Drohnen auf dem Vormarsch!

Bild von einer großen Drohne mit Kamera.
Bild von einer großen Drohne mit Kamera.

Schweiz plant Luftverkehrs-Management-System.

Drohnen sind mittlerweile nicht mehr dem militärischen Flugverkehr vorbehalten. Im zivilen Bereich machen sich immer mehr Hobby-Drohnenpiloten daran, den Himmel zu erobern. Damit wird es sicherlich Zeit sich über die Sicherheit Gedanken zu machen. Die Schweiz will in dieser Hinsicht den Vorreiter machen und noch in diesem Jahr mit einem Pilotprojekt an den Start gehen, aus dem ein voll einsatzfähiges Luftverkehrs-Management-System vorgehen soll.

Luftüberwachung für Drohnen – braucht die Welt das?

Natürlich erhöhen sich mit jeder weiteren Drohne, die in die höheren Regionen des Himmels aufsteigen kann, die Risiken. Dabei geht es weniger, um Spielzeug-Drohnen, die nur im Sichtbereich des Drohnen-Piloten unterwegs sind. Leider hat sich die Technik aber soweit entwickelt, dass auch Drohnen für den Hausgebrauch, mittlerweile in Höhen vorstoßen können, in denen sich auch die zivile und militärische Luftfahrt bewegt. Wenn dort unkontrolliert viele Drohnen herumschwirren, ist die Gefährdung des normalen Flugverkehrs natürlich nicht mehr weit. Entsprechend ist eine Luftüberwachung sicher der richtige Weg.

U-Space – die schweizerische Alternative der Luftüberwachung für Drohnen

Die Schweizer sind für ihr großes Sicherheitsbedürfnis bekannt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die ersten Vorstöße in diesem Bereich von dort kommen. Das System namens U-Space, welches die Schweiz im Juni 2018 als Pilotprojekt starten will, soll es ermöglichen, automatisch Flugbewilligungen zu erteilen. Benutzer können sich mittels eines Blockchain gestützten Systems registrieren und eine Flugbewilligung für ihre Drohnen einholen. Zudem soll auch eine sofortige, digitale Luftraumbewilligung erteilt werden können. Das System umfasst auch ein Echtzeit-System, mit dem Drohnen-Piloten gewarnt werden sollen. Ziel ist es, ein national etabliertes System entstehen zu lassen, welches später in ganz Europa angeboten werden könnte.

Notwendige Sicherheitsmaßnahme oder übergeordnete Kontrolle?

Hier werden die Meinungen natürlich weit auseinander gehen. Da sind die Drohnen-Freaks, die absolute Freiheit über alles stellen, und die verantwortungsbewussten Drohnen-Piloten, denen die Sicherheit im Luftverkehr wichtig ist. Bei diesem Thema sollte jedoch das Allgemeinwohl im Vordergrund stehen, so dass eine konsequente Kontrolle des Flugverkehrs nur als richtig erscheinen kann. Schließlich sind im öffentlichen Luftraum nicht nur die Drohnen unterwegs, sondern auch Flugzeuge, die Menschen befördern. Für deren Sicherheit muss in jedem Fall gesorgt werden, so dass U-Space sicherlich eine erforderliche Erweiterung darstellt, selbst wenn es einigen Drohnen-Fliegern an die selbstbestimmte Fliegerfreiheit geht. Bleibt abzuwarten, ob sich U-Space als ein nationales Strohfeuer entpuppt oder ob sich andere Staaten anschließen werden. Wie auch immer man zum Drohnen-Aufkommen steht, eines sollte kein Drohnen-Pilot vergessen, nämlich dass seine Freiheit da aufhört, wo andere den gleichen Luftraum beanspruchen.