Dogs mit Jobs – Hunde im Berufsleben.

Hund mit Rettungsring.
Hund mit Rettungsring.

Bekannte Fernsehhunde machen es vor.

Der Polizeihund „Kommissar Rex“ jagte in der beliebten österreichischen Serie Verbrecher, Jerry Lee machte sich als Drogenspürhund einen Namen und Lassie rettete sein Herrchen mehr als einmal aus brenzligen Situationen. Auch im wahren Leben gibt es Hunde, die ihre Familie nicht nur als Haustier bereichern, sondern wichtige Jobs haben. Diese Jobs für Dogs findet man in den unterschiedlichsten Gebieten.

Polizeihunde

Jobs für Dogs – die meisten Menschen denken dabei zuerst an Polizeihunde. Und das vollkommen zurecht, denn die Vierbeiner sind fantastische „Kommissare“. Hunde können um ein Vielfaches besser riechen, als Menschen. Außerdem hören sie unglaublich gut. Dank dieser Fähigkeiten werden die Vierbeiner zu perfekten Begleitern im Polizeidienst. Natürlich ist nicht jeder Hund für die Arbeit bei der Polizei geeignet. Neben einem ausgeprägten Geruchssinn müssen die vierbeinigen Dienstinhaber besonders gelehrig und mutig sein. Nach einer Grundausbildung, die der Hund gemeinsam mit seinem Hundeführer durchläuft, teilen die beiden fortan auch ihre Freizeit – denn Polizeihunde wohnen in der Regel bei ihren menschlichen Partnern. Dort verbringen sie auch ihren Lebensabend. Je nach Neigung werden die Vierbeiner in unterschiedlichen Gebieten eingesetzt. Der Schutzhund stellt Straftäter und schützt seinen Hundeführer bei der täglichen Arbeit. Spürhunde suchen nach Rauschgift, Sprengstoff oder sogar Leichen. Der Fährtenhund kann zielgenau die Spur eines Täters verfolgen.

Assistenzhunde

Assistenzhunde lernen in einer etwa zweijährigen Ausbildung, Menschen mit Behinderung zur Seite zu stehen und das Alltagsleben zu erleichtern. Die Zweibeiner sind auf die Hilfe ihrer vierbeinigen Freunde angewiesen – daher müssen Assistenzhunde rund um die Uhr absolut zuverlässig agieren und einen ausgeglichenen Charakter vorweisen. Wichtig ist auch ihr Verhalten in der Öffentlichkeit. Dort sind sie ebenfalls nur auf ihren Menschen konzentriert, andere Lebewesen müssen sie ignorieren. Die Einsatzgebiete solcher Hunde sind groß. Warn- und Anzeigehunde erkennen bedrohliche Situationen ihrer Menschen und verständigen Hilfe. Sie werden beispielsweise bei Asthmakranken, schweren Allergikern, Schlaganfallpatienten, Epileptikern oder Diabetikern eingesetzt. Blindenführhunde helfen sehbehinderten Menschen, sich zu Hause und vor allem unterwegs sicher zu bewegen. Sie zeigen Hindernisse und Stufen an und führen durch den Straßenverkehr. Auch Menschen mit psychischen und psychiatrischen Erkrankungen können durch Assistenzhunde unterstützt werden. In den Fällen reagieren die tierischen Begleiter auf Stimmungs- und Verhaltenswechsel ihrer Zweibeiner.

Therapiehunde

Im Gegensatz zu Assistenzhunden werden Therapiehunde nicht für einen speziellen Menschen ausgebildet. Viel mehr stehen sie einem Therapeuten bei der Arbeit zur Seite. Dabei spricht man von tiergestützter Therapie. Auch da ergeben sich unterschiedliche Einsatzgebiete. Die vierbeinigen Helfer werden bei Menschen mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung zur Hilfe gezogen. Das können Lernstörungen bei Kindern, Sprachstörungen, Depressionen, verschiedene Angststörungen und viele weitere Erkrankungen sein. Therapiehunde zeichnen sich durch ihren ruhigen, aber kommunikationsfreudigen Charakter aus. Auf die meisten Patienten wirken diese Hunde Stress-mindernd. Streicheln und kuscheln ohne Anforderungen zu stellen tut der menschlichen Seele gut.

Lawinenhunde

In den ersten 15 Minuten ist die Überlebenschance verschütteter Personen im Schnee am größten – Lawinenhunde mit ihren feinen Spürnasen helfen bei der Suche. Bis zu einer Tiefe von vier Metern können sie begrabene Menschen erschnüffeln und retten damit viele Leben. Bis es soweit ist, durchlaufen die Tiere eine lange Ausbildung. Zunächst suchen sie versteckte Gegenstände in Erdlöchern, dann ihre eigenen Ausbilder und erst sehr viel später auch fremde Zweibeiner. Neben einer hervorragenden Spürnase müssen Lawinenhunde intelligent, menschenlieb und zuverlässig sein. Auch Flugangst dürfen die Vierbeiner nicht haben. Um möglichst schnell zum Einsatzgebiet zu kommen, werden Hundeführer und Hund nämlich im Hubschrauber transportiert und zwar in einem Geschirr unter dem Hubschrauber hängend. Natürlich wird auch das vorab fleißig geübt. Entgegen der allgemeinen Annahme sind übrigens Bernhardiner nur noch sehr selten als Lawinenhunde im Einsatz. Sie sind viel zu schwer für den Job und würden im Schnee einbrechen.

Egal, ob bei der Verbrecherjagd, in der Menschenrettung oder als Alltagshelfer – Jobs für dogs sind vielfältig. „Der Hund ist der sechste Sinn des Menschen“, erkannte Friedrich Hebbel bereits im 19. Jahrhundert – wie recht er doch damit hatte.