Frauen, das allzu schwache Geschlecht – Fußball als Ausnahmeerscheinung?

Frauen spielen Fußball.

Wie wandelt sich das Frauenbild?

Die Fußball WM der Frauen, die im Jun/Juli 20191 die Gemüter erhitzte, wirft einmal mehr die Frage auf, was Frauen alles können (und dürfen) und was nicht. Man kann sagen, dass das Frau-sein nach wie vor sehr stark mit der Kultur verknüpft ist, in der die Frauen leben.

Dass es nicht wenige Stimmen gibt, die einen „Backlash“ beobachtet haben wollen, gibt Anlass, darüber nach zu denken, was Frauen in Deutschland und in Europa allgemein und speziell im Sport so alles erreicht haben. Dass der Frauenfußball so wichtig geworden ist, dass die öffentlich rechtlichen Sender sich damit beschäftigen, kann als ein Zeichen für einen Trend gewertet werden, der grob aussagt: Frauen „können“ alles, auch Fußball. Dennoch: Es gibt gravierende Unterschiede zu den Männern, Im Fußball ist dies vor allen Dingen die Bezahlung, die die Wichtigkeit gut reflektiert.

Supermodel, ja, aber Superfußballerin?

In einem Bereich sind die Frauen garantiert bei den Besserverdienenden angelangt. Das ist der Modelbereich. „Supermodel“ zu sein, der Traum fast jeden Mädchens, das lang genug einschlägige Videos und TV Sendungen geguckt hat, bedeutet nicht selten, dass die Damen – oder Mädchen – in jungen Jahren schon über Millionenbeträge verfügen. Das ist die gute Nachricht, aber im Grunde wird hier ein sehr kleiner Ausschnitt der Wirklichkeit angesprochen, der doch dem klassischen „Sie sollen schön anzusehen sein, alles Andere wie Grips und echte Leistungen ist doch nicht relevant“ Bild von Frauen und ihrer Wirkung entspricht. Als „Kleiderstange“ lässt sich also gut Geld für einige Zeit verdienen, aber für eine Fußballerin sieht das Bild schon ganz anders aus. Die teilweise horrenden Gehälter mancher männlicher, sehr junger Fußballer lassen die Spiel- und Werbeerträge der Frauen wie Peanuts aussehen. Dennoch: Der Aufwand des Trainings und der Zeit ist bei den Frauen genau so hoch wie bei den Männern. Nur: Es hapert an der dementsprechenden „Bankibility“.

Männerbeine und ihre Leistung – so viel kostbarer?

Ja, man kann sagen, dass Fußball für Frauen aus dem „Mal ein bisschen geduldet mit den Kumpels mit dribbeln“ Stadium eindeutig heraus gekommen ist. Es gibt die Kader, es gibt die EMs und WMs, aber so ganz ernst nimmt man die Damen dabei noch nicht. Eine recht amüsante Umfrage von „Katja Kreml“ in der Satiresendung „Extra 3“ zeigt es genau: Die Mehrheit der befragten Männer und Frauen kannte so gut wie keine der gezeigten Nationalspielerinnen, wogegen die männlichen Fußballer durchgehend bekannt sind. Sprüche wie „Mich interessiert nur meine Frau“ runden das Bild vom doch nicht allzu ernst zu nehmenden Frauenfußball gut ab. An dieser Stelle sei ein gedanklicher Schritt in die allgemeinen gesellschaftlichen Verhältnisse erlaubt. Was wollen die Frauen, was wollen sie darstellen und erreichen? So könnte die Frage lauten: Wollen sie so sein wie die Männer, in allen Bereichen, und wenn sie dies erreicht haben, sind sie dann so „gut“ wie die Männer? Die Antwort dürfte nicht ganz eindeutig ausfallen. Schauen Sie sich doch einmal in Ihrem näheren Umfeld um, wie die Lage aussieht. Wo und wie stehen Frauen da, wer ist Ihr Chef, wer fällt welche Entscheidungen? Ganz zu ende gedacht und ausgeführt ist die Emanzipation sicher nicht in ihrer Entwicklung, weder in Deutschland noch in anderen Ländern Europas.

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