Virtual Reality – Sicience Fiction oder bald schon ganz normal?

Eine Frau mit einer sogenannten VR Brille.
Eine Frau mit einer sogenannten VR Brille.

Virtual Reality – hat die Technik eine Zukunft?

Als sogenannte Virtual Reality (kurz: VR) wird die Darstellung bzw. Wahrnehmung einer künstlich erstellten Realität bezeichnet. Dabei wird die Umgebung von Computern in Echtzeit so generiert, dass die virtuelle Realität nicht nur erlebbar wird, sondern der Konsument auch aktiv eingreifen kann. Vor allem im Bereich der Videospieltechnik spielt der Einsatz von VR-Brillen eine große Rolle. Inzwischen sind einige Games auf dem Markt, welche den Konsumenten mitnehmen auf eine Reise fernab der Wirklichkeit. Durchgesetzt hat sich die Technologie bisher allerdings nicht.

Meilensteine der Virtual Reality

Der erste offizielle Entwurf einer künstlichen Realität stammt aus dem Jahr 1956. Hierbei handelte es sich um einen Apparat mit dem Namen Sensorama, welcher von damaligen Fachleuten als die Zukunft des Kinos eingeschätzt wurde. Allerdings konnte sich Sensorama nie durchsetzen – weder Technik noch Gesellschaft waren zu damaliger Zeit bereit für diese Art der Innovation im Unterhaltungsbereich.

Gut zehn Jahre später entwickelte ein fleißiger Harvard-Student das Konzept des Ultimativen Bildschirms. Dieses Gerät kann durchaus als Vorreiter zur heutigen Virtual Reality verstanden werden. Die Weiterentwicklung des neuartigen Bildschirms war ein sogenanntes Head Mounted Display, welches ein am Kopf getragenes Gerät zur Ausgabe war. Bei dieser Technik wurden Bilder am Rechner erzeugt, die sehr augennah dargestellt wurden und daher wesentlich echter erschienen als bei der Darstellung auf einem in einiger Entfernung aufgestellten Monitor.

Im Jahr 1995 brachte der Hersteller Nintendo den Virtual Boy heraus. Dieses Gerät galt allerdings als zu leistungsschwach – sowohl hinsichtlich der Rechnerkapazität als auch aufgrund einer leistungsschwachen Grafikkarte. Die Innovation aus dem Bereich der Virtual Reality wurde zum Flop. Erst 2012 erfuhr die künstliche Realität einen neuen Aufschwung mit der VR-Brille der Firma Oculus.

Virtual Reality heute und morgen

Obwohl fast jeder den Begriff Virtual Reality bereits gehört hat und die neue Technologie vielleicht sogar schon ausprobiert hat, ist die Technik immer noch nicht sehr verbreitet. Es gab eine große Welle der Begeisterung um die VR-Brillen der Firma Oculus. Weil die dort angewandte Technik allerdings viele Benutzer enttäuscht hat, hielt die Begeisterung nicht lange an. Obwohl der kurzfristige Hype um die Geräte und die gesamte Technologie vorbei ist, sprechen die aktuellen Zahlen eine andere Sprache. Es gibt durchaus Bereiche, in welchen die Virtual Reality bereits die echte Realität verändert.

Die Technologie kann noch viel mehr, als Computerspiele realistischer erscheinen zu lassen. Laut der Entwickler soll Virtual Reality auch fernab der Spieleindustrie schon bald exzessiv genutzt werden. Vor allem die Bereiche Kommunikation und soziale Interaktion werden in den nächsten Jahren fokussiert. Der Bereich des Journalismus könnte maßgeblich durch VR geprägt werden, in dem Inhalt nicht mehr nur passiv konsumiert würden. Vor allem Dokumentationen und Reportagen könnten mithilfe der Technik aktiver erlebt werden. Auch mit animierten Videos wird derzeit experimentiert. Bei einem besonders beliebten Projekt handelt es sich um Audioaufnahmen, welche vor einigen Jahren während des Zusammenbruchs eines Mannes vor einer Essensausgabe aufgenommen wurden. Diese dienen heute dazu, um das Geschehnis hautnah erlebbar zu machen. Natürlich steht dieses Projekt nur stellvertretend für zukünftige Trends im Bereich des sogenannten immersiven Journalismus.

Virtual Reality – zukünftig vor allem im Bereich Marketing relevant

Unter anderem interessiert sich das Marketing sehr stark für Virtual Reality. Durch die Verstärkung mithilfe von VR-Brillen sollen Konsumenten und Kunden neue Produkte sowie Dienstleistungen hautnah erleben. Die Erfahrung wird technologisch verstärkt und prägt sich daher besser und vor allem nachhaltiger in das menschliche Gehirn ein. Je realitätsnaher die Produktpräsentation umgesetzt werden kann, desto eher werden Menschen zum Kaufen animiert. Durch die Verknüpfungen mit dem Langzeitgedächtnis werden außerdem vermehrt die Emotionen angesprochen. Vor allem im Tourismus könnte der Einsatz von Virtual Reality ein wahrer Quantensprung sein.