Goodbye Digicam – Hello Smartphone!

Mit einem Smartphone werden heutzutage die meisten Bilder gemacht.
Mit einem Smartphone werden heutzutage die meisten Bilder gemacht.

Bis vor gut drei Jahren galt die Digitalkamera trotz wachsender Konkurrenz als das Allheilmittel für überzeugende Bilder.

Spiegelreflexsysteme waren – und sind – vielen Nutzern zu voluminös, zu kompliziert und vor allem zu teuer, um auf die Schnelle überzeugende Schnappschüsse hervorzubringen. Auch der einsetzende Polaroid-Kamera-Trend konnte sich nicht durchsetzen. Die Kosten für Fotos aus der „Sofort-Knipse“ und die spärlichen Bearbeitungsfunktionen verwehrten dem Revival aus den 70er-Jahren ein erfolgreiches Comeback. Die Revolution im Bereich Foto und Video ging somit von einem ganz anderen Gerät aus. Erneut stellte das Smartphone die Techniklandschaft auf den Kopf. Waren zuvor mobile Spielekonsolen wie die Playstation Portable die Leidtragenden des Smartphone-Booms, musste nun die Digitalkamera den Rückzug antreten. Das Handy 2.0 lief dem einstigen Nonplusultra innerhalb kürzester Zeit den Rang ab. Heute scheint der Siegeszug der smarten Fotoplattform perfekt zu sein; kaum noch wird zur Digitalkamera gegriffen.

Der Schnellcheck: Pro und Kontra der Smartphone-Revolution
Einer der größten Pluspunkte eines Smartphones ist dessen Verfügbarkeit. Der Mobilfunk-meister ist stets griffbereit, da er zumindest für den Großteil der Menschen zum alltäglichen Begleiter gehört. So ist das Smartphone schnell gezückt und Schnellwahloptionen garantieren einen wortwörtlich blitzschnellen Einsatz. Samsung beispielsweise ermöglicht Nutzern seiner Galaxy-Modellen, durch einen Doppelklick auf den haptischen Home-Button unmittelbar in den Kameraaufnahmemodus zu gelangen – selbst bei aktivierter Bildschirmsperre. Den zweiten Vorteil stellen die wesentlich kompakteren Ausmaße des Smartphones dar, denn die althergebrachte Digitalkamera nimmt als Zusatzgerät wertvollen Stauraum in Jackentasche & Co. ein. Auch die Frage nach einem ausreichenden Batteriestand erübrigt sich, denn die Akkuzellen des Smartphones sind in der Regel ausreichend für den Kameraeinsatz gefüllt. Und mit einem Akkupack sind die Energiezellen notfalls im Handumdrehen aufgeladen. Der ausschlaggebende Aspekt birgt jedoch die gesteigerte Qualität. War zunächst lediglich eine Explosion der Pixelraten zu erkennen, wurden mittlerweile deutliche Fortschritte in puncto Zoom und Tiefeneffekt getätigt. Der Bokeh-Effekt etwa gilt als ein gern genutztes Mittel, um der Aufnahme einen Ausdruck von Professionalität zu verleihen. Hinzu kommen die zahlreichen Optionen, die der Nutzer bei Bedarf automatisch über die Szenenwahl konfigurieren oder aber in Eigenregie verwalten kann. So ist es für den Fachmann mit wenig Wischerei und Drückerei möglich, individuelle Zusammenspiele zwischen Schärfe, Farbwärme und Winkel zu erschließen. Last, but not least darf der Smartphone-Nutzer von Backup-Funktionen gebrauch machen, denn obgleich einige Digitalkameras bereits WLAN-Chips zwecks Kabellos-Sicherung vorweisen, gestaltet sich der Handy-Upload in eine Cloud als wesentlich unkomplizierter – allzu intime Aufnahmen sollten in den „Wolkenstädten“ jedoch nicht landen. Einen grundsätzlichen Nachteil birgt die instabile Haltung des Handys: Eine vollwertige Kamera liegt ruhiger in den Händen, sodass die Aufnahmen linearer (orientiert an rechten Winkeln) gelingen. Liebhaber „klassischer“ Fotoplattformen könnten überdies einen Prestigeverlust anklagen, doch der technische Wandel hat auch dem Fernseher sein einstiges Konzept genommen. Klagen über hauchdünne Bildschirmränder und 3D-Optionen sind ebenso wenig wie Wünsche nach dem tonnenschweren Flimmerkasten-Bauprinzip zu hören.

Ein Smartphone macht Schule
Ein Paradebeispiel, wie ein Smartphone selbst den versierten Ansprüchen leidenschaftlicher Fotografen gerecht wird, stellt das Huawei P20 dar. Der Alleskönner aus China erntete erst kürzlich die Auszeichnung als „Best Photo Smartphone“, der in jedem Jahr vom Komitee der Technical Image Press Association, der TIPA, vergeben wird. Die Ehrung gilt als der Oscar der Fototechnik und berücksichtigt sämtliche Aspekte der modernen Fotografie. Ausschlaggebend für die diesjährige Nominierung ist die dreiteilige Kamera aus dem Hause Leica: Die Triple-Digicam im Kleinstformat zeichnet sich nicht nur durch eine kristallklare Auflösung, sondern auch durch einen überzeugenden Tiefeneffekt und einer umfangreichen Bandbreite an Bearbeitungsfunktionen aus. So kommen die Aufnahmen mit satten 24 Megapixeln auf das Papier beziehungsweise auf den Schirm und offenbaren im Weitwinkel- oder im Makromodus einzigartige Tiefeneffekte. Das Sahnehäubchen setzen der Leica-Linse die kratz-resistente Vollverglasung, der sichere Bildstabilisator und der kräftige Optik-Zoom auf. Selbst Apples Kamera-Profi, das iPhone 7, sowie Googles Fotomeister alias Pixel 2 können dieser portablen Kamera nicht das Wasser reichen. Von Schnappschüssen darf hier keine Rede sein!