Prinz Harry: Der royale Lausbub der Briten.

Erster offizieller Auftritt von Prinz Harry und Megahn.
Erster offizieller Auftritt von Prinz Harry und Megahn.

Prinz Harry pflegte viele Jahre seinen Ruf als einer der begehrtesten Junggesellen der Welt.

Und er war zugleich als spitzbübischer Rebell des britischen Königshauses bekannt. Doch der Prinz scheint nun seit einiger Zeit gereift, denn schon in wenigen Tagen steht er vor dem Traualtar und heiratet seine Verlobte Meghan Markle.

Der junge Rebell Großbritanniens

In seiner Jugend musste sich Prinz Harry wohl gar so manches Donnerwetter hinter den berühmten Schlossmauern gefallen lassen, denn er konsumierte häufig zu viel Alkohol, Drogen oder auch mal den ein oder anderen Goldfisch. Seine Fehltritte und Eskapaden brachten ihm Namen wie „Party-Prinz“ oder „Harry the Nazi“ ein. Es hagelte schlechte Zensuren im Elite Internat Eton aber die hübschen jungen Mädchen lagen dem jungen Prinzen trotz alledem in Scharen zu Füßen.

Auch heute ist Prinz Harry noch ein echter Frauenschwarm, allerdings ist der Rotschopf nun in festen Händen. Er heiratet am 19. Mai 2018 in Windsor die US-Schauspielerin Meghan Markle. Die Auserwählte ist drei Jahre älter als der Prinz, bereits geschieden, sie ist dunkelhäutig und nicht zuletzt eine Bürgerliche, was dem Königshaus natürlich zunächst sauer aufstieß. Auch heute passt es vielen in Großbritannien noch nicht, dass Harry seinem Herzen gefolgt ist und die gesellschaftlichen Konventionen des Königshauses einfach über den Haufen wirft.

Der verletzliche Prinz

Henry Charles Albert David Mountbatten-Windsor, so der vollständige Name des Prinzen, ist keineswegs nur das pubertäre Raubein mit einem Hang, stets über die Stränge zu schlagen. Im vergangenen Sommer berichtete er öffentlich zum 20. Todestag seiner Mutter Prinzessin Diana von seinen starken psychischen Problemen, mit denen er nach dem großen Verlust zu kämpfen hatte. Nach eigenen Angaben litt der Prinz unter Angstzuständen, er stand mehrmals kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Mit 28 Jahren nahm er schließlich ärztliche Hilfe in Anspruch und heute baut er seine Aggressionen erfolgreich beim Boxen ab.

Im Grunde basierten die Eskapaden von Prinz Harry auf einem Mix aus Trauer, Wut, Rebellion und Naivität. Als er auf einer Kostümparty öffentlich mit einer Hakenkreuz-Binde auftrat, war eine öffentliche Entschuldigung fällig.

In seinen zehn Jahren beim Militär, in denen er unter anderem auch in Afghanistan eingesetzt war, konnten auch so gar manche Fehltritte nicht der Öffentlichkeit verborgen bleiben. Sogar Nacktaufnahmen waren von ihm zu sehen, was ihm den Namen „Dirty-Harry“ einhandelte.

Dem Rebell wurde jedoch schnell wieder verziehen, denn mit Ende 20 machte er eine Kehrtwende. Seither glänzt Harry mit sozialem Engagement und einer warmherzigen, unkomplizierten Art: Er umart Senioren, er lacht und albert mit Kindern herum und feuert auch völlig perplexe Marathonläufer an. Er ist konsequent und er ist ein Prinz zum Anfassen.

Als in Großbritannien gegenüber seiner Verlobten jüngst sexistische Bemerkungen fallen gelassen wurden, lässt Prinz Harry kurzum eine äußerst geharnischte Mitteilung veröffentlichen, von deren harschem Ton selbst sein enges Umfeld überrascht gewesen sei. Meghan setzt sich erfolgreich für Frauenrechte ein und tritt ähnlich volksnah auf wie Harry selbst. Auch wenn Meghan es scheinbar versteht, den Rotschopf gesellschaftlich zu zähmen – Harry ist und bleibt immer ein kleiner Rebell – und viele Briten sind glücklich darüber.