Religionsfreiheit, oder besser frei sein von Religion?

Christliche Religöse Darstellung.
Christliche Religöse Darstellung.

Religionsfreiheit contra keine Religion

Jeder Mensch hat das Recht auf Religion. Die Freiheit definiert sich dadurch, dass Religion frei von Gewalt und Zwang sein muss. Dieses Recht auf Religion muss auch in der Rechtsordnung einer Gesellschaft verankert sein. Eigentlich gar nicht mal so schlecht, wenn es gerade in diesem Bereich leider auch einen großen Hang zum Extremismus einzelner Gruppen gibt.

Religion darf nicht ausufern

Der Glaube an eine höhere Instanz ist eigentlich eine gute Sache, eigentlich. Leider gibt es in verschiedenen Religionsrichtungen auch Extreme, die anderen Menschen die eigene Religion aufzwingen wollen oder sogar andere Menschen verteufeln, die einer anderen Glaubensgemeinschaft angehören. Von daher stellt sich zu recht die Frage, brauchen wir überhaupt einen Glauben an einer höhere Macht? Sofern andere nicht auch zu diesem Glauben gezwungen werden sollen, ist der Glaube daran doch eigentlich nichts schlechtes. Dass es Menschen gibt, die einer anderen Religionszugehörigkeit angehören, gehört auch zur Religionsfreiheit. Stellen Sie sich einmal vor, es gäbe auf der Erde keine Religionsgemeinschaften mehr. Das wäre wahrhaft ein undenkbares Szenario.

Alle Religionen in einen Topf werfen

Was wäre aber wenn alle Glaubensgemeinschaften zu einer einheitlichen Glaubensrichtung zusammengeführt werden würden. Schließlich glaubt jede dieser Gemeinschaften an das Eine, nämlich an Gott. Der Unterschied besteht nur darin, wie dieser Glaube gelebt wird. Und das führt zu Konflikten, wie die Geschichte uns gelehrt hat und immer noch lehrt. Aber muss das sein? Nein! Anstatt über keine Religion nachzudenken, sollte man sich überlegen, ob es nicht besser wäre, eine gemeinsame Religion zu schaffen. Das würde sicherlich die zurzeit bestehenden Konflikte zwischen Christen und Moslems beseitigen.

Sind alle reif dafür?

Glauben Sie, dass die Menschen aller Nationen dazu bereit wären? Das setzt eine gehörige Portion Reife auf diesem Gebiet voraus. Darin liegt auch das Problem, dass sich die wenigsten Menschen vorstellen können, dass der Glaube einmal in einen Topf geworfen wird. Doch es wird dazu kommen, früher oder später. Wie sieht es denn bei Ihnen aus? Gehen Sie noch mit einem guten Gefühl wie einst in unbeschwerten Tagen auf einen Weihnachtsmarkt, ohne dass Sie befürchten müssen, dass ein Wagen in die Menge rast? Wohl kaum! Es geht jetzt nicht einmal um die Ursachen dieser Problematik. Aber stellen Sie sich doch eine Welt vor, in der es keine Glaubenskriege mehr gibt, weil alle in einem Boot sitzen. Wäre das nicht schön? Also dann doch lieber Religionsfreiheit, als keine Religion. Denn dann wäre die Welt noch Ärmer, als sie es ohnehin schon ist.