Elon Musk plant Marskolonie!

Bild vom Mars
Bild vom Mars

Der US-amerikanische Erfinder, Gründer, Visionär und Multimilliardär Elon Musk, Gründer des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX, des Elektromobilkonzerns Tesla und diverser weiterer Zukunftsunternehmen, will den Mars besiedeln. Unsere Zukunft liegt dort und auf weiteren Himmelskörpern, jedoch nicht allein auf unserem Heimatplaneten, so Elon Musk.

Die Pläne von Elon Musk: Mars alsbald besiedeln

Elon Musk, obgleich noch jung (Jahrgang 1971), hat nicht nur Visionen, er treibt seine Pläne auch zügig voran. Das beweisen seine bisherigen, in Teilen sehr erfolgreichen Projekte. Um auf dem Mars eine Kolonie aufzubauen, will er schon 2018 eine unbemannte Rakete dorthin schicken und dann die Kosten für bemannte Missionen zum roten Planeten drastisch senken. Dazu denkt der Unternehmer in Größenordnungen, die weit über die bisherigen Raumfahrtaktivitäten der Menschheit hinausgehen. Unlängst hat Elon Musk Pläne für Raumschiffe vorgestellt, die in Summe über wenige Jahrzehnte rund eine Million Menschen zum Mars transportieren können. Wenn das jemandem gelingt, dann vielleicht wirklich Elon Musk, denn seine privat finanzierten SpaceX-Raumschiffe fliegen jetzt schon wesentlich günstiger als die staatlichen Raumfähren. Elon Musk hat starke Motive für sein Vorhaben: Er glaubt, dass die Menschheit „irgendwann ausgelöscht“ werde, wenn sie auf der Erde verbleibt. Das erklärte er vor einiger Zeit auf einem Astronauten-Kongress in Guadalajara (Mexiko). Der Mars ist für den Entrepreneur nur eine von mehreren Alternativen zur Erde. Es schwebt Elon Musk vor, dass wir im Ganzen eine raumfahrende Zivilisation werden und uns – ganz wie in Science-Fiction-Filmen – zur multi-planetaren Spezies entwickeln. Der Mars wäre demnach nur der erste Schritt bei so einem Projekt.

Wann fliegen die ersten Menschen zum Mars?

Wenn es nach Elon Musk geht: ab 2024 zunächst mit einer kleinen Mannschaft von vielleicht drei bis fünf Astronauten. Die NASA kann sich das für ihre eigenen Missionen nicht so schnell vorstellen, auch aus Russland oder China hört man keine vergleichbaren Termine. Wenn die erste bemannte Mars-Mission erfolgreich verläuft, will Elon Musk bis zu 10.000 Raumschiffe losschicken. Möglicherweise könnten diese schon 50.000 bis über 100.000 Menschen auf den roten Planeten bringen. Die Reise dauert nach heutigem Ermessen und Stand der Technik (Ende 2017) mindestens 90, vielleicht auch bis zu 140 Tage. Diese Zeit will Elon Musk für die Passagiere sehr angenehm gestalten, die Raumfähren sollen mit Kinos, Restaurants, Sportmöglichkeiten, 3D-Animationen der Erde und weiteren Annehmlichkeiten ausgestattet werden. Der Unternehmer äußerte dazu, es solle „lustig und aufregend“ für die Reisenden werden. Die Kosten sollen dann auf (lächerlich geringe) 200.000 Dollar pro Passagier sinken, eine Summe, die für gegenwärtig mögliche Missionen viel zu niedrig angesetzt wäre. Das Programm trägt jetzt schon den Arbeitstitel „Interplanetary Transport System“. Die Techniker des Musk-Raumfahrtunternehmens SpaceX arbeiten seit 2010 am Triebwerk Raptor. Dieses soll die Raketen mit Methan und verflüssigtem Sauerstoff antreiben. Dieses Triebwerk – das ist der Clou – kann mehrfach betrieben werden. Dadurch würden die Kosten im Vergleich zu gegenwärtigen Missionen drastisch sinken. Mit der heute vorhandenen Technik, mit der Astronauten bestenfalls zum Mond oder zur ISS in ihrer Erdumlaufbahn fliegen können, würde der Flug eines einzigen Menschen zum Mars sagenhafte zehn Milliarden Dollar kosten.

Warum will Elon Musk zum Mars?

Das hat mehrere Gründe. Der Visionär äußerte einmal, dass er auf diesem Himmelskörper sterben wolle – aber nicht beim Unfall einer landenden Rakete, sondern nach erfüllten Jahren auf unserem Nachbarplaneten. Offenbar ist Elon Musk ein echter Marsianer, er liebt wohl unseren Nachbarn im All, der in der Tat über Sonnenlicht und eine Atmosphäre verfügt. Es ist auch der einzige Planet, den wir wohl in absehbarer Zeit betreten könnten – auf der Venus (dem Nachbarplaneten auf einer der Sonne näheren Umlaufbahn) wäre es viel zu heiß. Elon Musk kann sich vorstellen, dass man auf dem Mars mit einer komprimierten Atmosphäre sogar Pflanzen züchten könnte. Er stellt sich vor, eine autarke Stadt auf dem lebensfeindlichen Himmelskörper zu errichten, für die er etwa ab 2019 bis 2020 das erste Baumaterial mit unbemannten Raumschiffen auf den Mars bringen will. Die Pläne klingen fantastisch, doch sowohl private Geldgeber als auch die US-Regierung glauben an Elon Musk: Ihm wurde umfassende Unterstützung signalisiert.