Überbevölkerung, ab wann kollabiert die Welt? Gegenmaßnahmen?

Darstellung eines Globus mit Menschen drumherum.
Darstellung eines Globus mit Menschen drumherum.

Folgen der Überbevölkerung: 7 Milliarden Menschen erfordern Maßnahmen.

Zwischen den 1960er Jahren und der Jahrhundertwende hat sich die menschliche Spezies verdoppelt. Jede Sekunde erblicken drei neue Erdenbürger das Licht der Welt und wir leben zunehmend länger. Waren es 1950 noch ca. 2,4 Milliarden Menschen, wurde heute längst die 7-Milliarden-Marke überschritten. Da stellen sich die Fragen, worauf wir uns vorbereiten müssen und ob die Tragfähigkeit des Planeten ausgereizt wird.

Ist unsere Welt angezählt und kurz vor dem Kollaps?

Die Überbevölkerung birgt die Aufgabe, den damit verbundenen Energieverbrauch und die benötigte Nahrung zu gewährleisten. Sprechen Wissenschaftler in diesem Sinne von der Tragfähigkeit der Welt, so meinen sie die maximale Anzahl von Menschen, die in ihrem Lebensraum überleben können. Fallen die Berechnungen auf diesem Gebiet höchst unterschiedlich aus, liest man häufig den empfohlenen Wert von 1,5 Milliarden Menschen. Die Begründung für diesen niedrigen Wert liegt im damit verbundenen Einfluss auf die Umwelt, Wirtschaft und Lebensbedingungen. Direkt Wahrnehmbar wird dieser, wenn Sie in den Staus der verstopften Verkehrswege stehen, keinen Wohnraum oder Job finden oder in den Nachrichten von gesundheitsschädlichen Düngemitteln, Stürmen und Überschwemmungen hören. Damit die Bedürfnisse der rund 7 Milliarden Menschen gedeckt werden können, werden im Jahr Unmengen an Nahrung, Wasser und Energie verbraucht. Wohnraum und Weideflächen für unsere Nutztiere verdrängen Wäldern, Meeresriffe und ganze Arten, die relevant für das Ökosystem sind. Hinzu gesellen sich schiere Müll-Gebirge und besorgniserregende CO2-Ausstoß-Werte, die Zeugen unserer Konsum-Sucht sind. Expandiert die Überbevölkerung, so weiten sich mit ihr die politischen und sozialen Konflikte, rund um Nahrung, Lebensraum und Infrastruktur aus. Doch welche Folgen birgt die Überbevölkerung: läuft eine Art Countdown für die menschliche Spezies oder ihren Lebensraum?

Die Notwendigkeit des Wandels und Umdenkens

Mit Blick auf diese Ausgangsbasis sehen Sie den unerbittlichen Verteilungskampf um die knapp bemessenen Ressourcen wahrscheinlich bildlich vor Ihnen und es scheint unausweichlich, dass der Überbevölkerung Einhalt geboten werden muss. Doch das Bild des Wettlaufs gegen die Zeit muss insofern neugezeichnet werden, als dass es uns die eigene Verantwortung vor Augen führt, unsere Einstellungen und unseren Lebenswandel an die Menschenmassen anzupassen, damit eine tragfähige Bevölkerungsgröße erzielt werden kann. Nicht zu missachten ist der Umstand, dass – nach Schätzung der Vereinten Nationen – ca. 13 Millionen Kinder ohne Eltern aufwachsen und 15 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren Entwicklungsstörungen erleiden, da ihnen der Zugang zu ausreichend Nahrung und sauberem Wasser verwehrt bleibt, während der Rest der Welt dem Überfluss frönt. Nicht etwa Platzmangel und Ressourcenknappheit begründen demnach den Hunger und die Armut der Welt, sondern vielmehr die ausbleibende soziale Gerechtigkeit und ungleiche Verteilung. Würde sich jedes Paar zu einem eigenen und einem Adoptivkind entscheiden, kämen wir der gewünschten Weltbevölkerungsdichte in bereits zwei Generationen deutlich näher. Da dieser Trend ohnehin in vielen Regionen dieser Welt zu beobachten ist, gehen wir in dieser Hinsicht den richtigen Weg.

Weitere Voraussetzungen für eine Einschränkung der negativen Auswirkungen der Überbevölkerung liegen in drei Schlüsselfaktoren begründet: Bildung, Gesundheit und Arbeit. Gebildete Mädchen nehmen ihr Leben selber in die Hand, anstatt unbedacht Nachkommen zu produzieren, die die Altersvorsorge der Familie gewährleisten sollen. Verbesserte Gesundheitsdienste senken dazu die Kindersterblichkeit, was erfahrungsgemäß zu einem Rückgang der Geburtenrate führt und eine für Arbeit qualifizierte Jugend findet auch auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt Beschäftigung und stärkt damit die Wirtschaft. Geschlechtsunabhängige Freiheit, der Zugriff auf Bildung und Wissen und persönlicher Wohlstand führen unweigerlich dazu, dass der Mensch die Größe seiner Familie vorausplant.

Versöhnliches Fazit

Für ein Ende der Überbevölkerung braucht es keineswegs strikte Ein-Kind-Gesetze oder gar neue Planeten, sondern vielmehr innovative Agrar- und Energieentwicklungen, verbesserte Gesundheits- und Bildungschancen und eine Veränderung unserer Gewohnheiten, wie beispielsweise die maßlose Verschwendung von Nahrungsmitteln und die Ausbeutung von Flora und Fauna.

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