Kein Handel mit Kryptowährung mehr in Thailand!

Künstlerische Darstellung eines zerbrochenen Bitcoin.
Künstlerische Darstellung eines zerbrochenen Bitcoin.

Bitcoin und Co. sind derzeitig weltweit in aller Munde und als Kryptowährungen auch enorm nachgefragt.

Immer mehr Länder auf der ganzen Welt akzeptieren die Bitcoins sowie auch die anderen Kryptowährungen als offizielles Zahlungsmittel, so dass die Nachfrage nochmals um ein Vielfaches anstieg. In Thailand jedoch gehen die Entscheidungsträger der wirtschaftlichen Entwicklung nunmehr einen völlig anderen Weg.

Ausdrückliches Verbot für Institute

Der Zentralvorstand in Thailand hat es Banken sowie auch anderweitigen Finanzinstitutionen vor Kurzem offiziell verboten, mit den sogenannten Krypto- bzw. Digitalwährungen wie Bitcoin oder auch Ethereum & Co. geschäftlich zu handeln. Dies bedeutet, dass die Institutionen weder in die Kryptowährungen investieren noch diese zum Verkauf anbieten dürfen. Der Chef der Notenbank, Veerathai Santiprabhob, hat dies mit einem offiziellen Rundschreiben an alle Banken sowie Finanzinstitute offiziell mitgeteilt. Das Verbot des Handels ist dabei ausnahmslos für alle Banken und Finanzinstitute anzusehen und umfasst nicht nur den Kauf und Verkauf, sondern vielmehr sämtliche Handelsaktivitäten.

Auch kein Umtausch erlaubt

Neben dem Verkauf und dem Kauf soll es den Banken zudem ausdrücklich verboten werden, die Kryptowährungen in heimische oder fremdländische Währungen umzutauschen oder diese Kryptowährungen auf anderweitigen Handelsplattformen zum Handel anzubieten. Dieses Verbot hat auch Auswirkungen auf Privatpersonen in Thailand, da künftig auch keine Bitcoins & Co. mehr mittels Kreditkartenzahlung mehr erworben werden dürfen. Überdies wird es den Banken sowie Finanzinstitutionen auch verboten, Kunden im Hinblick auf den Handel mit Bitcoins sowie weiteren Kryptowährungen beratend zur Seite zu stehen. In einfachen Worten ausgedrückt: Banken sowie Finanzinstitute dürfen gar nichts mehr mit Kryptowährungen zu tun haben.

Drastischer Kampf

Diese Maßnahme in Thailand stellt eine drastische Maßnahme dar, so dass natürlich die Frage nach dem Grund für dieses umfangreiche Verbot aufkommt. Die Zentralbank gibt als Begründung für diese Maßnahme die Sorge an, dass der Handel mit den Kryptowährungen sehr viel Potential für Betrug und technischer Probleme mit sich bringt. Die Kryptowährungen können problemlos zur Terrorismus-Unterstützung sowie zur möglichen Geldwäsche genutzt werden, was die Zentralbank natürlich nicht unterstützen möchte. Da die Kryptowährungen in sehr vielen asiatischen Ländern ein hohes Maß an Beliebtheit inne haben ist die Maßnahme in Thailand natürlich nicht spurlos an den anderen asiatischen Ländern vorbeigegangen. Insbesondere die staatlichen Stellen wie Zentralbanken bekommen immer häufiger die Auflage, entsprechende Maßnahmen gegen die Kryptowährungen zu treffen und sie im Vergleich zu anderen Währungseinheiten eher herunterzudrücken. Mit diesen Maßnahmen wird das Vertrauen der Nutzer in die Kryptowährungen torpediert, jedenfalls ist dies in gewissen Teilen des asiatischen Raums der Fall. Dies ist es auch, was der Großteil der Staaten im asiatischen Raum auch gern erreichen möchte, da sich Kryptowährungen bislang jeglicher staatlichen Kontrolle vollständig entzogen.

Das Misstrauen gegenüber Bitcoins & Co. wächst im asiatischen Raum stetig an, da auch Länder wie China bereits offen und rigoros gegen die Kryptowährungen vorgegangen ist. Japan hingegen zeigt sich im Hinblick auf die Bitcoins & Co. relativ zurückhaltend und wählen vielmehr den Ansatz, dass der Handel irgendwie reguliert werden muss. Dieser Ansatz gestaltet sich jedoch als relativ schwierig, da der Handel mit den Kryptowährungen weltweit über das Internet abgehandelt wird und zahlreiche Nutzer auf Anonymität großen Wert legen. Zwar ist in der Blockchain kein Nutzer wirklich anonym, doch geben sich viele Nutzer gern der Illusion hin. Es ist daher nicht davon auszugehen, dass die Maßnahmen von Thailand oder auch China irgendwelche grundlegenden Veränderungen im Kurs der Kryptowährungen mit sich bringen oder gar an der ungebrochenen Nachfrage etwas ändern werden. Während in europäischen Ländern noch immer einschlägig darüber beraten wird, wie mit den Kryptowährungen umgegangen werden soll, sind die asiatischen Staaten hier schon einen Schritt weiter. Vielleicht wird sich die Problematik für die europäischen Staaten irgendwann von selbst regulieren, wenn der Kurs der Kryptowährungen durch die asiatischen Maßnahmen in den Keller sinkt.