Twitter – was kann die Plattform eigentlich?

Twitter Login Bildschirm.
Twitter Login Bildschirm.

Twitter – die moderne Alternative zu Chat und Co?

Im Deutschen würde diese Plattform wohl Gezwitscher heißen. In dieser Bezeichnung liegt auch bereits der hauptsächliche Nutzen von Twitter. Es geht nämlich vor allem darum, Informationen mit Bekannten, Freunden, der Familie und sogar der ganzen Welt zu teilen. Aber was steckt wirklich hinter der App, welche das Telegramm wieder gesellschaftsfähig gemacht hat?

Twitter blickt auf eine lange Geschichte zurück

Natürlich ist die Geschichte nur dann wirklich lang, wenn man bedenkt, dass es sich hier um eine zu den sogenannten „neuen“ Medien gehörende Plattform handelt. Generell sind alle Plattformen, welche auf einem virtuellen Besuch beruhen, noch nicht alt. Schließlich ist selbst das Internet für jedermann erst ein paar Jahre verfügbar – nichts im Vergleich zu Fernsehen, Radio und Co. Im Jahr 2006 wurde Twitter gegründet. Bereits seit dem Gründungsjahr kann sich die Plattform über moderate, aber stetig wachsende Nutzerzahlen freuen. 2010 war wohl das beste Jahr in der Geschichte von Twitter: Ganze 1000 Millionen neue Nutzer konnte das Unternehmen innerhalb dieser 12 Monate verzeichnen. Natürlich stieg Twitter auch umgehend in den Markt der Apps für mobile Geräte ein. Schließlich kommen diese Technologien der Plattform zugute, in welcher sich alles um das Versenden und Lesen von Kurznachrichten dreht. 2013 ging Twitter dann an die Börse – ein weiterer großer Schritt.

Was unterscheidet Twitter von anderen Diensten?

Twitter ist in allererster Linie eine Plattform zur Kommunikation, wird von vielen aber auch als soziales Netzwerk bezeichnet. Mit dieser Definition gehört der Dienst in die gleiche Sparte wie Facebook, Instagram und einige weitere. Neben dem Veröffentlichen von Nachrichten hat Twitter aber auch noch einen ganz anderen Nutzen: Es fungiert für seine Nutzer als Online-Tagebuch. Anders als die analoge Version des Tagebuchs sind die Eintragungen mit Datum und Uhrzeit allerdings öffentlich einsehbar. Neben privaten Personen nutzen vor allem Organisationen, Unternehmen und Personen der Öffentlichkeit die Reichweite und den Komfort von Twitter. Da es sich bei diesem Dienst um ein zentralisiertes Angebot handelt, sind die Inhalte der Plattform zensierbar. Das bedeutet, dass Inhalte nachträglich gelöscht werden können. Allerdings geschieht dies nicht nur von Seiten des Autors, sondern auch durch das Unternehmen Twitter.

Diese Funktionen bringt Twitter mit sich

In erster Linie geht es bei dieser Plattform um die sogenannten Tweets, deren maximale Länge auf 280 Zeichen beschränkt ist. Niemand kann eine längere Nachricht veröffentlichen und muss sich daher stets kurz-fassen. Das ist einer der Hauptunterschiede zu anderen Plattformen, auf welchen Nutzer ellenlange Texte verfassen können. Die veröffentlichten Kurznachrichten sind laut Twitter-Standard von jedem einsehbar. Man muss also nicht bei der Plattform angemeldet sein, um mitlesen zu können. Gefunden werden die Beiträge mithilfe der Hashtags. Hierbei handelt es sich um die Markierung mittels der altbekannten Raute und einem oder mehrerer Schlagwörter. Auch Links können veröffentlicht werden.

Natürlich dürfen die Benutzer der Plattform Twitter auch die Nachrichten anderer User retweeten – also quasi zitieren und weiterverbreiten. Auf diese Weise entsteht nicht selten eine lange Kette von Retweets, welche eine einzige Nachricht über den ganzen Globus verteilt. Des Weiteren können Einträge archiviert werden, Listen angelegt und private Direktnachrichten versendet werden.

Die Kehrseite der Medaille: Kritik seitens der Öffentlichkeit

Von Seiten der Öffentlichkeit wurde der Plattform in der Vergangenheit vorgeworfen, dass nicht klar genug gegen antisemitische Tweets vorgegangen werde. Es wird unter anderem gefordert, dass das Unternehmen seine User besser überwacht, um einen Missbrauch zur negativen Meinungsmache zu verhindern. Außerdem wird von Kritikern bemängelt, dass es durch den Austausch über Twitter zu einer Entfremdung komme. Der private und vor allem persönliche Kontakt sei dem Twittern unbedingt vorzuziehen. Diesen Kritikpunkt könnte man allerdings auch allen anderen Sozialen Medien vorwerfen. Auch die gesetzlich vorgeschrieben Zensur wird bemängelt.