Superkräfte der Pflanzen!

Passionsblume
Passionsblume

Die Waffen der Pflanzen – Auch sie haben Superkräfte

Die Marvel- und DC- Comics wie Superman und Captain Amercia sind momentan in aller Munde, da aktuell immer wieder Filme und Serien in Deutschland zu sehen sind. Aber nicht nur Menschen haben Superkräfte, sondern auch Pflanzen haben Kräfte, die unfassbar sind. Und sie sind auch noch real und zu beobachten. Welche Pflanzen welche Superkräfte haben, lesen Sie hier. Wir lassen Sie staunen.

Der programmierte Zelltod
Pflanzen sind in der Lage, kontrolliert Zellen absterben zu lassen. Nötig wird dies, wenn die Zellen alt, krank oder nutzlos sind. Werden Pflanzen von Viren, Bakterien oder anderen Parasiten befallen, lassen sie gezielt die erkrankten Stellen nicht mehr mit Nährstoffen versorgen. So werden sie von der Pflanze gekappt und die Erkrankung kann sich nicht weiter ausbreiten. Das ist übrigens auch der Grund, warum Bäume im Herbst ihre Blätter verlieren. Das fehlende Sonnenlicht und die sinkende Temperatur im Winter lassen den Baum mit Blättern nicht überleben. Er wirft die Blätter ab, kann sich somit ausreichend im Winter durch die gespeicherten Nährstoffe versorgen und bildet im Frühling wieder Blätter, um den Speicher aufzufüllen.

Täuschen und Tarnen
Pflanzen müssen sich vor Fressfeinden schützen. Dies tun sie, indem sie mit ihrer Umwelt verschmelzen. Lebende Steine zeigen ihre eigentliche Art nicht, sondern imitieren Steine, um nicht gefressen zu werden. Sie gibt es in allen möglichen Formen und Farben, aber immer so gut getarnt, dass sie nicht als Pflanzen erkennbar sind. Passionsblumen gehen dagegen in die Offensive und gaukeln ihrer Umwelt vor, von Schädlingen befallen zu sein. Da nehmen alle möglichen Feinde ganz schnell Abstand.

Der Lotuseffekt
Auch Menschen profitieren mittlerweile von dieser Eigenschaft der Pflanzen. Regenkleidung oder andere gewünschte wasserabweisende Oberflächen lassen das Wasser einfach abperlen. Der Trick kommt aus der Natur. Die Lotusblume kann durch ganz feine Härchen den Abstand zwischen Schmutz, Wasser, Fressfeinden und dem Blatt verringern. Alles perlt sofort ab. Schädlinge oder auch Pilze können sich nicht halten und damit der Pflanze auch nicht schaden. Und wir werden nicht mehr nass. Der Natur und ihrer Superkräfte sei Dank.

Der Feind meines Feindes ist mein Freund
Befallen Raupen die Tabakpflanze und fressen sie, wandeln sich die pflanzlichen Inhaltsstoffe in Lockstoffe für die Fressfeinde der Raupen – die Raubwanzen – um. So kommen die Wanzen und lösen das Problem auf natürliche Weise. Andere Pflanzen locken Ameisen mit Nektar an, um Hilfe gegen ihren Läusebefall zu erhalten. So holen sie sich selbst ihren Bodyguard.

Die ultimativen Superkräfte – Akazien vs. Giraffen
Giraffen lieben die Blätter der Akazien. Daher haben sie einen extra langen Hals entwickelt und dazu noch eine extrem dicke Zunge, um vor den Dornen geschützt zu sein. Damit können sie genüsslich an den Akazien naschen. Scheinbar sind Akazien jedoch nicht dumm. Die Akazie produziert zusätzlich ein Gift. Da dieses aber erst nach 15 Minuten in den Blättern ankommt, wissen Giraffen genau, wann sie aufhören müssen. Sie wandert zur nächsten Akazie und zupft dort Blätter für 15 Minuten, bis das Gift angekommen ist. Hier kommen die Superkräfte der Akazie ins Spiel. Sie gibt einen Stoff ab, der über den Wind übertragen wird und die anderen Akazien warnt, dass eine Giraffe unterwegs ist. So können die Pflanzen sofort auf Giftproduktion schalten und somit verhindern, dass so viele Blätter von ihren Bäumen gegessen werden. Das Hase- und Igel- Spiel geht jedoch weiter. Denn auch die Giraffen sind nicht dumm und ziehen einfach gegen den Wind weiter zur nächsten Akazie.

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