Massenpsychologie durch Massenmedien!

Bild als Interpretation von Massenpsychologie.
Bild als Interpretation von Massenpsychologie.

Ein Großteil der Menschen orientiert sich an den Massenmedien.

Wie man heute weiß, liegt es in der menschlichen Natur, dass sich die meisten gar nicht, oder nur ungern mit Gefahren und Bedrohungen auseinandersetzen. Eine Untersuchung ergab sogar, dass sich die Menschen in der Mehrzahl strikt weigern, negative Fakten zur Kenntnis zu nehmen.

Die meisten Menschen sind geborene Optimisten

Einer Studie des University College London zufolge sind 80 Prozent der Menschen Optimisten, die jede negative Meldung ausblenden. Das gilt selbst dann, wenn sie sich selbst gar nicht so bezeichnen. Nach dieser Untersuchung sei das Gehirn sehr gut darin, positive Nachrichten über die Zukunft zu verarbeiten. Jedoch werden bei den Optimisten negative Fakten einfach ausgeblendet, auch wenn die Menschen direkt damit konfrontiert würden.

Oft ist es einfach bequemer, alle negativen Dinge zu ignorieren, als sich ernsthaft Gedanken und Sorge zu machen. Doch wirklich abwenden lässt sich eine Bedrohung nur, wenn man sie auch zur Kenntnis nimmt und sich mit ihr beschäftigt. Da dies jedoch die Masse der Menschen nicht macht, verwundert es nicht, dass sich die Geschichte immer wiederholt. Wirklich gelernt hat die Menschheit als Ganzes aus der Geschichte nicht.

Ein Großteil der Menschen orientiert sich an den Massenmedien

Ein weiterer Stolperstein für die Krisen-Aufklärung ist, dass sich die meisten Menschen an der Mehrheitsmeinung und hier vor allem an der von den Massenmedien verbreiteten orientieren, und damit nur noch eingeschränkt selbständig denken können.

Heute wird fälschlicherweise davon ausgegangen, dass die meisten Menschen selbständig denkende Individuen wären, die ganz rational, ohne Einfluss von außen, handeln und denken. Doch dieses Bild wird der Realität nicht gerecht. Umgekehrt hängt der Großteil der Menschen einer Massenmeinung an, ohne diese kritisch hinterfragt zu haben.

Es kann sehr gefährlich sein, der Massenmeinung zu folgen. Die meisten Menschen gehen irrtümlich davon aus, dass das, was alle glauben und was die Medien berichten automatisch damit richtig sein muss. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Gerade in wichtigen Fragen liegt die Masse oftmals grundfalsch und die Medien verstärken diese Massenmeinung noch weiter. Doch diese Erkenntnisse sind keineswegs neu. Schon im 19. Jahrhundert wurde dies festgestellt.

Le Bon Massenpsychologie

Der Begründer der Massenpsychologie, der französische Arzt Gustave Le Bon, untersuchte bereits vor über einhundert Jahren das Wesen des Menschen und den Zerfall einer Gesellschaft. Bei ihm ist der Grund dafür zu finden, dass die Menschen alle Modeerscheinungen kritiklos mitmachen und sich jedes Unrecht in unserem System gefallen lassen. Besonders den Drang des Menschen, sich einer Masse unterzuordnen, um damit seine eigene Unzulänglichkeit zu überdecken, erregte sein Interesse.

Nach Le Bon kann der Mensch in der Masse nicht mehr rational Denken und wird dabei nur noch durch Gefühle gelenkt. Dieser Effekt ist nach Le Bon übrigens nicht von der Intelligenz des Individuums abhängig. Das Wesen des Menschen hat sich im Verlauf der Geschichte nicht verändert. Die Masse ist dabei keine Entscheidungen zu treffen und unterwirft sich dem Befehlshaber. Massenmenschen können leicht von mächtigen Personen beeinflusst werden.

Die Manipulation durch die Medien

Besonders die Medien haben es in der Hand, die Massenmenschen zu lenken, da nach Le Bon bevorzugt die unbewiesene Behauptung geglaubt wird. Wird diese Behauptung zudem häufig wiederholt, so wird sie fester Lebensbestandteil der Massenseele. Der Manipulation durch die Medien ist, psychologisch gesehen, daher Tür und Tor geöffnet. Um die Meinungsbildung eines ganzen Volkes zu beeinflussen, ist lediglich eine entsprechend große Medien-Macht erforderlich.

Die Manipulation beruht zum wesentlichen Teil auf der ständigen Wiederholung von Botschaften, die die Bevölkerung prägen sollen. Die Nachrichten werden schneller von der Masse angenommen, sofern sie von logisch, rationellen Inhalten frei sind. Le Bon meinte, dass die geschickten Manipulatoren sich so ausdrücken müssen, dass nur die Emotionen angeregt werden. In der Masse breiten sich diese Gefühle sehr stark aus. Deshalb können die beteiligten Menschen nur noch in eine Richtung überhaupt denken. In dieser Phase lässt sich die Menge durch geschickte Führer in jede gewollte Richtung lenken.

Nur selten waren die Menschen so sehr massenpsychologisch beeinflusst wie gerade heute. Doch gerade weil auch die heutige Entwicklung festgelegten Mustern folgt, kann der weitere Verlauf zwar nicht im Detail, aber in Grundzügen gut prognostiziert werden. Das hilft denen, die vernünftig denken und Bedrohungen ernst nehmen, sich darauf vorzubereiten.