OECD bescheinigt Zuwanderern gute Integration.

Symbolbild für die Integration von Migranten.
Symbolbild für die Integration von Migranten.

Der deutsche Arbeitsmarkt profitiert von der Zuwanderung.

Ein neuer Bericht der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat die Auswirkungen der Zuwanderung auf den deutschen Arbeitsmarkt untersucht. Mit dem Bericht weist die OECD auf die außerordentliche Stabilität des Arbeitsmarktes der Bundesrepublik hin. Die gesteigerte Zuwanderung der letzten Jahre hat der Wirtschaftskraft nicht geschadet. Das Gegenteil ist der Fall: Es hat diese noch gesteigert.

Zuwanderer integrieren sich gut in den Arbeitsmarkt
Die Ergebnisse des kürzlich in Paris vorgestellten Migrationsberichts wurden mit Spannung erwartet. Der größte Teil der Zuwanderer besteht dabei aus Arbeitsmigranten. Nur ein geringerer Teil der Zuwanderer besteht aus Flüchtlingen. Nachdem im Jahr 2016 eine große Anzahl an Flüchtlingen nach Deutschland kam, geht diese Zahl gegenwärtig wieder zurück. Die hohe Aufnahme von Flüchtlingen hat sich auf den deutschen Arbeitsmarkt kaum ausgewirkt. Wie aus dem Bericht hervorgeht, ist dieser bis heute stabil. Das hat auch damit zu tun, dass sich die Zuwanderer gut in den Arbeitsmarkt integriert haben. Die Experten der Wirtschaftsorganisation haben die Entwicklungen in diesem Bereich genau unter die Lupe genommen. Sie haben sich ein breites Bild über die Qualifikation und Arbeitstätigkeit der Zuwanderer verschafft. Das Ergebnis ist ein umfassender Bericht. Aber was lässt sich aus den Analysen dieses Berichts ableiten?

Vor allem qualifizierte Arbeitskräfte wandern zu
Dass die Integration so gut gelingt, hat mit verschiedenen Faktoren zu tun. Vor allem die gute Qualifikation der Zuwanderer spielt dabei eine Rolle. Dies gilt übrigens im Fall der Arbeitsmigration wie auch bei der Flucht. Vor allem Menschen mit einem guten Einkommen und hoher Qualifikation haben gute Bedingungen bei der Zuwanderung. Ihre Qualifikation wird von ganz unterschiedlichen Branchen genutzt. In der Computerbranche und in technischen Bereichen greift man gerne auf die Arbeitskräfte aus dem Ausland zurück. Mit ihrer Hilfe konnten viele deutsche Unternehmen zuletzt ihren Umsatz steigern. Aber auch das Handwerk und mittelständische Betriebe profitieren von der Zuwanderung. Die Zuwanderer übernehmen hier viele Arbeiten, für die sich in der deutschen Bevölkerung zu wenig neue Arbeitskräfte finden.

Niedrig qualifizierte Arbeitskräfte könnten Konkurrenz bekommen
Der wirtschaftliche Umsatz im Land steigt. Daran hat die gute Integration der Zuwanderer ihren Anteil. Sie nehmen Qualifikationsangebote wahr und eignen sich die deutsche Sprache an. Mit einem großen Engagement gliedern sich die Zuwanderer so in den deutschen Arbeitsmarkt ein. Auf dem Arbeitsmarkt könnten die Zuwanderer in den nächsten Jahren niedrig qualifizierten Arbeitskräften aus Deutschland Konkurrenz machen. Wirtschaftspolitisch ergibt sich daraus eine wichtige Handlungsnotwendigkeit. Neben den Qualifikationsangeboten für Zuwanderer müssen auch gezielte Qualifikationsangebote für Menschen ohne Berufsausbildung geschaffen werden und auch Menschen ohne Abitur gezielt unterstützt werden. Die drohende Konkurrenzsituation kann dann abgewendet werden. Alle Gruppen können unterstützt werden, ohne dass dabei die eine gegen eine andere ausgespielt werden muss. Die gegenwärtige Stabilität des Arbeitsmarktes beweist, dass die Wirtschaft auch bei Zuwanderung stabil bleiben kann. Gut organisierte Integrationsmaßnahmen können dabei zum Vorteil für alle genutzt werden. Der Bericht der OECD könnte genau dafür wichtige Hinweise liefern.