Der Pop-up-Store als neues Marketingmodell für Gründer.

Symbolbild für einen Pop-up-Store.
Symbolbild für einen Pop-up-Store.

In Metropolen wie Berlin entwickeln sich Pop-up-Stores gegenwärtig zum Trend.

Dass das Modell so gut ankommt, hat seinen Grund. Das Modell schafft es auf eigene Weise, virtuelle Gründungsprojekte Wirklichkeit werden zu lassen. Der Pop-up-Store bietet die Gelegenheit, kurzfristig auf ungenutzter Ladenfläche im urbanen Raum kreative Projekte vorzustellen. Damit hat das Marketingmodell bereits den Startschuss für eine ganze Reihe erfolgreicher Unternehmungen gegeben.

Was versteht man unter einem Pop-up-Store
Wie ein Pilz aus dem Boden entsteht ein Pop-up-Store als Einzelhandelsangebot auf einer ungenutzten Ladenfläche. Viele Städte vermieten solche Flächen kurzfristig an kleine Projekte. Mit ihren kreativen Ideen bieten sie den Besuchern Produkte an, die sich in dieser Form nirgends so finden. Und sogar manches große Einkaufszentrum stellt Teile seiner Verkaufsfläche kurzfristig kleinen Start-Ups zur Verfügung. Die Idee dahinter ist einfach formuliert: Wo die Kundschaft an Ort und Stelle interessante neue Angebote findet, stattet Sie dem Ort auch regelmäßig einen Besuch ab. So steigert der Pop-Up-Store die Besucherzahlen für das ganze Gebäude. Die zeitweise Nutzung von Räumen als Pop-up-Store kommt somit gleich beiden Seiten zugute. Für die Gestaltung des Einzelhandels lassen sich vielfältige Möglichkeiten nutzen. Nicht selten stellen Städte auch ungewöhnliche Räume kurzfristig für einen Pop-up-Store zur Verfügung. Wer sich gezielt auf den Ort einlässt, kann etwas Besonderes entwickeln. In den Metropolen arbeitet auch die kreative Szene mit dem Konzept. Mitunter entstehen dabei Kombinationen aus Galerien, Kunstangeboten und Warenverkauf. Selbst manche Standardprodukte verkaufen sich mit einer schicken Aufmachung im Rahmen dieser Läden auf neue Weise. Der Kurzzeit-Einzelhandel bettet die Produkte in einen ganz neuen Rahmen ein. Er sorgt dafür, dass sie besonders auffallen.

Für das Marketing kreativer Ideen ist das Konzept Gold wert
Das Konzept des Ladens ist sehr schnelllebig. Sobald sich ein anderer Mieter für die Fläche gefunden hat oder nach einem vereinbarten Zeitraum räumt das Projekt den Laden wieder. Als Marketingkonzept bietet diese Art von Einzelhandel dennoch einen großen Vorteil. Erstens lässt sich der Laden ohne finanzielles Risiko als Testballon für eine Gründung nutzen. Wo der Verkauf auf einen besonders großen Erfolg stößt, kann an anderer Stelle ein echter Laden geplant werden. Die Startbedingungen für diesen Testballon gestalten sich dabei gut. Wo Pop-up-Stores aus dem Boden sprießen, zeigen sich Spaziergänger und Stadtbewohner gleichermaßen interessiert. Wenn der Laden mit einem kreativen Layout beworben wird, wirkt das auf jeden Besucher einladend. Auch die Zielgruppe der eigenen Produkte kann im Gespräch mit der Laufkundschaft präziser eingeordnet werden. Der Pop-up-Store bietet schließlich auch die Möglichkeit zur Verwirklichung von Projekten, die bislang nur über das Internet verkauft wurden. Auch dabei erschließt das Marketing oft ganz neue Zielgruppen. Viele Internetprojekte wagen den ersten Schritt zu einem offenen Verkaufsangebot über dieses neue Ladenkonzept. Mit dem Charme der Neugründung können sie über den Mini-Laden erfolgreich punkten. Außerdem gestaltet sich die Suche nach Verkaufsräumlichkeiten dabei zumeist einfacher.

Auch die Städte profitieren von dem Marketingkonzept
Die Städte vergeben sehr gerne Räumlichkeiten für diese Art von Einzelhandel. Durch den Pop-up-Store lässt sich leerstehender Raum angenehm verschönern. Das sorgt dafür, dass die Stadt weniger Aufwand mit der Pflege des öffentlichen Raums hat. Außerdem werten die kreativen Läden den städtischen Raum sogar noch auf. Durch kreative Ladenkonzepte können Stadtteile einen zusätzlichen Charme erhalten. Dieser besondere Charme speist sich auch aus der einzigartigen Art des Marketings. Der Pop-up-Store verkauft nicht um des Verkaufens willen. Bei einem Pop-up-Store steht das Ausprobieren im Vordergrund. Oft gewinnen die kleinen Projekte dadurch eine familiäre Atmosphäre. Wo man sich im Pop-up-Store begegnet, gibt es immer auch eine offene Gesprächsatmosphäre. Vieles, was Kunden in der Welt der Werbung vermissen, wird ihnen bei genau diesem Marketingkonzept geboten. Vielleicht gibt es auch deshalb derzeit einen so florierenden Gründergeist um die Pop-up-Stores.