Einpflanzen statt wegschmeißen.

Screenshot vom Video.
Screenshot vom Video.

Neues Gemüse aus alten Küchenabfällen

Gemüse und Kräuter sehen auf dem Teller nicht nur gut aus, sondern sind ebenfalls äußerst gesund. Doch wussten Sie, dass man aus den Resten verschiedener Pflanzen wieder frisches Gemüse ziehen kann? Ein DIY-Youtuber zeigt in seinem Video, warum Sie nicht alle Gemüse- und Kräuterabfälle sofort in der Biotonne bzw. dem Kompost entsorgen sollten.

Gemüsereste aus dem Supermarkt sind lebendig

Egal ob Ingwer, Lauch-zwiebeln, Sellerie oder Kartoffeln. Vielen Menschen ist nicht wirklich bewusst, dass es sich bei dem Gemüse aus dem Supermarkt im Prinzip um lebendige Organismen handelt. Nur weil die Lebensmittel im Supermarkt in den Regalen liegen, sind die Pflanzen noch lange keine tote Ware. Wieviel Energie noch in dem Gemüse steckt, kann dabei jeder ganz leicht selbst herausfinden. So zeigt das Video deutlich, wie schnell aus vermeintlichem Abfall frisches Gemüse wachsen kann. Bei vielen Gemüsearten wie Porree oder Lauch-zwiebeln wird das untere Ende vor der Verwendung abgeschnitten. Bei diesen Resten handelt es sich um das Rhizom der Pflanze, welches gemeinhin auch als Wurzelstock bezeichnet wird. Wie im Video zu sehen ist, entfaltet sich aus diesem Rest schnell neues Leben, sobald es in einen nährstoffreichen Boden gesteckt und mit Wasser versorgt wird. Auch aus Knoblauchzehen lassen sich ohne großen Aufwand neue Pflanzen ziehen. In dem Video liefert der Youtuber gleich noch einen praktischen Tipp für das Einpflanzen von Knoblauch. So wird die Knolle mit der spitzen Seite nach oben ungefähr einen Daumen tief eingesetzt, während der Abstand zwischen den Pflanzen eine Handlänge betragen sollte. Sogar mit Karotten funktioniert diese Methode, wobei allerdings nur frische Blätter nachwachsen und keine Rüben. Die Blätter sind jedoch essbar und eignen sich zum Beispiel hervorragend für Salate

Nicht nur aus den Rhizomen lassen sich neue Pflanzen ziehen

Im zweiten Teil des Videos zeigt der Ersteller Ihnen, wie Sie auch Kräuter ganz einfach vermehren können. Vor der Kamera zeigt der Youtuber, auf welche Weise sich Kräuter wie Basilikum, Rosmarin oder Salbei spielend leicht vervielfältigen lassen. Hierfür werden von den gekauften Pflanzen aus dem Supermarkt einfach Stecklinge genommen. Dabei wird ein nicht verholzter Seitentrieb im 45-Grad-Winkel angeschnitten und von den unteren Trieben und Blättern befreit. Im Anschluss wird der Steckling solange in einen Wasserbehälter gehangen bis sich neue Wurzeln bilden. Dies kann je nach Pflanze einige Wochen bis Monate dauern. Haben sich die ersten Wurzeln ausgebildet, kann die Pflanze ganz normal in Blumenerde eingesetzt werden. Wichtig ist, dass die Stecklinge zum Bewurzeln an einen hellen Standort gestellt werden. Auf diese Weise lassen sich aus einer kleinen Supermarktpflanze ohne viel Aufwand große Mengen an Küchenkräutern in Eigenregie produzieren. Wer bei der Selbstversorgung mit Kräutern unabhängig vom natürlichen Tageslicht sein möchte, kann die Pflanzen das ganze Jahr über unter Kunstlicht behalten.

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