Tesla Model 3: Kampfansage für europäische Automobilbauer.

Eine Tesla Strom-Tankstelle.
Eine Tesla Strom-Tankstelle.

Tesla-Chef Elon Musk hat eine eindeutige Vision:

Schon in wenigen Jahrzehnten soll der Verbrennungsmotor auf den Straßen der Welt obsolet und vollständig durch alternative Antriebsformen wie den Elektromotor ersetzt werden. Spätestens seit der europäischen Auslieferung des Tesla Model 3 ist klar, dass der US-amerikanische Unternehmer es mit seinen Aussagen absolut ernst meint.

Automobile von Tesla: Der Anfang vom Ende der konventionellen Autowelt?

487 PS, 530 km Reichweite und von 0 auf 100 km/h in 3,4 Sekunden: Mit diesen Werten sagt das amerikanische Unternehmen der Automobilwelt in Europa und Deutschland den Kampf an. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten wie Lieferengpässen & Co. scheint das Vorhaben Musk’s dabei durchaus von Erfolg gekrönt zu sein. So konnten in weniger als zwei Monaten nach dem Marktstart mehr als 1.000 Exemplare in Deutschland verkauft werden. Mit diesen Werten liegt das Model 3 weit vor der heimischen Konkurrenz wie dem VW e-Golf oder dem BMW i3. Dass die Fahrzeuge aus dem sonnigen Kalifornien auf dem von VW, BMW und Mercedes dominierten Markt einen derart großen Erfolg aufweisen, liegt vor allem an dem hohe Innovationscharakter der Modelle. Insbesondere im Bereich der Digitalisierung lässt der US-amerikanische Automobilbauer die Konkurrenz aus Deutschland ziemlich alt aussehen. Der technische Schwerpunkt der Fahrzeuge von Tesla wird schon beim ersten Einsteigen mehr als deutlich. So wurde ein Großteil der haptischen Bedienelemente konventioneller Fahrzeuge aus dem Innenraum entfern. Stattdessen wird der Fahrer von einem gigantischen Monitor begrüßt.

Digitale Technik statt reine Fahrdynamik

Dass die Fahrzeuge aus Kalifornien so anders sind, hängt in der Praxis eng mit der persönlichen Philosophie des Firmeninhabers zusammen. So ist Elon Musk der Meinung, dass in Zukunft nicht mehr die Fahrdynamik kauf-entscheidend sein wird, sondern vielmehr der Digitalisierungsgrad. Aus diesem Grund gibt es im Tesla Model 3 bis auf einigen wenigen Bedienhebeln und Schaltern keine weiteren Bedienelemente. Alles andere wird bei den US-amerikanischen Fahrzeugen entweder über den zentralen Touchscreen-Monitor oder aber über das eigene Smartphone gesteuert. Ein weiteres Kennzeichen von Tesla-Fahrzeugen ist das große Vertrauen in Assistenzsysteme. Vor allem der integrierte Autopilot ist hierbei ein charakteristisches Merkmal. So ist es in einem Tesla im Prinzip möglich, als Fahrer mehrere Minuten lang die Hände in den Schoß zu legen und den Wagen autonom fahren zu lassen. Grundsätzlich gilt der Model 3 für viele Experten daher als eine Art Übergangsmodell hin zum vollständig autonom fahrenden Auto. Über Softwareupdates können dabei immer neue Funktionen in die Fahrzeuge aus Kalifornien implementiert werden.