Kreditkarte – warum Kunden mit ihren Daten sorgfältiger umgehen müssen!

Kreditkarten in der Hosentasche.
Kreditkarten in der Hosentasche.

Kreditkarten sind eines der beliebtesten Zahlungsmittel.

Doch Kreditkartenbetrüger haben auch dann Zugriff auf die Daten, wenn die Kreditkarte in Ihren Händen ist. Die Übertragung der Kreditkartennummer ist mit Vorsicht zu genießen und sollte nicht bei jedem Einkauf genutzt werden. Ein Betrag, der zu viel abgebucht wurde, lässt sich wieder zurückbuchen. Aber warum kommt es immer wieder zu ungewollten und unberechtigten Gutschriften?

Kreditkartennummern sind bares Geld wert
Kaufen Sie etwas im Internet ein, wie zum Beispiel ein eBook oder laden sich Lieder in einer Musik-App herunter, wird immer die Kreditkartennummer abgefragt. Nicht alle Anbieter bieten weitere Zahlungsmöglichkeiten wie PayPal oder Bankeinzug an. Mit diesem Vorgang erteilen Sie dem Verkäufer wichtige und sensible Daten, die dieser zum Abschluss des Kaufvorgangs benötigt. Schließlich ist es bequem seine Bestellungen vom PC, Tablet oder Smartphone aus zu tätigen, denn der Kaufvorgang kann rund um die Uhr abgeschlossen werden. Sicherlich planen Sie auch schon Ihren Sommerurlaub und zahlen die Hotelkosten mit der Kreditkarte. Wer den Rechnungsbetrag sofort ausgleicht, spart, und darin liegt der gewollte Anreiz zahlreicher Anbieter.

Bei einer Hotelbuchung geben Sie nicht nur die Kreditkartennummer, das Gültigkeitsdatum und den Sicherheitscode, der sich auf der Kreditkartenrückseite befindet an, sondern liefern zudem Name und Anschrift. Mit diesem Datensatz können Hotelangestellte einen finanziellen Schaden verursachen. Dabei werden diese Daten nicht von den Angestellten selbst genutzt, sondern an externe „Partner“ verkauft. Bis zum Abschluss Ihres Aufenthalts werden keine auffälligen Buchungen getätigt, da sich der Vorgang schnell nachvollziehen lässt. Die Kreditkartenbetrüger haben Zeit und warten einige Wochen ab, bis merkwürdige Kreditkartenbewegungen ersichtlich werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie eine Kreditkarte mit Kreditrahmen oder eine Debit-Kreditkarte verwenden.

Um zu prüfen, ob Ihre Kreditkarte belastbar ist, wird nicht gleich Geld abgebucht. Stattdessen erhalten Sie eine Gutschrift, meistens in der Nacht, die kurz vor der Öffnung der Bank wieder abgebucht wird. Damit testen Kreditkartenbetrüger den Datensatz und die Rückbuchung wird mit einer „fehlerhaften Gutschrift“ begründet. Einige Zeit später erfolgt dann ein Zahlungsversuch für eine Bestellung durch Kreditkartenbetrüger unter einer falschen Anschrift als Lieferadresse.

Schutz vor Kreditkartenbetrug
Damit Sie solchen Vorgängen nicht schutzlos ausgeliefert sind, gibt es einen Sicherheitscode, der zu ihrer Mobilfunknummer gesendet wird. Dafür müssen Sie diese Rufnummer mit Ihrer Kreditkarte verknüpfen. Der Vorgang wird bei Ihrer Hausbank abgeschlossen. Bei jedem Bezahlvorgang mit der Kreditkarte wird dieser Sicherheitscode in einem neuen Tab abgefragt, der selbstverständlich für jeden Zahlungsvorgang einmalig gültig ist. So wird verhindert, dass das Kreditkartenlimit nicht mit einer einfachen Angabe der Daten ausgeschöpft wird.

Ein effektiver Schutz vor einem Kreditkartenbetrug ist eine Prepaid-Kreditkarte. Diese sollten Sie nur zum Online-Shopping verwenden, wenn Sie sich Medienprodukte herunterladen oder einen Urlaub buchen. Laden Sie diese Prepaid-Kreditkarte nur mit dem zu zahlenden Betrag auf. Einige Banken bieten zudem die Erstellung einer virtuellen Kreditkarte an. Die Gültigkeit der virtuellen Kreditkarte reicht von einem Tag bis zu zwölf Monaten. Anschließend verfällt diese virtuelle Kreditkarte und Abbuchungen sind extern nicht mehr möglich.

Giftcard statt Kreditkarte
Die App-Stores bieten die Alternative von Giftcards zum Rechnungsausgleich an. Der Vorteil: Sie müssen keinen persönlichen Datensatz hinterlegen und der verfügbare finanzielle Rahmen ist limitiert. Wenn Sie etwas in einem Store bezahlen, greift das System auf das vorhandene Guthaben der Giftcard zurück. Nur bei einem weiteren ausstehenden Betrag werden Sie nach einem weiteren Zahlungsmittel gefragt.

Besonders für Kinder und junge Erwachsenen, die den Umgang mit einer Kreditkarte noch erlernen müssen, sind Giftcards ein sicheres Zahlungsmittel. Das Risiko einer Verschuldung ist nicht gegeben und Daten Ihrer Kinder unterliegen einem besonderen Schutz.

Erkundigen Sie sich gleich nach einer alternativen Zahlungsmethode und achten darauf, wem Sie die Nummer Ihrer Kreditkarte übermitteln.