Superfood: Das steckt dahinter.

Bild von Brombeeren.

Woher kommt der große Hype um Superfood?

Der Begriff Superfood klingt, als stamme er aus einem Hollywood-Film. Doch es handelt sich bei Superfood um eigentlich recht gewöhnliche Lebensmittel, welche allerdings ganz besonders reich an Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen sein sollen. Viele Menschen gehen davon aus, dass Superfood zwar keine Superkräfte verleiht, aber sich doch wesentlich auf die menschliche Gesundheit auswirkt. Was steckt wirklich dahinter?

Exotische Früchte und Samen beworben als Superfood

Obwohl inzwischen bekannt ist, dass auch heimische Gemüsesorten ein Meer an Nährstoffen aufweisen und somit den gleichen gesunden Effekt auf unseren Organismus haben, werden vor allem Früchte und Samen mit besonders exotisch klingenden Namen unter der Bezeichnung Superfood verkauft. Wer an dieser Stelle meint, es handle sich in erster Linie um eine moderne Strategie für das Marketing, der könnte damit also durchaus richtig liegen.

Allerdings bringen Lebensmittel aus fernen Länder nicht nur Vorteile für die menschliche Gesundheit mit sich, sondern haben auch echte Risiken. Hier steigt zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen aus unseren Breitengraden allergisch auf bestimmte Stoffe in den Früchten reagieren. Zudem sind Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten möglich. Wer sich für den Schutz der Umwelt einsetzen möchte, der wird ebenfalls nicht zu den exotischen Superfood, wie zum Beispiel Goji-Beere und Co. greifen, weil diese über lange Wege bis nach Deutschland transportiert werden müssen.

Florierender Markt durch zusätzliche Präparate

Auch der Markt der Nahrungsergänzungsmittel profitiert in hohem Maße von dem neuen Trend Superfood. Wer keine Lust hat, die teuren Beeren, Samen und Gemüsesorten frisch einzukaufen, der kann sich die Nährstoffe auch ganz einfach in Form von Kapseln oder Pillen zum Beispiel in diversen Onlineshops bestellen. Hier sollten Verbraucher allerdings absolute Vorsicht walten lassen. Erstens sind frische Früchte immer gesünder und zweitens kann niemand genau kontrollieren, wie hoch die Konzentration von besonders reizenden oder gar toxischen Stoffen in diesen Nahrungsergänzungsmitteln ist. Hier kann es im schlimmsten Fall nicht nur zu keinem merklichen Effekt, sondern sogar zu einem negativen Effekt kommen.

Das steckt wirklich hinter dem Begriff Superfood

Lebensmittel aus dieser Kategorie werden Eigenschaften zugeschrieben, welche sich sowohl auf das körperliche als auch auf das seelische Wohlbefinden positiv auswirken können. Außerdem sollen diverse Lebensmittel schlank machen und trotzdem satt halten. Auch eine entschlackende, entgiftende und eine entzündungshemmende Funktion sollen zahlreiche Inhaltsstoffe haben. Das ist sicherlich nicht gänzlich falsch, dennoch fehlen an dieser Stelle die wissenschaftlichen Nachweise. Dass eine abwechslungsreiche sowie ausgewogene Ernährung gesund ist – daran zweifelt niemand. Ob es allerdings bestimmte Superfood braucht, um auf lange Sicht vital, schlank und glücklich zu bleiben – da sind Mediziner, Wissenschaftler und auch immer mehr Verbraucher skeptisch.

Darauf sollten Verbraucher im Speziellen achten

Wer sich dazu entschließt, neben gewöhnlichem Obst, Gemüse und Getreide auch spezielle Superfood zu konsumieren, der sollte bedenken, dass bei exotischen Früchten ein Risiko für Allergien mitschwingt. Aus diesem Grund bietet es sich an, beim ersten Probieren nur eine kleine Menge zu sich zu nehmen. Reagiert der Körper nicht auf das Lebensmittel, so kann es beim nächsten Mal bedenkenlos gegessen werden.

Besonders populär sind Produkte mit Granatapfel. Zwischen der Einnahme verschiedener Medikamente und dem Verzehr von Granatapfel sollte allerdings ein gewisser zeitlicher Abstand liegen, um eine akute Wechselwirkung zu vermeiden. Gleiches gilt für die beliebte Goji-Beere, welche die Wirkung diverser Medikamente hemmen oder zumindest beeinflussen kann.

Alternativen zu Superfood

Anstelle von Superfood können auch heimische Sorten verspeist werden, die ebenfalls sehr gesund sind. Statt Acai-Beeren bieten sich zum Beispiel dunkle Beeren, wie Heidelbeeren oder Brombeeren an. Statt der exotischen Chia-Samen dürfen Verbraucher zu den Leinsamen greifen, welche ungefähr die gleiche Menge an Omega-3-Fettsäuren enthalten. Generell sind hochwertige Pflanzenöle, Nüsse und verschiedene Zwiebelgewächse sehr gut für den Organismus.

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