Vegane Ernährung, Vorteil für die Gesundheit?

Ein Mediziner mit Obst und Gemüse in den Händen.

Vegane Ernährung – Wo liegen die gesundheitlichen Vorteile?

Vegane Ernährung erfreut sich stetig steigender Beliebtheit. In Deutschland bezieht sich der Anteil der vegan lebenden Bevölkerung auf etwa ein Prozent. Für den Verzicht auf tierische Produkte gibt es eine ganze Reihe an Gründen und Motivationen. Für viele Menschen ist es der Tierschutz, welcher den Hauptgrund des Veganismus darstellt. Jedoch gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass eine vegane Ernährung erhebliche gesundheitliche Vorteile mit sich bringt. Im Folgenden werden die wichtigsten gesundheitlichen Pluspunkte des Veganismus näher betrachtet.

Eine vegane Ernährung besteht zu 100 Prozent aus pflanzlichen Bestandteilen. Demnach ist es leicht nachzuvollziehen, dass es sich hiebei um eine äußerst Ballaststoff reiche Ernährungsweise handelt. Im Durchschnitt liegen die Deutschen knapp 30 Prozent unter dem Richtwert für die tägliche Aufnahme von Ballaststoffen. Ein Mangel an Ballaststoffen kann zu gesundheitlichen Problemen im Verdauungstrakt führen. Als Veganer muss man sich hierzu also keine Sorgen machen.

Ähnlich verhält es sich mit Cholesterin, jedoch in umgekehrtem Verhältnis. Cholesterin wird im Volksmund häufig als gesundheitsschädlich und vermeindenswert bezeichnet. Dies ist jedoch nur zum Teil wahr. Man darf nicht vergessen, dass Cholesterin einen wichtigen Bestandteil von Zellmembranen bildet und absolut essenziell für die korrekte und effektive interzelluläre Kommunikation ist. Der Körper ist in der Lage, selber Cholesterin zu synthetisieren und damit seinen eigenen Bedarf zu decken. Wird jedoch zu viel Cholesterin über die Nahrung aufgenommen, kann sich dieses im Körper ansammeln und zu vielen Krankheitsbildern, wie zum Beispiel Herzinfarkten, Schlaganfällen und Gallensteinen, beitragen. Cholesterin kommt ausschließlich in tierischem Gewebe vor und ist somit in der veganen Ernährung nicht zu finden.

Im Vergleich zu Mischköstlern schneiden Veganer im Vorkommen bestimmter Krankheiten äußerst gut ab. Besonders drastisch zeigt sich der Vergleich bei sogenannten „Volkskrankheiten“. Darunter versteht man gesundheitliche Problematiken, welche zum Großteil durch eine ungesunde Lebensweise herbeigerufen werden. Ein Beispiel hierfür stellen Herz-Kreislauf Erkrankungen dar. Laut einer Reihe an Studien, welche zum Großteil in den Vereinigten Staaten durchgeführt wurden haben Veganer im Vergleich zu Mischköstlern ein 45% niedrigeres Risiko einen Schlaganfall zu erleiden. Ebenfalls wurde erwiesen, dass das Thrombose Risiko eines Veganers knapp halb so hoch ist wie das eines Nicht-Veganers. Zurückzuführen ist dies unter Anderem darauf, dass die Energiedichte der aufgenommenen Nährstoffe einer veganen Ernährung meist weit unter der einer gewöhnlichen Ernährung liegt. Dies wiederum senkt den Körperfettanteil und verhilft zu einem gesundheitsförderndem Body Mass Index.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich durchaus lohnt, sich über eine vegane Ernährungsweise Gedanken zu machen. Somit leistet man nicht nur den eigenen Beitrag gegen Tierquälerei und für Natur- und Umweltschutz, sondern tut sich selbst und seiner Gesundheit langfristig ebenfalls etwas Gutes.

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  • Herausgeber: UTB GmbH
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