Keine Macht dem Fußpilz!

Fußpilz Dermatologische Untersuchung.
Fußpilz Dermatologische Untersuchung.

Warum ist der Fußpilz so verbreitet?

Fußpilz ist kein angenehmes Thema, da diese Hauterkrankung mit Symptomen einhergeht, welche von der Gesellschaft nicht selten als peinlich empfunden werden. Diese Assoziation ist allerdings falsch, denn im Laufe eines Lebens erkranken sehr viele Menschen mindestens einmal an Fußpilz. Umso wichtiger ist es, über diese Krankheit Bescheid zu wissen. Alles zum Thema erfahren Sie hier.

Woher kommt der Fußpilz?

Die chronisch verlaufende Pilzinfektion breitet sich nicht nur in den Bereichen zwischen den Zehen, sondern auch auf der Fußsohle und manchmal sogar auf dem Fußrücken aus. Rund ein Drittel dieser Erkrankungen werden durch einen sogenannten Fadenpilz ausgelöst. Dieser befällt nicht nur die Füße, sondern kann auch andere Körperregionen angreifen. Seltener sind Hefepilze oder Sprosspilze die Verursacher von Fußpilz. Diese Pilzarten verfügen über spezielle Mechanismen, welche ihnen das Eindringen in die menschliche Haut ermöglichen. Hierzu wird der natürliche Säureschutzmantel massiv geschädigt, um die Hautbarriere zu schwächen. Anschließend setzen sich die Pilze an die freigelegten Hautzellen, um das Abwehrsystem des Körpers zu überwinden. Wenn das menschliche Immunsystem nicht vollkommen ausgeglichen ist – zum Beispiel im Falle einer Erkältung oder bei einer chronischen Erkrankung – überwinden die Sporen die Hautbarriere. Wenn sich die Pilze dann vermehren, äußern sich die ersten Symptome des Fußpilzes.

So stecken sich Menschen mit Fußpilz an

An allen Orten, an welchen besonders viele Menschen barfuß unterwegs sind, besteht ein erhöhtes Risiko. Dazu gehören zum Beispiel Schwimmbäder, Saunen, Umkleidekabinen aber auch Teppichböden in Hotels. Allerdings erkrankt man durch den bloßen Hautkontakt noch nicht an Fußpilz. Erst wenn der Pilz es schafft, das natürliche Barrieresystem des Körpers zu überwinden, erkranken Menschen. Ein weiterer Risikofaktor ist ein für Pilze passendes Klima. Dieses stellen wir vor allem dann zur Verfügung, wenn die Füße über einen längeren Zeitraum feucht bleiben. Socken aus synthetischen Materialien können die Schweißbildung ebenso fördern wie nicht-atmungsaktive Schuhe. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Füße immer ausreichend belüftet werden. Ein feuchtwarmes Klima regt die Pilze zum Wachstum an und die Gefahr der Ausbreitung steigt. Zudem sollten die Räume zwischen den Zehen immer gut abgetrocknet werden, bevor die Füße in den Socken und dem Schuhwerk verbracht werden.

Symptome eindeutig erkennbar

Die von einem Fußpilz verursachten Beschwerden lassen sich recht einfach erkennen und zuordnen. Rote und schuppende Haut in den Zehenzwischenräumen sind ein eindeutiges Indiz. Wenn die Krankheit länger anhält, kann der Rand der betroffenen Stellen zudem dunkler werden. Pusteln oder weiße Bläschen sind zu diesem Zeitpunkt mit bloßem Augen erkennbar. Die Erhebungen jucken in der Regel und geben infolge des Kratzens eine durchsichtige Flüssigkeit ab. Wenn Fußpilz nicht behandelt wird, breitet er sich weiter aus. Die schuppigen Stellen wachsen und verbreiten sich bald über den ganzen Fuß. Wenn die Wunden festen Schorf bilden, fällt dieser früher oder später ab. Darunter kommt stark gerötetes Gewebe zum Vorschein, welches bei Berührung ein brennendes Gefühl auslöst.

Wie Fußpilz effektiv therapiert wird

Wenn der Fußpilz noch nicht lange besteht, genügt eine rein äußerliche Behandlung in der Regel. Ist die Erkrankung allerdings bereits weiter fortgeschritten, müssen Präparate eingenommen werden, welche den Pilz auch von innen heraus bekämpfen. Das ist dann der Fall, wenn die betroffenen Hautstellen großflächig sind oder die Stellen starke Schmerzen bzw. Juckreiz verursachen. Sofern Medikamente eingenommen werden, sollten sich Betroffene strikt an die Angaben des Arztes halten. In der Regel dauert die Behandlung nicht länger als zwei bis vier Wochen, in welchen eine deutliche Verbesserung erkennbar sein sollte. Eingesetzt werden sogenannte Antimykotika. Diese enthalten einen Wirkstoff, der das Wachstum der Pilze hemmt. Antimykotika helfen sowohl äußerlich als auch innerlich – welche Methode zum Stadium der akuten Erkrankung am besten passt, sollte immer ein Allgemeinmediziner oder Dermatologe entscheiden.