Künstliche Intelligenz – Augmented Reality.

Bild von einem einfachen Mikroskop. Das Mikroskop von Google kann mehr!
Bild von einem einfachen Mikroskop. Das Mikroskop von Google kann mehr!

Augmented Reality-Mikroskop von Google erkennt Krebszellen eigenständig

Google stellte wieder einmal eine neue technische Wunderwaffe vor. Mit dem Augmented Reality Microskope (ARM) sollen Fehldiagnosen in der Krebserkennung in Zukunft vermieden werden. Zudem soll Krebs nun bereits im Frühstadium erkannt werden können.

Neues aus der Krebsforschung
Die Künstliche Intelligenz nimmt mittlerweile bereits in vielen Bereichen einen wichtigen, wenn auch kaum allgemein bekannten Stellenwert ein. Kein Wunder, denn schließlich haben Systeme die mit künstlicher Intelligent arbeiten eine große Stärke, nämlich die eigenständige Mustererkennung. Nun nutzt Google erstmals KI-Systeme in Kombination mit Augmented Reality für medizinische Zwecke. Es sollen sich damit Krebszellen leichter identifizieren lassen, wodurch zukünftig Krebs bereits im Frühstadium erkannt werden kann. Auch mögliche Fehldiagnosen können nahezu vollständig ausgeschlossen werden.

Fortschritte in der Krebserkennung dank künstlicher Intelligenz
Auf dem diesjährigen Treffen der AACR (American Association for Cancer Reserach) in Philadelphia (U.S.A.) präsentierte Google einen Prototyp von seinem Augmented Reality Mikroskop (ARM). Das technische Wunderwerk nutzt künstliche Intelligenz zur Mustererkennung. Darüber hinaus ist es zur zusätzlichen Visualisierung mit einer Augmented Reality Funktion ausgestattet.

Eine hochauflösende Kamera nimmt bei dem Vorgang Bilder von den entnommenen Gewebeproben unter dem Mikroskop auf. Anschließend werden diese von der künstlichen Intelligenz mit zehn Bildern pro Sekunde in Echtzeit ausgewertet. Mithilfe der Augmented Reality – Technologie werden dann die Umrisse von verdächtigen Zellgebieten optisch hervorgehoben, sodass sie klar und deutlich erkennbar sind.

ARM von Google bietet interaktive Hilfen zur Krebserkennung
Neben der Markierung von Konturen der verdächtigen Stellen können zudem noch weitere optische Hinweise über das Bild gelegt werden, wie beispielsweise Texte, Pfeile. Animationen oder sogenannte Heatmaps. Der Pathologe kann damit sofort potenzielle Krebszellen erkennen und sichtbar machen, um sie näher zu untersuchen.

Selbst wenn der Objektträger bewegt wird, funktioniert die Erkennung sowie Markierung problemlos – dank der Augmented Reality Funktion des Google Mikroskops. In solchen Fällen bewegen sich die Markierungen einfach entsprechend mit. Wie die Entwickler des neuartigen Gerätes betonen, ist die Gefahr, Krebszellen durch überdeckendes Gewebe zu übersehen, deutlich geringer.

Das vorgestellte Augmented Reality Mikroskop ist derzeit darauf trainiert, Prostata-Krebszellen und Brustkrebs – Metastasen innerhalb von Lymphknoten-proben zu erkennen. Laut den Aussagen der Erfinder ist die Krebserkennung aber keinesfalls nur darauf beschränkt, diese Krebsarten genau erkennen zu können, denn die künstliche Intelligenz könne trainiert werden. Somit eignet sich das System neue Fähigkeiten an und ist anschließend in der Lage auch andere Krebszellen und Krebsarten zu identifizieren.