Welche Waldtiere leben in deutschen Wäldern?

Eichhörnchen im Wald.
Eichhörnchen im Wald.

Waldtiere in Deutschland – alle Fakten!

In deutschen Wäldern leben viele Waldtiere, welche dem Menschen auf den ersten Blick verborgen bleiben. Vor allem Wildschweine, Rehe und Hasen sind Spaziergängern bekannt. Doch welche Tiere leben noch im Verborgenen zwischen Bäumen, Sträuchern und Gräsern? Und wie schaffen die Waldtiere es, dass man sie so selten sieht, obwohl es in Deutschland verhältnismäßig wenig Platz gibt?

Interessantes Wissen über die heimischen Wildschweine

Vor allem Rehe, Hirsche, Wildschweine und Igel werden hin und wieder in deutschen Wäldern entdeckt. Gerade die Schweine zeigen sich glücklicherweise nur selten live. Und das ist auch gut so, denn mit diesen Tieren ist vor allem während der Brunftzeit nicht zu spaßen. In der Regel sind die großen, schweren Gesellen sehr scheu und zudem nachtaktiv. Aus diesem Grund kann man am nächsten Tag meist nur die Spuren im feuchten Waldboden oder aber in Kornfeldern erkennen. Dort halten sich die gefräßigen Tiere nämlich besonders gerne auf und ärgern ansässige Bauern damit, dass sie deren Ernte zertrampeln und auffressen. Ursprünglich gab es diese Waldtiere nur in Europa und Asien. Allerdings wurden sie im Laufe des letzten Jahrhunderts auch in Nordamerika, Südamerika und Australien ausgesetzt und haben sich dadurch fast auf der ganzen Welt verbreitet. Sogar auf entlegene Inseln wurden die Schweine mitgenommen, weil sie als Nahrungsquelle sehr lukrativ sind.

Rehe sind überall beliebt

Rehe sind hingegen gerne gesehene Gäste, welche als sehr verbreitete Waldtiere bekannt sind. Sie sind nicht nur sehr schön anzusehen, sondern auch vollkommen ungefährlich – kein Wunder also, dass sie in vielen Märchen und Sagen eine wichtige Rolle spielen. Doch die schnellen und schreckhaften Vierbeiner können uns Menschen trotzdem gefährlich werden. Das geschieht nämlich dann, wenn sie über eine Landstraße oder Autobahn huschen und damit nicht nur uns, sondern auch sich selbst in größte Gefahr bringen. Sie sind der Grund, warum Autofahrer besonders bei Dunkelheit nur mit größter Vorsicht und besser langsam durch Wälder fahren sollten. Da sich Rehe sehr schnell fortpflanzen und zumindest in unseren Gefilden fast keine natürlichen Feinde haben, vermehren sie sich rasant. Aus diesem Grund werden die schönen Tiere in Abhängigkeit von Jahreszeit und Gebiet immer mal wieder zum Abschuss freigegeben. Aus ökologischer Sicht wäre es natürlich besser, das Gleichgewicht zu erhalten, indem mehr tierische Feinde in Deutschlands Wäldern angesiedelt werden würden. Raubtiere, wie zum Beispiel Wölfe, könnten vor allem kranke und schwache Tiere fressen, während Jäger hingegen häufig wahllos auch gesunde Rehe erschießen.

Füchse sind selten geworden

Kaum ein Mensch, der sich regelmäßig im Wald bewegt, sieht Füchse. Kein Wunder, denn der klassische Rotfuchs ist nicht nur selten geworden, sondern darüber hinaus extrem scheu. Das Tier kommt nicht nur in Europa, sondern auch in Asien und Nordamerika vor – dort ist er wesentlich häufiger anzutreffen als bei uns. Obwohl man ihn so selten sieht, gilt der Rotfuchs nicht offiziell als gefährdet. Ganz im Gegenteil! Aufgrund seines hohen Nahrungsbedarfs, den guten Jagdinstinkten und wegen der fehlenden Feinde verdrängt er in Australien mehr und mehr die einheimischen Beuteltiere, welche für den hübschen, roten Räuber eine leichte Beute darstellen.

Eichhörnchen, Igel und Siebenschläfer

Eichhörnchen gehören ebenfalls zu den besonders beliebten Waldtieren, denn sie sehen nicht nur süß aus, sondern sind auch völlig ungefährlich. In den letzten Jahren kann ein hohes Aufkommen der Nager besonders in Städten beobachtet werden. Das liegt daran, dass die kleinen Waldtiere gelernt haben, sich an die Gegebenheiten anzupassen. Sie gelten außerdem als sehr robust. Igel sind hingegen vielen Gefährdungen des täglichen Lebens ausgesetzt – dazu gehören Rasenmäher, Autos und Haustiere. Siebenschläfer werden von Menschen hingegen so gut wie nie gesehen, da sie nachtaktiv sind. Außerdem sind die Tiere gerade einmal vier Monate im Jahr wach.