Was ist die Blockchain-Technologie?

Blockchain
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Die Blockchain, ein Konzept, das immer häufiger genutzt wird.

Sie hören immer öfter den Begriff der Blockchain. Was mag sich wohl dahinter verbergen, ein schickes Schmuckstück, eine neue architektonische Bauweise oder was? Hier erfahren Sie, was sich in Wirklichkeit hinter der „Blockkette“ verbirgt.

In der Computersprache wird ja sehr vieles mit englischen Begriffen besetzt, die dann auch nahtlos Einzug in unsere Sprache halten. So verhält es sich auch mit der Blockchain, die auf Deutsch als Blockkette doch etwas holprig oder uncool klingen würde und den Sachverhalt auch nicht angemessen darstellen würde. Nein, eine Blockchain ist etwas, das zum Beispiel in der Computer basierten Buchführung genutzt wird, um es möglichst vielen Nutzern zu ermöglichen, Daten einzugeben bzw. abzurufen. Man spricht hier von einer dezentralen Form der Nutzung, an der also an ganz unterschiedlichen Stellen Nutzer ihrem Werk voller Vertrauen nachgehen.

Viele Köche verbrennen hier den Brei nicht
Diese Nutzer, egal, wo sie sich befinden mögen, basteln nun nicht völlig sinnlos an einem System herum, sondern sind auf eine logische und auch nachvollziehbare Weise mit einander verbunden. Als Teilnehmer an einer solchen Blockchain sind sie, wie Perlen auf einer Kette, mit einander im Einklang und folgen den gleichen Regeln bzw. nutzen sie. Wenn Sie das jetzt etwas abstrakt finden, macht das nichts, denn die meisten Vorgänge, die im IT Bereich Anwendung finden, sind am Ende für Laien unverständlich. Worum es geht, ist doch, dass sie funktionieren. Und das tut die Blockchain ohne Frage.

Der Konsens zählt
Die erwähnten Teilnehmer an einer solchen Blockchain, die sich, um bei dem Beispiel zu bleiben, an der Buchführung beteiligen, müssen nicht einmal unbedingt von einander wissen, sie ziehen aber dennoch an einem Strang. Und dieser Strang kann sich auf alle möglichen Themen beziehen, also nicht nur auf das Führen von Listen und Buchungen. Wo immer Daten entstehen und zusammen geführt werden müssen, wartet die Blockchain auf ihren Einsatz. Sie findet überall dort Anwendung, wo Menschen mit einander arbeiten und Informationen generieren und sammeln. Ob dies nun Einträge in ein Immobiliengrundbuch sind, die neusten Ergänzungen in Wikipedia oder andere Dokumente, die archiviert werden sollen.

Stein auf Stein oder Kettenglied an Kettenglied
Worauf es bei der Blockchain Technologie vor allen Dingen ankommt, ist dies: Alles, was bereits vorhanden ist an Daten, ist als Basis erkennbar, nutzbar und vor allem nicht veränderbar, ohne dass dies für die Nutzer erkennbar wäre. Eine Manipulation ist also unmöglich, also auch keine Geschichtsfälschung, um einen anderen Bereich zu zitieren. Die hinzugefügten Transaktionen sind sozusagen geistige Kinder der früheren Transaktionen, die diese auch als richtig anerkennen. Es wird bei dieser Technologie also automatisch ein Beweis darüber erbracht, dass die früheren Transaktionen auch wirklich korrekt waren. Eins führt also korrekt zum Anderen.

Für den Nutzer ist eine Manipulation sofort erkennbar
Wenn Sie das alles jetzt noch nicht vom Hocker reißt, sollten Sie sich einfach vorstellen, dass sie in die Lage versetzt würden, einen Sachverhalt nachprüfen zu müssen. Früher hat man, wenn es ganz schlecht lief, Jahre gebraucht, um einen Fehler oder eine Manipulation aufzudecken, was natürlich Fälschungen Tür und Tor öffnete. Heute hat man es einfacher. Die Blockchain ist sozusagen gnadenlos korrekt und reagiert recht bissig und eindeutig, wenn ihr ein Kettenglied entrissen wird. Eine manipulierte Kopie einer beliebigen Blockchain kann der Nutzer ganz einfach daran erkennen, dass sie viel kürzer ist als die Chain, die er selbst nutzt. Da fehlt doch was! Genau. Ergo ist die Kette immer schön vollständig zu halten. Alles Andere wäre Betrug. So hat der Nutzer ein unbestechliches Journal aller Vorgänge – und damit eine gute und gesicherte Basis für sein Vorgehen.