Was Tiere denken.

Bild von einem Buschhäher.

Eine Frage, die die Menschheit seit jeher beschäftigt!

Der Graupapagei „Alex“ sorgte für Furore innerhalb der Wissenschaft. Er wurde 30 Jahre alt. Eine Harvard-Absolventin (Irene Pepperberg) startete 1977 ein kühnes Projekt diesbezüglich. Tiere waren bis dato eher als „lebende Automaten“ bekannt. Sie würden nur aufgrund der genetischen Programmierung auf gewisse Reize reagieren und nicht fühlen und denken können. Doch Pepperberg wollte diese Theorie knacken.

Alex revolutionierte die Vorstellung von Tieren

Was Tiere denken, das wollte Pepperberg herausfinden. Alex, der Graupapagei, starb 2007 und durch ihn wurde die Vorstellung, was Tiere können, revolutioniert. Was genau gilt als „denken“? Dazu gehören die Fähigkeiten wie ein gutes Gedächtnis, ein gewisses Begriffsvermögen, die Fähigkeit, höhere geistige Prozesse zu verstehen und ein Verständnis für Grammatik, Symbole. Auch das Bewusstsein für das eigene Ich und ein Verständnis für die Motive anderer gehören dazu sowie Kreativität und Nachahmung. Denken wird auch als „Kognition“ benannt. Wissenschaftler versuchen seit jeher zu belegen, dass auch andere biologische Arten diese Fähigkeit und Begabung haben. Sie stellen auch fest, wie sich die menschlichen Fähigkeiten nach und nach entwickelten.

Was Buschhäher und Schafe können

So weiß beispielsweise ein Buschhäher, dass seine Artgenossen im Grunde alle Diebe sind. Er weiß auch, dass ein eingelagertes Futter faulen kann. Schafe erkennen bekanntlicherweise sogar Gesichter. Schimpansen können mit dem passenden Werkzeug in Termitenbauten stochern. Sie nehmen gewisse Waffen für die Jagd. Delfine ahmen nach und zwar die Körperhaltung von Menschen. Schützenfische beobachten ihre erfahrenen Artgenossen und lernen dadurch, wie man mit dem Wasserstrahl aus dem Maul Insekten ganz gezielt aus den Büschen schießen kann. Der Papagei „Alex“ hingegen verblüffte als sehr guter Redner.

Papageien und Menschenaffen

Der Papagei zeigte tatsächlich die Fähigkeit, die Begriffe „gleich“ und „verschieden“ zu begreifen und zu verstehen. Das können im Grunde üblicherweise nur die Primaten oder die höheren Säugetiere. Papageien leben ein langes Leben, genau wie wir Menschen. Sie leben ein Leben in einer komplexen Gesellschaft. Ebenso wie die Primaten müssen sich auch die Papageien und Vögel daher dem ständigen Wechsel der Zeit, der Umwelt und der Beziehungen stellen und diese verarbeiten. Pepperberg gab dem Papageien 30 Jahre lang Sprachunterricht. Der Papagei nutzte dabei immer die Nachahmungsfähigkeit, damit er die Fähigkeit zu denken und zu verstehen optimierte. Definitiv konnte man zwar nicht erkunden, was der Papagei dachte, doch man konnte herausfinden, was er über Formen, Zahlen und Farben wusste. So konnte der Papagei „Alex“ beispielsweise, wenn man ihm eine grüne Tasse und einen grünen Schlüssel zeigte auf die Frage, was gleich sei antworten. „Color“ (Farbe). Und auf die Frage, was verschieden sei, sagte der Papagei: „Shape“ (Form). Was Tiere denken, ist hier außergewöhnlich verblüffend gezeigt worden.

Darwins Sichtweise

Schon Darwin wollte immer die menschliche Intelligenz erklären durch die Evolutionstheorie. Er sagte, dass sich unsere geistige Intelligenz durch die geistigen Möglichkeiten und Fähigkeiten der einfacheren Lebewesen entwickelt haben. Dabei ging er davon aus, dass alle Tiere es im Leben mit ähnlichen grundsätzlichen Herausforderungen im Tierreich haben. Sie suchen Nahrung, Partner, einen Weg durchs Gebüsch, Luft und das Meer. Dazu braucht man laut Darwin die Fähigkeit, gewisse Probleme lösen zu können. Und man muss Kategorien abgrenzen können. Im 20. Jahrhundert trat dann der Behaviorismus eher zutage, der besagte, dass Tiere eher instinktgesteuert sind, wie Maschinen. Laut Darwin ist die Evolution wichtig gewesen, was die geistigen Leistungen angeht. Inzwischen haben Wissenschaftler viele Arten erkannt, die die Wurzeln der Kognition aufzeigen. Was Tiere denken lässt sich zwar nicht eindeutig beweisen, doch wir können anhand der vielen wissenschaftlichen Berichte sehen, wie viele Tiere eine höhere Intelligenz aufweisen. Das fasziniert uns Menschen immer schon besonders.

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