Sharing – Güter teilen, statt sie individuell zu besitzen.

Bild von einem Car-to-go im Carsharing Modell.
Bild von einem Car-To-Go im Carsharing Modell.

Sharing von Gütern liegt voll im wirtschaftlichen Trend.

Ob es an der Krise mit ihren Nachbeben liegt, oder ob es einfach Zeit war, dass Bewegung in die Gesetze der Wirtschaft kam, ist unklar. Fakt ist aber, dass sich die „Sharing Economy“ als eine Art Dauertrend zu halten scheint.

Sharing, was ist das genau?
Dass die Menschen schon immer Dinge „geshared“ haben bzw. sich mehrere Menschen eine Ware geteilt haben, kann man an der Menschheitsgeschichte gut verfolgen. Im Grunde ist auch jedes Dorf oder jede Stadt, in der man die Kirche, die Straßen und das Rathaus teilt, eine Art Sharing Gebilde. Das neue Sharing in der Wirtschaft aber meint etwas Anderes und nimmt auch andere, durch das Internet gestützte, Formen an. Sharing heißt heute, Dinge nur einmal anzuschaffen, um sie danach möglichst vielen Menschen zur Verfügung zu stellen.

Warum ein eigenes Auto fahren?
Besonders bekannt ist wohl das Car Sharing, für das es bereits diverse Internet gestützte Plattformen gibt. Das ist eine Idee, die gerade bei ganz jungen Menschen viel Anklang findet, weil ein eigenes Auto zu besitzen, es zu warten und ihm auch täglich einen Parkplatz suchen zu müssen, gerade in den Großstädten eine unnötige und oftmals als lästig empfundene Sache ist. Wenn man nur einmal im Monat ein Auto braucht, um seine Eltern in Marburg zu besuchen, braucht man im Alltag in Berlin doch kein Auto, so das Denken, denn die BVG bringt einen an jeden Ort, und man hat sogar noch Spaß dabei. Ein eigenes Auto als Statussymbol ist auch für junge Menschen sehr viel weniger wichtig als für die Generationen davor. Car Sharing ist also in, aber Sharing bezieht sich auch auf andere Bereiche.

Meine Wohnung ist zu groß: Gäste willkommen!
Auch Räume lassen sich sharen. Auch hier gibt es diverse erfolgreiche Konzepte und Modelle, bei denen sich die Nutzer ein und derselben Sache bequem online finden und von Häusern bis zu kleinen Wohnungen Räume gemeinsam nutzen. Wenn Sie also für einige Tage nach Paris fliegen und kein teures Hotel buchen wollen, ist die Idee, bei einer – noch – unbekannten Person vor Ort privat zu wohnen, doch auch recht nett. Sie teilen für einige Zeit Bad und Küche und sicher auch die eine oder andere Flasche Wein. Dies ist eine ganz nette und zugleich relativ unverbindliche Form des Sharings.

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt – Hammer und Rasenmäher
Sie können sich ja einmal zu dem Thema schlau machen und sich im Internet umsehen. Dort wird so gut wie alles vor Ort oder überregional geshared. Wenn Sie sich dem also öffnen wollen, haben Sie hier schon ein gutes Netzwerk zur Nutzung, Sie können sich aber auch gerne etwas Eigenes einfallen lassen. Der Phantasie sind wirklich keine Grenzen gesetzt. Schließlich kann man den Rasenmäher genau so sharen wie das Wochenendhaus, das man nur einmal im Monat nutzt. Und was spricht dagegen, einen Garten zusammen zu nutzen und zu pflegen oder sich zusammen teure Werkzeuge anzuschaffen, die turnusmäßig von allen Mitgliedern des Sharing Zirkels genutzt werden? Einmal kaufen – vielfach nutzen – das ist doch eine nette Idee, die auch dem tragenden gigantischen Waren- und Müllberg etwas entgegen setzt.

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