Marken beeinflussen viele Kinder.

Kinder lernen bereits die Marken, die sie später kaufen werden.
Kinder lernen bereits die Marken, die sie später kaufen werden.

Ob Markenware für den Kaufladen oder Fernsehwerbung mit Spielzeug zwischen Kinderfilmen.

Das Marketing vieler Marken zielt darauf ab, auch die ganz Kleinen in seinen Bann zu ziehen. Kinder werden permanent auf Marken getrimmt und daran sind die Eltern sogar maßgeblich beteiligt. Viele der Sprösslinge möchten die Erwachsenen nämlich schlicht und ergreifend nachahmen.

Markenhersteller produzieren Produkte in Mini-Format
Viele Firmen stellen einige Produkte, welche sie regulär verkaufen, auch im Kleinformat her. Dabei kann es sich um Motorsägen oder andere Werkzeuge im Kleinformat handeln oder aber um Markenprodukte wie Lebensmittel oder Waschmittel, welche ein Teil der Puppenküche sind. Bereits im Zweiten Weltkrieg kam ein Hersteller von Besen auf die Idee, seine Produkte auch als Spielzeuge herzustellen. Der Besenhersteller hatte damit Erfolg. Die Modelle verkauften sich damals gut. Allerdings war zu dieser Zeit der Preiskampf im Segment der Spielwaren weniger hart als heute.

Rekordumsätze beim Handel von Spielwaren
Beim Erfolg der Marken in der Spielzeugbranche hat sich bis heute nichts geändert. Ganze 3,1 Milliarden Euro hat der Sektor Spielwaren alleine im Jahr 2016 umgesetzt – ein absoluter Rekord. Auch in den Folgejahren hofft die Branche auf weiteren Zuwachs und dieser Wunsch ist gar nicht abwegig.

China als großer Konkurrent
Vor allem deutsche Produzenten hatten von jeher ein großes Problem: Billigware aus China. Die Konkurrenz aus dem Ausland war groß, da die chinesischen Produzenten täuschend ähnliche Waren herstellten, welche zu einem Bruchteil produziert und erworben werden konnten. Die Produzenten mussten sich überlegen, wie sie sich effektiv von dem Markt aus China absetzen können. Sehr schnell entstand die Idee mit dem Logo auch auf Markenspielzeug.

Ein Spielzeugbohrer kann jeder Produzent aus dem Ausland herstellen. Marken wie Bosch, Miele oder Braun kann er allerdings nicht ohne Weiteres auf seine Produkte drucken. Wer diese Namen verwenden möchte, braucht nämlich eine Lizenz und die liegt beim Markeninhaber selbst. Die deutschen Hersteller haben sich in relativ kurzer Zeit erfolgreich vom Markt abgesetzt. Eltern und Kinder legen gleichermaßen Wert darauf, dass die großen Marken auch auf Kinderspielzeuge gedruckt werden.

Hersteller von Spielwaren und Unternehmen unterstützen sich gegenseitig
Die Spielwarenhersteller und die Unternehmen, welche ihren Markennamen zur Verfügung stellen, unterstützen sich gegenseitig. Beide Parteien verschaffen sich zusätzliche Aufmerksamkeit und somit sehr effiziente Werbung. Das Geschäft mit den Lizenzen von großen Marken hat den Markt für Spielwaren in den letzten Jahren sehr stark geprägt. Besonders Film-Produzenten und Comic-Produzenten wie zum Beispiel Disney und Time Warner arbeiten immer häufiger mit Herstellern von Spielzeug zusammen. Das Geschäft mit Merchandising hat sich zu einem riesengroßen Markt entwickelt. Ein neuer Film oder ein neues Comic erzeugt mehr Aufmerksamkeit für eine passende Spielzeugfigur und das Spielzeug macht wiederum auf den Film aufmerksam. Es handelt sich also um eine Win-win-Situation – alle Beteiligten profitieren.

Kinder werden von ihren Eltern geprägt
Kinder richten sich stark danach, was ihre erwachsenen Bezugspersonen tun. Wenn sie beispielsweise mitbekommen, dass ein Elternteil beim Einkaufen nach Produkten bzw. Lebensmitteln einer bestimmten Marke greifen, so wünschen sie sich auch eher ein Spielzeug dieser Marke.

Das beste Beispiel für diesen Effekt ist das Zubehör für sogenannte Kaufmannsläden, in welchen Kinder das Kaufen und Verkaufen von Lebensmittel nachspielen können. Fast alle großen Lebensmittelmarken sind in diesem Bereich vertreten. Dazu gehören beispielsweise Prinzenrolle, Kinder-Schokolade, Duplo, Landliebe und noch viele mehr. Wenn die Miniaturen genauso aussehen wie die Produkte im Supermarkt, fühlen sich die Kleinen automatisch dazu hingezogen. Die Marken und deren Produkte sind ihnen vertraut.

Experten gehen davon aus, dass Kinder bereits im Alter von drei Jahren Marken voneinander unterscheiden können. Aus diesem Grund lassen sich Kinder bereits sehr früh auf bestimmte Marken konditionieren und sind damit eine sehr wichtig Zielgruppe für große Unternehmen.