Roboterfrau „Elenoide“ sorgt für Faszination und Unbehagen.

Die europäische Roboterdame "Elenoide".
Die europäische Roboterdame "Elenoide".

Neues aus der Wissenschaft.

In Japan wurde nach dem Vorbild einer mitteleuropäischen Frau die Roboterdame „Elenoide“ gebaut. Das weltweit einzigartige Unikat wird derzeit an der technischen Universität in Darmstadt programmiert. Damit soll die Wirkung eines Roboters auf Menschen näher erforscht werden. Die ersten Eindrücke sind Unbehagen und Grusel gepaart mit absoluter Faszination.

Der Star des Zeitsprungkongresses: Roboter Elenoide
Die androide Roboterfrau „Elenoide“ trägt die Kleidergröße 36 bei einer Größe von 1,70 Meter. Zum Teil sind die mittellangen, blonden Haare echt. Sie kann ihre Arme, Finger und Hände bewegen, sowie auch ein wenig ihre Hüfte. Sogar den Gesichtsausdruck kann der einzigartige Roboter Elenoide verändern.

Nach Darstellung von Fachleuten ist die Roboterfrau damit einzigartig. Sie kann lachen, einige Gefühlsausdrücke sichtbar machen und spätestens im Frühjahr 2019 soll sie voraussichtlich „halbwegs autonom“ sein, um sich dann auch mit Menschen unterhalten zu können. Das 45 Kilo schwere Unikat kann allerdings bisher noch nicht laufen. Mit dem neuartigen Roboter „Elenoide“ möchte die Wissenschaft genauer untersuchen, wie wir Menschen in unserem Umfeld mit menschenähnlichen Robotern umgehen und wie wir auf sie reagieren. Die Kosten für die Anschaffung beziffern Fachleute auf 400.000 bis 500.000 Euro.

Meinungen zur Roboterfrau: Zwischen Enthusiasmus und Grusel
Bei ihrer Vorstellung auf dem Zeitsprungkongress in Darmstadt löst „Elenoide“ sowohl bei den Bürgern als auch bei den Fachleuten Faszination und Unbehagen gleichzeitig aus. Viele Besucher machen Selfies mit der Roboterdame, die sogar einen warmen Händedruck geben kann, da die Hände aus Silikon bestehen. Die Initiatorin des Projekts, Ruth Stock-Homburg erklärt dazu, dass ein kalter Händedruck viele abschrecken würde und daher beim Bau von Elenoide auch diese Besonderheiten beachtet wurden.

Viele beteuerten, dass man zunächst glaubt, einem echten Mensch gegenüber zu stehen. Erst nach etwas längerer Betrachtung könne man feststellen, dass alles noch etwas „mechanischer“ abläuft, als bei einem echten Menschen. Die Roboterdame sei sehr gut gebaut und sehe rein optisch hervorragend modelliert aus. Diese Tatsache als solche sorgte bei vielen Besuchern für ein etwas unangenehmes Gefühl, denn schließlich könne man damit viel anstellen.

Doch im Grunde ist Elenoide genau dafür erschaffen worden: Sie soll herausfinden, wie Menschen auf ein solches technischen Wunderwerk regieren und welche Folgen es haben könnte, wenn androide Roboter alltäglich in unserem Leben würden. Bisher gibt es noch keinerlei Erkenntnisse darüber, wie das gemeinsame Zusammenleben von Roboter und Mensch in der Arbeitswelt tatsächlich funktionieren und ablaufen würde. Wie Fachleute betonten, sei der Roboter Elenoide daher ein reines Forschungsprojekt für wissenschaftliche Zwecke.