Diese Tiere sterben aus!

Bild von einem Leopard
Bild von einem Leopard

Artensterben – mehrere tausend Arten sind bedroht.

Es gibt eine Liste von Kandidaten. Die Kandidaten sind dabei Tier- und Pflanzenarten. Die Liste ist die Gefährdung durch Artensterben oder Tiersterben. Die neueste Auflage dieser Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) listet beinahe 24.000 Tier- und Pflanzenarten auf, die gefährdet sind und bald Opfer von Artensterben werden könnten. 24.000 sind übrigens rund ein Drittel der von der IUCN erfassten totalen Tier- und Pflanzenarten.

Der Mensch als Hauptverursacher
Es schreitet also voran, das Tiersterben. Und währenddessen werden die Alarmglocken für die Tiere immer lauter. Der weltbekannte Panda oder die Nashörner Afrikas sind da nur die Spitze des Eisberges. Durch das Tiersterben ist eine Kettenreaktion die Folge. Und nachdem es genug einzelne Arten dahingerafft hat, wird es auch den Menschen treffen. Ironisch, da der Mensch meistens der Grund für das Aussterben von Arten darstellt. Wilderei, Überfischung, der Klimawandel, die Vernichtung von Lebensraum, der Mensch ist einer der Hauptgründe und doch muss er auch die konsequenten tragen, wenn es irgendwann nicht mehr geht.

Der Leopard – ein anschauliches Beispiel
Der Leopard zum Beispiel, eine der größten Wildkatzen, besiedelt zwar auf den Kontinenten von Afrika und Asien immer noch ein relativ großes Besiedlungsgebiet, ist aber inzwischen gefährdet, weil ihm sein Lebensraum vom Menschen nach und nach streitig gemacht wird. Im Laufe des letzten Jahrzehnts haben sich die Rückzugsgebiete des Leopards beinahe halbiert. Hinzu kommt zu allem Überfluss noch die eigentlich illegale Wilderei, da das Fell des Leopards sehr wertvoll ist und sich auf diversen Schwarzmärkten mit sehr viel Profit verkaufen lässt. Ein anschauliches Beispiel ist hier Kambodscha: Nur noch dreißig Leoparden leben in den Eastern Plains.

Was ist eigentlich diese Rote Liste?
Die Rote Liste, auf der auch der Leopard steht, wird als Indikator für den momentanen Zustand der Diversität in Hinsicht auf Flora und Fauna der Erde gesehen. Sie hält Informationen über das potenzielle Tiersterben oder Artensterben bereit. Herausgegeben wird diese sogenannte Rote Liste IUCN, also von der Weltnaturschutzunion. Die dort angestellten Experten werten die für die Auswertung wichtigen Daten aus, die frei zugänglich sind und aus verschiedenen Forschungsstationen der Welt stammen.

Natürlich gibt es aber auch noch andere Listen, die das Artensterben darstellen. So zum Beispiel in Deutschland. Hier hat sogar jedes Bundesland eine eigene Liste. Außerdem werden die Pflanzen, die Tiere, die Biotoptypen und die Pflanzengesellschaften in verschiedenen Listen aufgeführt. 40.000 Tier- und Pflanzenarten sind in diesen deutschen Listen aufgeführt. Über 25% davon sind bedroht oder bereits ausgestorben.

Das Ausmaß des Sterbens von Arten
Das Abnehmen der Vielfalt der Arten ist eine der größten Katastrophen der Welt. Das Tiersterben und das Artensterben umfasst mehrere tausend Arten pro Jahr. Zum Vergleich: 10 Millionen Arten soll es nach wissenschaftlichen Schätzungen geben. Die neusten Schätzungen gehen mittlerweile sogar davon aus, dass sich wegen des menschlichen Einfluss die Rate des Aussterbens um den Faktor 1.000 vervielfacht hat.

Die Folge für den Menschen
Wenn durch Tiersterben eine Art ausstirbt, ist dieser Vorgang unumkehrbar und birgt unvorhersehbare Risiken für das Ökosystem, da jede Art eine individuelle Nische ausfüllt. Nun gerät dieses Ökosystem durch das Aussterben von Arten allerdings durcheinander. Der Mensch kann so zu einem Konsequenzträger von diesen Folgen werden. Das Anbauen von Nahrung, die Erschließung von Wasser und die Medizin sind von einem funktionierendem Ökosystem abhängig. Also steht in der Folge auch der Mensch als Art auf der Roten Liste.