Rechtsextremismus – Damals wie heute ein Thema!

Weckruf an die Menschlichkeit!
Weckruf an die Menschlichkeit!

Rechtsextremismus in Deutschland heute so aktuell wie nie?

Dass der Rechtsextremismus ein Thema ist, welches Deutschland bereits seit vielen Jahren begleitet, ist nicht neu. Allerdings scheint es beim Blick in die Zeitung oder beim Konsumieren aktueller Nachrichtensendungen, als wäre die rechte Szene heute wieder wesentlich aktiver als früher. Zumindest aber scheint es, als seien Rechtsextreme mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Hat das einen Grund oder nutzt die Szene die Medien lediglich als Mittel zu PR-Zwecken aus und forciert die negativen Schlagzeilen?

Rechte Gewalt vor allem im Osten Deutschlands ein Thema

Rechtsextremismus ist vor allem in bestimmten Teilen Deutschlands – vorrangig in den sogenannten neuen Bundesländern – ein großes Thema. Vermutlich fördern schlechte äußere Rahmenbedingungen wie hohe Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne und eine generell pessimistische Stimmung innerhalb der Gesellschaft den Hang zu einem Hass gegen Fremde.

Laut aktuellen Studien tragen jedoch auch die viele Jahre alten Erfahrungen der ehemaligen DDR-Bürger einen Teil zur Fremdenfeindlichkeit bei. Wenn Eltern und Großeltern ihren Nachkommen immer wieder von den Widrigkeiten der damaligen Zeiten erzählen, dann überträgt sich das Gefühl der akuten Bedrohung durch ausländische Mitbürger auch auf die junge Generation. Voller Angst, Hass und Verzweiflung verspüren die betroffenen Menschen das Bedürfnis, sich zu wehren. Dass der Feind, welchen sie vor ihrem inneren Auge sehen, in dieser Form gar nicht existiert, wird von den Rechtsextremisten nicht mehr wahrgenommen.

Viele grauenvolle Ereignisse in den letzten Jahren

Der Rechtsextremismus wird in den Medien immer wieder ausgiebig thematisiert. Kein Wunder, denn in der letzten Zeit gab es reichlich Gründe zur Berichterstattung. Neben zahlreichen Brandstiftungen in der Nähe von Asylunterkünften und einzelnen Angriffen auf Menschen mit ausländischen Wurzeln war der Fall „Beate Zschäpe“ bzw. der gesamte NSU-Prozess ein Dauerthema in der deutschen Medienlandschaft.

Dass die rechte Szene stetig wächst – und das nicht nur im Osten Deutschlands – scheint eine traurige Tatsache zu sein. Vor allem Vereinigungen wie die Pegida und andere Gruppierungen werben laufend neue Mitglieder an. Von offiziellen Stellen werden die jungen Anhänger als besonders gefährlich eingeschätzt, welche aus schlechten sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen stammen. Auch die Bildung spielt eine Rolle, wenn es um die Wahrscheinlichkeit geht, ob jemand zum Rechtsextremisten wird oder nicht. Das bedeutet allerdings nicht, dass die rechte Szene generell eine Bildungsschwache-Szene ist. Inzwischen sind genügend Ärzte, Anwälte und andere Menschen aus gesellschaftlich angesehenen Berufsgruppen bekannt, welche der rechten Szene angehören.

Welches Spektrum des Rechtsextremismus ist besonders gefährlich?

Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass die Rechtsextremisten immer gewaltbereiter werden. Rassistische Wahnideen werden manchmal sogar auf offiziellem Grund und Boden in die Tat umgesetzt. Die Tatorte sind also nicht mehr nur spezielle Demonstrationen oder andere Treffen der rechten Szene, sondern auch öffentliche Veranstaltungen ohne einen nationalsozialistischen Hintergrund.

Auch die zunehmende Militanz gegenüber dem Staat, der Polizei und der Presse hat zugenommen. Zudem werden vermehrt rechtsgesinnte Personen von offizieller Stelle erfasst, welche vorher nicht polizeilich bekannt waren. Laut Medienberichten ist das vor allem bei Anschlägen auf Asylunterkünfte oder Handgreiflichkeiten auf offener Straße der Fall.

Ebenfalls ein Problem:

Die Menschen, welche sich gar nicht zur rechten Szene zählen, deren Gesinnung aber durchaus in diese Richtung geht. Auch Bürger ohne Hang zum Rechtsextremismus stehen Menschen, welche ausländisch aussehen oder fremder Herkunft sind, sehr kritisch gegenüber. Die Fremdenfeindlichkeit hat sich bis in die Mitte der Gesellschaft geschlichen. Das hat vermutlich mit der aktuellen politischen Lage bzw. der sogenannten Asylpolitik zu tun. Laut Umfragen fühlen sich viele Menschen zumindest verunsichert, was die starke Zuwanderung von Asylsuchenden betrifft. Natürlich gibt es mindestens ebenso viele Menschen, welche allen kulturellen Gruppen gegenüber positiv eingestellt sind. Dieser Teil der Gesellschaft verhält sich allerdings unauffälliger als die Menschen, welche dem Rechtsextremismus zugetan sind.