Katzen gesund ernähren.

Vier Kätzchen bei fressen.
Vier Kätzchen bei fressen.

Darauf müssen Katzenhalter achten!

In den letzten Jahren kommt immer wieder die Diskussion auf, wie Katzen richtig zu ernähren sind, die im Haushalt mit und ohne Freigang leben. Naturverbundene Menschen preisen dabei das sogenannte BARFen an, während andere, Katzenfuttermittel aus dem Discounter als optimal bezeichnen. Die Wahrheit liegt, wie so oft, in der goldenen Mitte. So ernähren Sie Ihre Katze gesund.

BARF – Vor- und Nachteile des Futtermittels

Katzen sind natürliche Jäger. Was Sie als Katzenhalter als Spiel interpretieren, ist ein jahrtausendealter Instinkt, den Katzen in den Wohnräumen und auf dem freien Gelände ausleben. In freier Natur frisst die Katze vor allem Kleintiere wie Vögel und Mäuse. Wenn Sie Ihrem Schmuse-Tiger kein zu jagendes Lebendfutter anbieten möchten, können Sie von einem Hersteller BARF-Futter kaufen, welches natürlich rohe Bestandteile unterschiedlicher (Industrie-)Tiere beinhaltet.

BARF steht für “ Born Again Raw Feeders“ und lässt sich mit „wiedergeborener Rohfütterer/Rohfütterung“ übersetzen. Diese Fütterungsvariante ist hoch umstritten. Dabei wird nicht der natürliche Aspekt der Katze angezweifelt, sondern die Futterherstellung. Bei dem BARF handelt es sich um die Verarbeitung von industriell gezüchteten Futtertieren und niedrigen Bio-Standards. Obwohl das Rohfuttermittel der natürlichen Ernährung einer Katze entspricht, beinhalten die Produkte vor allem minderwertige Nebenerzeugnisse, die mit zahlreichen Medikamenten und Geschmacksverstärkern angereichert werden.

Damit ist der biologische Sinn der Katzenernährung hinfällig und kann bei Katzen zu gesundheitlichen Risiken führen, die von Herstellern gerne verschwiegen werden. Zudem werden Fleischsorten roh verfüttert, die in der Natur nicht auf dem Speiseplan einer Katze stehen. Sie werden kaum sehen, dass eine frei lebende Katze sich ein Schwein oder Schaf reißt, um ihren Hunger zu stillen. Besonders von Schweinefleisch ist aufgrund zahlreicher Krankheitserreger abzuraten. Wenn Sie bedenken, dass Schweine zu Lebzeiten viele Antibiotika erhalten, um präventiv vor Krankheiten zu schützen, hat das negative gesundheitliche Auswirkungen auf Ihre Katze.

Trockenfuttermittel aus dem Supermarkt

Leider sparen sehr viele Katzenhalter nicht an ihren persönlichen Konsumgütern, sondern am Katzenfutter. Wer der Werbung glaubt, der geht schlichtweg davon aus, dass das Futter gesund für eine Katze ist. Vollwertkost ist ein Begriff, bei dem zu wenig hinterfragt wird, denn die Aussage ist eindeutig: Das Futter allein muss ausreichen, weil alle Nährstoffe enthalten sind. Falsch! Trockenfutter wird mit sehr viel Getreide angereichert, der in vielen Trockenfuttermitteln gar der Hauptbestandteil ist. Die Fleischzugabe beschränkt sich meist zwischen 4% und 20% und ist damit definitiv zu gering. Zwar fressen Katzen Gras für eine gesunde Verdauung, aber das Maisfeld bleibt unberührt.

Das Fleisch besteht meist aus tierischen Nebenerzeugnissen wie Knochen, Tiermehl oder Innereien. Das sind zwar vitaminreiche Bestandteile, reichen für ein gesundes Katzenleben aber nicht aus. Kritischer ist die Zugabe von Zucker zu betrachten, die zu Mangelerscheinungen führt und die Zähne der Katze beschädigt.

Hochwertiges Nassfutter und Trockenfutter in Kombination

Trockenfutter ist für Katzen deshalb nicht zu verteufeln, aber es sollte ein hochwertiges Futtermittel mit vielen biologischen Bestandteilen sein. Nassfutter bestimmt noch immer die Hauptnahrungsquelle und wird durch ein gutes Trockenfutter ergänzt. Führende Katzenfuttermittel werden in Kanada hergestellt, die in jedem gut sortierten Fachhandel für Tiere erhältlich sind. Um Schleichwerbung zu vermeiden, dürfen Sie gerne selber einen Blick in den nächsten Tierladen werfen.

Zwischen zwei und drei Nassfutterportionen mit mindestens 85% Fleischanteil sind über den Tag verteilt angemessen. Die Futtermenge ergibt sich aus dem individuellen Bedarf einer Katze. Dazu stellen Sie eine kleine Tagesportion (ca. 50 Gramm) Trockenfutter bei, an dem sich Ihre Katzen bedienen können. Achten Sie stets auf einen frischen und sauberen Wassernapf, wobei ein Katzenbrunnen die bessere Wahl darstellt und der natürlichen Wasserzufuhr entspricht, sofern Ihre Katze nicht aus dem Teich oder einem Gartenbrunnen trinkt. Für eine gesunde Ernährung sind Katzen sehr dankbar.

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