Internet der Dinge hebt heutige Technik auf neuen Stand.

Bild eines Amazon Echo Dot.
Bild eines Amazon Echo Dot.

Internet der Dinge heißt ein vielbeschworenes Zauberwort von Technikvisionen unserer Gegenwart.

Sie zielt auf die Nutzung technischer Alltagsgegenstände ab, die vernetzt sind, sich durch künstliche Intelligenz auszeichnen und uns mache Alltagsaufgabe ganz einfach abnehmen. Vieles, was mit dem Schlagwort verbunden wird, ist heute bereits Wirklichkeit. Aber was kann die Vision vom Internet der Dinge für Sie leisten?

Technische Helfer mit künstlicher Intelligenz
Künstliche Intelligenz rechnet man einem Gegenstand dann zu, wenn er in einem bestimmten Rahmen selbstständig agieren kann. Das bedeutet, dass der Gegenstand eine Tätigkeit nicht nur auf Knopfdruck ausführen kann. Er kümmert sich vielmehr genau dann um ihre Ausführung, wenn sie notwendig wird. Ein automatischer Staubsauger, der ermisst, wann gesaugt werden muss und sich anschließend selbst auflädt, wäre ein einfaches Beispiel dafür. Ein Drucker, der automatisch Papier oder Toner nachbestellt verfügt über ähnliche Handlungsqualitäten. Fortgeschrittener noch wäre etwa ein Kühlschrank, der sich um die Nachbestellung von ausgehenden Nahrungsmitteln kümmert. Alle diese Beispiele sind heute bereits technisch machbar und vorhanden. Im Auftrag der Menschen übernimmt die Technik hier kleine Organisationsaufgaben – und nimmt den Menschen das Mitdenken ab.

Wenn Dinge auf Daten zugreifen
Damit dies möglich ist, müssen Dinge auf Daten zugreifen können. Das Internet und technische Endgeräte unterschiedlichster Art vernetzen lange nicht mehr nur den Menschen. Auch eine Vielzahl von technischen Akteure verbinden sich ganz gezielt mit dem Internet. Es hat sich ein Internet der Dinge entwickelt. Produkte unterschiedlichster Art rufen hier Daten aus dem Internet wie auch ganz persönliche Daten ab, um uns das Leben zu erleichtern. Der Kühlschrank, der unsere Konsumgewohnheiten in Bezug auf Lebensmittel speichert und abruft, kann uns den Einkauf abnehmen. Aber er erfährt immer auch etwas über unsere Lebensweise – und unter Umständen gibt er anderen Menschen oder Akteuren etwas davon preis. Dass der Laden um die Ecke die Nachbestellungen erhält, mag Ihnen bequem vorkommen. Aber wollen Sie deshalb auch, dass etwa die Krankenkasse über sämtliche Essensgewohnheiten im Bilde ist – oder ein großes Unternehmen Ihnen gezielt Werbung schickt?

Amazon arbeitet sich mit Alexa ins Internet der Dinge vor
Für das Unternehmen Amazon ist das Internet der Dinge längst kein Neuland mehr. Mit dem intelligenten Lautsprecher „Amazon Echo“ und dem Programm „Alexa“ hat es einen eigenen Akteur für dieses Gebiet entwickelt. Als eine Art technischer Butler nimmt der Lautsprecher im privaten Raum alle Fragen oder Bitten entgegen. Auf Abruf bestellt er auch gerne Ware aus dem Sortiment des Unternehmens. Aber auch darüber hinaus zeichnet der Lautsprecher die Geräuschkulisse im privaten Lebensraum auf. Auf Basis der Daten lassen sich Rückschlüsse auf Lebensweise, Vorlieben und Konsumgewohnheiten ziehen. Auf Probe kann das Unternehmen Kunden auf der Basis auch schon einmal Ware schicken, die diesen Kunden potentiell gefallen könnte. Das mag bequem sein und auch für die ein oder andere angenehme Überraschung sorgen. Zugleich werden die Zugriffsmöglichkeiten des Unternehmens aber bis in die privaten Räumlichkeiten der Kunden ausgebaut. Ob Sie diese Möglichkeit einräumen möchten, sollten Sie jeweils gut überlegen.

Datensicherheit wird ein wichtiges Thema
Wie manch andere Zukunftsvision bietet auch das Internet der Dinge nicht allein Vorteile. Sie mahnt uns zu einem gut informierten Umgang mit der Technik. Anstatt das Denken an die Dinge einfach abzugeben, sollten Sie sich jeweils über deren Möglichkeiten informieren und Sie dann gezielt für Ihre Zwecke unterstützen. Datenschutz wird mit dem Internet der Dinge ein immer wichtigeres Thema. Das wissen natürlich auch die Entwickler der Geräte mit künstlicher Intelligenz. Wenn Sie jeweils ein Auge auf die Möglichkeiten des Geräts haben, können Sie soviel von sich preisgeben, wie es notwendig erscheint. Wer private Daten schützen möchte, muss auf Komfort nicht verzichten. Technik sollte gerade in Zeiten des Internets der Dinge gezielt und bewusst genutzt werden.