Schimmel & Co: Welche Fehler Sie beim Einkochen vermeiden müssen.

Bild von eingekochtem Obst.

Diese Fehler sollten Sie beim Einkochen vermeiden – Ihrer Gesundheit zuliebe.

Immer mehr Menschen besinnen sich wieder auf die Weisheiten aus Omas Küche: Einkochen liegt wieder im Trend! Doch was die meisten nicht wissen ist, dass schon kleine Fehler zu einem ernsthaften Gesundheitsproblem werden können. Dabei ist Schimmel noch das weniger schlimme Übel.

Einkochen – aber richtig!

Haltbare Gerichte in Konservengläsern, selbst gemachte Marmeladen und eingekochtes Obst liegen derzeit wieder voll im Trend, sodass auch viele junge Menschen dem industriellen Fertigessen längst den Kampf angesagt haben. Doch Vorsicht: Beim Einkochen können Sie richtig viel falsch machen, sodass im schlimmsten Fall sogar Lebensmittelvergiftungen drohen.

Muss ich das Konservenglas umdrehen?

In zahlreichen Frauenzeitschriften werden derzeit wieder leckere Konfitüre- und Marmeladen-Rezepte angepriesen. In den Anleitungen taucht jedoch stets ein Arbeitsschritt auf, der sowohl unnötig ist, als auch schädlich für die Gesundheit sein kann. Die befüllten, geschlossenen Marmeladengläser sollen auf den Kopf gestellt werden, um in dieser Position auszukühlen. Dahinter steckt folgende Theorie: Arbeitet ein Marmeladen-Koch nicht schnell genug bei der Abfüllung der Marmelade und wurden im Vorfeld die Deckel nicht ausreichend sterilisiert, könne dies durch die Absetzung von Keimen für eine rasche Schimmel-Bildung sorgen. Durch das Umdrehen der Gläser soll demnach einer Schimmelbildung entgegengewirkt werden.

Allerdings sind die meisten Deckel mit einer dünnen Plastikschicht ausgestattet. Sobald das heiße Abfüllgut an diese Schicht gelangt, können sich Weichmacher lösen und in der Marmelade ablagern. Diese sind für die menschliche Gesundheit als äußerst bedenklich einzustufen, da sie zahlreiche gesundheitliche Schäden hervorrufen können.

Mikroorganismen müssen richtig abgetötet werden!

Wenn Sie Obst und Gemüse einkochen möchten, müssen Sie ebenfalls einige Punkte beachten. Zunächst dürfen Sie nur frische und einwandfreie Ware verwenden. Während Sie Gemüse blanchieren sollten, darf Obst roh eingekocht werden. Durch das Blanchieren behält das Gemüse nicht nur seine natürliche Farbe, sondern auch der Keimgehalt wird bereits reduziert. Allerdings sollten Sie sichergehen, dass beim Einkochen alle Mikroorganismen abgetötet werden. Deshalb sollten Sie besonders eiweißreiches Gemüse wie Bohnen, Erbsen und Pilzen nach etwa zwei Tagen nochmals einkochen. Sicher ist sicher.

Botulismus: Gefahr Lebensmittelvergiftung

Im schlimmsten Fall droht eine Lebensmittelvergiftung, wenn Lebensmittel nicht sachgemäß Eingekocht werden. Die Vergiftung wird ausgelöst durch ein Bakterium namens Botulinumtoxin. In der Regel werden diese Bakterien während des Einkochens vollständig abgetötet. geht jedoch bei der Zubereitung etwas schief, kann sich der Keim rasend schnell vermehren. Beispielsweise ist dies der Fall, wenn Sie Ihre Lebensmittel nicht lange genug Einkochen oder das Einkochgut im Vorfeld falsch gelagert wurde. Zunächst äußert sich Botulismus meist durch Augenprobleme. Später kann es bei den Betroffenen dann auch zu Sprachstörungen kommen. Zu den weiteren Symptomen gehören zudem Erbrechen und Durchfall sowie eine Lähmung der Atemwegs- respektive Herzmuskulatur, was im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Wenn Sie glauben, das Einkochgut könnte kontaminiert sein, sollten Sie es bei 80 Grad mindestens sechs Minuten lang erwärmen, denn hierdurch wird der gefährliche Keim abgetötet.

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