Die Schilddrüse ein wichtiges Organ.

Ein Doktor überprüft die Schilddrüsen-Werte.

Schilddrüsenerkrankungen richtig und schnell erkennen

Die Schilddrüse ist ein kleines Organ. Seiner Form nach ähnelt es einem Schmetterling. Wie viele verschiedene Funktionen die kleine Drüse hat und was passiert, wenn die Schilddrüse nicht richtig arbeitet, dessen sind sich viele Menschen nicht bewusst. Mit ein paar Hintergrundinformationen fällt es sehr viel leichter Störungen zu bemerken und richtig zu erkennen.

Wie funktioniert die Schilddrüse?

Die Schilddrüse sitzt im oberen Halsbereich. Sie ist bei Frauen ca. 18 ml bis 20 ml groß, bei Männern zwischen 20 ml und 25 ml. Abweichungen nach oben oder nach unten lassen auf eine Funktionsstörung schließen. Die Schilddrüse wird, wie andere Hormondrüsen auch von der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) gesteuert. Sie produziert lebenswichtige Hormone, welche den Körper und seine Funktionen steuern. Daher können Schilddrüsenstörungen eine Vielzahl an Symptomen hervorrufen, die zunächst nur schwer einzuordnen sind. Mit Hilfe der Spurenelemente Jod und Selen wird das Hormon T4 in T3 umgewandelt. T3 aktiviert den Stoffwechsel und setzt Körperfunktionen in Gang. So ist die Drüse unter anderem verantwortlich für:

– Wuchs von Haaren und Nägeln
– Menstruation und Fruchtbarkeit bei Frauen
– Verdauung
– Blutdruck
– Stimmungslage und Psyche
– Körpertemperatur
– Konzentration und Gedächtnis
– Muskeltätigkeit
– Körpergewicht und Fettstoffwechsel

und einige weitere körperliche Funktionen. Bei Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse treten genau in diesen Bereichen Symptome auf.

Über- und Unterfunktion der Schilddrüse

Bei einer Überfunktion der Schilddrüse werden aus unterschiedlichen Gründen zu viele Hormone produziert. Meist ist dann die Drüse vergrößert und es zeigen sich Symptome wie:

– Gewichtsabnahme trotz Hunger und großem Appetit
– Durchfälle
– Innere Unruhe und Zittern
– Schlafstörungen
– Herzrasen
– Kloßgefühl im Hals
– Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen

Durch das Zuviel an Hormonen werden alle Körperfunktionen beschleunigt und dies führt zu den genannten Beschwerden. Die Unterfunktion bewirkt genau das Gegenteil. Der Stoffwechsel verlangsamt sich und alle Körperfunktionen laufen auf Sparflamme. Auch hier kann die Schilddrüse vergrößert sein, weil das Organ versucht den Hormonmangel durch Wachstum auszugleichen. Die Symptome einer Unterfunktion d.h. eine verminderte Produktion an Hormonen, kann zu Beschwerden führen wie:

– Gewichtszunahme trotz wenig Appetit
– hohe Cholesterin- und Leberwerte
– Muskelschmerzen
– Schlafstörungen
– Depressionen und Stimmungsschwankungen
– Haarausfall
– extreme Müdigkeit und Antriebsarmut
– Panikattacken
– Kälteintoleranz
– Verstopfung und Verdauungsprobleme
– Störungen von Konzentration und Gedächtnis

Beide Formen der Schilddrüsenstörung bedürfen der Behandlung durch einen Facharzt. Hier sind vor allem Nuklearmediziner und Endokrinologen (Hormonspezialisten) die richtigen Anlaufstellen für Patienten. Nur eine umfassende Diagnostik, kann eine Schilddrüsenstörung ausschließen oder bestätigen. Die Untersuchung der Schilddrüse erfolgt auf mehreren Ebenen.

1. Bestimmung der Größe der Schilddrüse durch Ultraschall
2. Überprüfung der Hormonaufnahme und Produktion mit Szintigramm (radiologische Untersuchung mit Kontrastmittel)
3. Per Blutabnahme Überprüfung der Hormonwerte TSH, T4, T3 sowie der Bestimmung von Schilddrüsenantikörpern TRAK und TPO.

Gibt es in allen diesen Bereichen Abweichung von der Norm nach oben oder unten, ist die Diagnose Über- oder Unterfunktion gesichert. Je nach Art der Erkrankung richtet sich dann auch die Behandlung. Während bei einer Unterfunktion die lebensnotwendigen Hormone durch künstliches T4 oder eine Kombination von T4 und T3 ersetzt werden müssen, geht es bei einer Überfunktion um eine Hemmung der Produktion durch spezielle Medikamente. In machen Fällen muss auch überflüssiges Schilddrüsengewebe entfernt werden oder es geht um die Beseitigung von Knoten in der Schilddrüse.

Schilddrüse und Immunsystem

Häufig gehen Schilddrüsenstörungen von einem gestörten Immunsystem aus. Vor allem bei der Hashimoto Thyreoiditis (Autoimmune Schilddrüsenentzündung) und dem Morbus Basedow (Autoimmune Vergrößerung der Schilddrüse) ist das hyperaktive Immunsystem beteiligt. Hierbei wird die Schilddrüse durch Antikörper in ihrer Funktion gestört.

Patienten, die an autoimmunen Schilddrüsenstörungen leiden, haben jedoch sehr häufig auch noch andere Probleme, die durch das fehlgesteuerte Immunsystem begünstigt werden können. Dazu gehören unter anderem Vitamin- und Mineralstoffmängel, Rosazea (Hauterkrankung), Nahrungsmittelintoleranzen und Allergien, Fibromyalgie, Rheuma, Nebennierenschwäche (Morbus Addison) oder auch Diabetes. Auch diese Begleiterscheinungen und Erkrankungen müssen dauerhaft behandelt werden.

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