Osteopathie für Tiere?

Eine Tierärztin mit einem Welpen
Eine Tierärztin mit einem Welpen

Was uns gut tut, kann für unsere Tiere ebenfalls nützlich sein.

Osteopathie ist längst nicht mehr nur etwas für Menschen. Auch für Tiere gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Angeboten, die Tierbesitzer in Anspruch nehmen können. Eines davon ist die Osteopathie. Immer mehr Praxen bieten diese Behandlung an.

Was ist Osteopathie?

Bei der Osteopathie handelt es sich um eine mit den Händen durchgeführte ganzheitliche Therapieform, bei der in betroffenen Körperregionen Heilungsimpulse gesetzt werden. Der grundlegende Gedanke für diese Behandlungsform ist, dass alle Gewebestrukturen im Körper zusammenhängen und der Körper dazu in der Lage ist, sich selbst zu heilen. Diese Selbstheilungskräfte sollen aktiviert werden. Der Körper wird als Einheit begriffen. Alles ist miteinander verknüpft und spielt zusammen. Der Therapeut löst mit seinen Händen Verspannungen und Blockaden, indem er den Bewegungen des Bindegewebes (Faszien) folgt.

Eine ganzheitliche Therapie-Ergänzung

Die Nachfrage nach alternativen Behandlungsmethoden wächst ständig. Tierbesitzer probieren die unterschiedlichsten Dinge aus, um ihrem tierischen Begleiter ein schönes und gesundes Leben zu ermöglichen. Die Einsatzgebiete sind vielfältig. Tiere können aufgrund von neurologischen Problemen, Alterserscheinungen oder zur Schmerzlinderung behandelt werden.

Auch vor oder nach einer Operation, oder wenn eine OP nicht mehr möglich ist, kann die Behandlung dem Tier Erleichterung verschaffen. Insbesondere, wenn man seinem Tier eine übermäßige Verwendung von Schmerzmittel ersparen möchte, kann Osteopathie eine sinnvolle Ergänzung sein. Als reine Alternativbehandlung eignet sich diese Form allerdings nicht. Wenn man bemerkt, dass das Tier leidet und Schmerzen hat, ist der Gang zum Tierarzt der richtige Weg.

Ziel der Behandlung ist es, die Bewegungsfähigkeit zu erhalten, zu steigern oder den Abbau zu verlangsamen. Das Tier soll an Mobilität gewinnen, egal, ob nach einer Verletzung oder weil das zunehmende Alter es ihm schwerer macht.

Es müssen nicht immer krankheitsbedingte Ursachen zu einem Termin in der Osteopathie-Praxis führen. Jüngere Tiere im Wachstum können bei der körperlichen Reifung begleitet werden, um Probleme, die eventuell entstehen könnten, von vornherein zu verhindern.

Hunde, die in Bereichen wie Leistungssport, Rettungsdienst oder als Diensthunde tätig sind, leiden oftmals unter Verspannungen. Diese können sanft behoben werden und auch vorbeugend kann man als Tierbesitzer auf diese Form der Behandlung zurückgreifen.

Auch Tiere, die viel spielen und toben oder Agility-Training machen, können behandelt werden.
Die Behandlung eignet sich auch als zweimal jährliche Vorsorgeuntersuchung.

Osteopathisch behandelt werden können Hunde, Katzen und Pferde. Viele Tierosteopathen bieten außerdem Akupunktur, Krankengymnastik und Ernährungsberatung an. Dadurch, dass sie nicht nur den Schmerz, sondern das gesamte Tier betrachten, kann man seinem Liebling viel Stress und weitere unangenehme Tierarztbesuche ersparen.