Natürliches Gehirn-Doping über die Ernährung.

Eine Studentin an ihrem Laptop.
Eine Studentin an ihrem Laptop.

Doping für das Gehirn über die Ernährung.

Wenn in Schulen und Universitäten die ersten Prüfungen anstehen, geht ein Ruck durch den Markt für Nahrungsergänzungsmittel, die ein echtes Gehirn-Doping versprechen. Viele Studenten werfen sich Tabletten ein, die angeblich keine Nebenwirkungen haben und dafür sorgen sollen, dass die Konzentrations- und Lernfähigkeit stark erhöht wird. Da viele diese Mittelchen in keiner Weise erforscht sind, besteht ein gesundheitliches Risiko. Dabei kann Gehirn-Doping so viel einfacher und gesünder stattfinden – nämlich einfach über eine ausgewogene, gesunde Ernährung.

Die optimale Ernährung für das Gehirn-Doping
Das Gehirn ist zwar mit 2 % des gesamten Körpergewichts ein relativ kleines Organ, doch ist es ein echter Energiefresser. Rund 20 % der täglich über die Nahrung aufgenommenen Energie wird vom Gehirn verbraucht. Deshalb ist es extrem wichtig, wann, wie und was der Mensch isst und trinkt. Natürlich lässt sich der IQ damit nicht steigern, doch eine ausgewogene Ernährung lässt zumindest die kurzfristige Merkfähigkeit besser werden und bremst den altersbedingten Abbau der Gehirnleistung aus. So haben Studien bewiesen, dass ein Mensch nach einem gut zusammengestellten Frühstück sich besser konzentrieren kann, als einer der nicht frühstückt.

Gehirn-Doping Frühstück – so sollte es aussehen
Das Frühstück sollte genügend Eiweiß enthalten, um die notwendige Energie für das Gehirn zu liefern. Zudem sollte der Blutzuckerspiegel durch die Mahlzeit nicht in die Höhe schnellen. Als morgendliches Gehirn-Doping eignet sich beispielsweise ein Bircher-Müsli mit wenig Zucker, frischen Früchten, Haferflocke und einem Milchprodukt wie Joghurt besonders gut. Der Stoffwechsel wird angeregt, die Nährstoffe effizient verarbeitet und vermehrt Dopamin ausgeschüttet. Und Dopamin ist der Stoff aus dem die Träume von mehr Konzentrationsfähigkeit gemacht sind.

Mittagssnacks kurbeln das Kurzzeitgedächtnis an
Die grauen Zellen wollen natürlich auch über den Tag verteilt mit Energie versorgt werden. Ein gut ausgewähltes Mittagsessen ist allerdings die bessere Alternative zum schnell herunter geschlungenen Schokoriegel oder Fast Food. Der Mittagssnack sollte jedoch leicht verdaulich sein und den Blutzuckerspiegel nicht belasten, damit er lange sättigt. Nur so wird die geistige Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit gewährleistet. Fettige, kohlenhydratreiche Ernährung belastet den Magen, wodurch der Mensch eher müde als leistungsfähig wird. Besser geeignet sind Salate, Gemüseteller mit Ei oder ein wenig Fleisch oder Fisch. Da das Nervensystem Omega-3-Fettsäuren benötigt, um altersbedingte Schädigungen aufzufangen, ist Fisch immer eine gute Wahl. Für die Verbesserung des Kurzzeitgedächtnisses ist Acetylcholin zuständig, welches im Ei enthalten ist. Und die Nährstoffe in Fleisch sorgen für eine bessere Gehirndurchblutung. Allerdings können einzelne Lebensmittel das Gehirn nicht zu Höchstleistungen animieren. Nur eine kontinuierlich ausgewogene Ernährung bringt auf Dauer den Erfolg beim Gehirn-Doping.