wurde er nur noch von unbemannten Fahrzeugen besucht.

– Der Mond hat keine Atmosphäre.
Das bedeutet, dass die Oberfläche des Mondes vor kosmischer Strahlung, Meteoriten und Sonnenwinden ungeschützt ist und große Temperaturschwankungen aufweist. Durch die fehlende Atmosphäre ist auf dem Satelliten kein Ton zu hören, und der Himmel erscheint immer schwarz.

– Es gibt Mondbeben.
Diese werden durch die Anziehungskraft der Erde verursacht. Astronauten benutzten bei ihren Mondbesuchen Seismografen und stellten fest, dass kleine Mondbeben mehrere Kilometer unter der Oberfläche auftraten, die zu Rissen führten. Wissenschaftler glauben, dass der Trabant einen geschmolzenen Kern hat, genau wie die Erde.

– Die erste Raumsonde, die den Himmelskörper erreichte, war Luna 1 im Jahr 1959.
Es handelte sich um ein sowjetisches Schiff, das von der UdSSR aus gestartet wurde. Es passierte ihn im Abstand von 5995 km von der Oberfläche des Mondes, bevor es in die Umlaufbahn um die Sonne gelangte.

– Der Mond ist der fünftgrößte natürliche Satellit im Sonnensystem.
Mit einem Durchmesser von 3.475 km ist er viel kleiner als die Hauptmonde von Jupiter und Saturn. Die Erde ist etwa 80-mal so groß, aber beide sind ungefähr gleich alt. Eine vorherrschende Theorie besagt, dass der Mond einst Teil der Erde war und sich aus einem Stück gebildet hat, das bei einer Kollision weggebrochen ist.

– Der Mond wird in naher Zukunft von Menschen besucht werden.
Die NASA plant 2019 die Rückkehr der Astronauten zum Mond, um eine permanente Raumstation zu errichten.