Medizin der Natur, echte Heilkräfte!

Kamillenblüten Tee
Kamillenblüten Tee

Pflanzliche Medizin: Die Heilkräfte der Natur!

Der Trend geht immer mehr zur Natürlichkeit – und auch bei manchen Krankheiten muss man nicht direkt zur Chemiekeule greifen, sondern kann sich der Heilkräfte der Natur bedienen. Schon seit Jahrhunderten verwenden die Menschen verschiedene Pflanzen als Medizin und die Heilkräfte vieler Pflanzen sind mittlerweile auch wissenschaftlich bestätigt. Nicht umsonst basieren zahlreiche Medikamente in der Schulmedizin auf Pflanzen und natürlichen Substanzen. Von den in Deutschland zugelassenen 93.000 Medikamenten basieren 1508 auf Phytopharmaka – sie gelten als rein pflanzlicher Herkunft.

Anwendungsgebiete
Die Anwendung von Heilpflanzen bei Krankheiten ist nach wie vor nicht unumstritten – doch die heilsame Wirkung mancher Pflanzen ist wissenschaftlich bewiesen. Wer also unter leichten oder chronischen Erkrankungen (Magen-Darm-Beschwerden, Erkältungen) leidet, kann ruhig zu pflanzlichen Medikamenten greifen. Auch wenn Nebenwirkungen ausgeschlossen werden müssen (z.B. bei Kindern oder Schwangeren), eignen sich pflanzliche Medikamente. Ihr Anwendungsgebiet ist dabei meist breit gefächert und nicht nur auf einen Inhaltsstoff beschränkt. Um ein Allround-Heilmittel handelt es sich aber bei pflanzlichen Medikamenten nicht.

Darreichungsform
Die Heilkräfte pflanzlicher Medikamente entfalten sich in verschiedenen Darreichungsformen. Früher wurden Arzneipflanzen überwiegend als Tees, Tropfen oder Badezusätze verwendet, heute findet man pflanzliche Medizin aber auch in Form von Tabletten, Kapseln, Dragees, Sprays und Zäpfchen. Zwar hat pflanzliche Medizin weniger Nebenwirkungen, je nach Wirkstoff gilt es aber eine Überdosis zu vermeiden, da die Medizin sonst toxisch wirken kann (z.B. Fingerhut: findet man in Herzmedikamenten, bei Überdosierung ist Fingerhut aber giftig).

Klassische Heilpflanzen
In der Medizin gibt es zahlreiche klassische Heilpflanzen, die sich bewährt haben. Dazu gehören unter anderem Arnika, Brennnessel, Kamille, Ringelblume und Rosskastanie. Arnika ist entzündungshemmend und schmerzstillend und wird deswegen bei Prellungen, Quetschungen oder Verstauchungen in Form von Umschlägen mit einer Tinktur oder als Salbe verwendet.
Wegen seiner stoffwechselanregenden und harntreibenden Wirkung wird Brennnessel als Heilmittel bei Blasenproblemen angewandt. Kamille hingegen ist ein Allround-Mittel.
Ob als Kamillentee bei Magenbeschwerden oder bei der äußeren Anwendung, Kamille kann vieles. Sie ist entzündungshemmend, krampflösend und wundheilend. Man kann Kamille als Salbe bei schlecht heilenden Wunden einsetzen oder auch als Dampfbad zum Inhalieren bei Nasen-Schleimhaut-Beschwerden.
Die Ringelblume ist für alle Bereiche der äußeren Anwendung geeignet. Sie fördert die Heilungsprozesse der Haut und wirkt antibakteriell. Wer also unter schlecht heilenden Wunden, Entzündungen, Zerrungen oder Quetschungen leidet, kann zur Ringelblumensalbe greifen.
Wer unter schweren Beinen leidet, kennt sie: die Rosskastanie. Sie wird in Form von Tropfen, Tabletten, Salben oder Gelen zur Behandlung von Venenerkrankungen verwendet.

Weitere klassische Heilpflanzen:
– Aloe Vera
– Lavendel
– Baldrian
– Johanniskraut
– Artischocke
– Knoblauch

Wer zu natürlichen, pflanzlichen Heilmitteln greift, muss Geduld beweisen. Damit die pflanzlichen Inhaltsstoffe ihre Heilkräfte entfalten, braucht man Zeit. Wer sich allerdings auf die Heilkräfte pflanzlicher Medikamente einlässt, wird belohnt werden – sie wird Linderung bringen und dabei den Körper weniger belasten, als mit rein chemischen Medikamenten.