Grippe – Alles über die Volkskrankheit!

Bild zu Volkskrankheit Grippe.
Bild zu Volkskrankheit Grippe.

Wie gefährlich ist die Grippe?

Die Grippe wird auch Influenza genannt und betrifft vor allem in der kalten Jahreszeit viele Menschen jedes Geschlechts und Alters. Obwohl die Erkrankung allgemein als harmlos gilt, kann sie geschwächte und alte Personen in Extremfällen das Leben kosten. Doch wie kommt es zu einer Ansteckung? Und was kann man tun, um die Grippe möglichst schnell wieder loszuwerden?

Auslöser und Übertragung

Die echte Grippe wird durch Viren verursacht, welche zu der Gattung des Influenzavirus vom Typ A oder vom Typ B gehören. Die Influenza kommt vor allem beim Menschen vor und ist eine typische Infektionskrankheit – das bedeutet, dass sie nicht durch äußere Faktoren ausgelöst wird, sondern durch die Übertragung von Mensch zu Mensch.

Was umgangssprachlich als grippaler Infekt bezeichnet wird, ist eine in der Regel harmlos verlaufende Virusinfektion, welche Menschen jedes Alters betreffen kann. Die Krankheit existiert weltweit, jährlich sind laut aktuellen Schätzungen der World Health Organisation ungefähr 10 bis maximal 20 Prozent der Weltbevölkerung mindestens einmal von der Grippe betroffen. Der Virus gelangt direkt über die Schleimhäute, also den Mund oder die Augen, in den menschlichen Organismus. In den meisten Fällen erreicht das Virus den Eintrittsort mittels einer klassischen Tröpfcheninfektion. Das bedeutet, dass die winzig kleinen Partikel des Speichels beim Sprechen, Husten oder Niesen in die Luft gelangen und anschließend auf den Schleimhäuten der betreffenden Personen landen. Wenn das passiert, ist eine Ansteckung so gut wie sicher.

Weitere Übertragungsmöglichkeiten

Weniger häufig als die Tröpfcheninfektion kommt die Ansteckung durch eine Kontakt- oder Schmierinfektion vor. Durch verschmiertes, infiziertes Nasensekret, welches in winzig kleinen Mengen auf öffentlichen Gegenständen verteilt wird, gelangen die Viren auf die Hände und anschließend in das Gesicht bzw. auf die Schleimhäute der Person, welche angesteckt wird. Besonders auf glatten Oberflächen können die Viren sehr lange überleben und sich zudem sehr einfach an die Hände heften. Außerdem kann die Grippe über kleinste Kotpartikel oder durch Hautschuppen oder Staub übertragen werden. Auch der direkte Kontakt mit dem Speichel einer erkrankten Person kann die Influenza auslösen.

Typischer Krankheitsverlauf

Die Inkubationszeit kann ganz unterschiedlich lange sein und beträgt im Durchschnitt zwischen wenigen Stunden bis hin zu mehreren Tagen. Übertragen können die Viren allerdings bereits vor dem tatsächlichen Ausbruch bzw. vor dem Bemerken der ersten Symptome werden. Der Mensch dient also bereits dann als Überträger, wenn er selbst noch nichts von seiner Erkrankung weiß. Das macht die Grippe besonders tückisch. Die Symptome dauern meist zwischen sieben Tagen und zwei Wochen an. Dauert die Grippe länger, so muss allerspätestens dann ein Arzt aufgesucht werden, da die Gefahr besteht, dass bestimmte Symptome chronisch werden. Zu den wichtigsten Symptomen zählen hohes Fieber, Schüttelfrost, Gliederschmerzen und Augentränen. Trockener Husten sowie ein rauer Hals zählen ebenfalls zu den klassischen Begleiterscheinungen einer Grippe. Eine allgemeine Appetitlosigkeit und Durchfall gehören auch zur Grippe dazu. Was viele Menschen als die Magen-Darm-Grippe bezeichnen ist eine Influenza, die obendrein von Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen begleitet wird.

Therapie und Diagnostik

In der Regel werden bei einer echten Influenza antivirale Medikamente verschrieben. Sofern der Patient über ein gesundes Immunsystem und einen starken Organismus verfügt, müssen nicht pauschal Arzneien verschrieben werden. Allerdings sollten kleine Kinder, sowie alte und kranke Menschen unbedingt medizinisch betreut werden, sofern sie an der Grippe erkranken. Wenn die Medikamente rechtzeitig eingenommen werden, kann die Krankheit verkürzt und lebensgefährlichen Komplikationen effektiv vorgebeugt werden. Eine Verschleppung könnte hingegen lebenslange Folgen haben. Ein sogenannter Influenza-Schnelltest wird unkompliziert und schnell beim Hausarzt durchgeführt. Dieser Test bringt Klarheit darüber, ob es sich bei einer Erkrankung tatsächlich um die Grippe handelt. Ansonsten kann das Virus auch anhand eines klassischen Bluttests nachgewiesen werden. Diese Diagnostik dauert allerdings erheblich länger.