Wie Jäger mit Drohnen Rehkitze schützen.

Eine Drohne ausgestattet mit Kameratechnik.
Eine Drohne ausgestattet mit Kameratechnik.

Kameratechnik hilft beim Tierschutz

Der Beruf des Jägers wird meist mit dem Erlegen von Tieren verbunden. Dabei kümmern die Jäger sich auch um den Tierschutz. Genau dabei geht Ihnen jetzt eine neue Technik zur Hand: Drohnen mit Wärmebildkameras. Mit ihrer Hilfe werden Rehkitze ohne Eltern aufgespürt und gerettet.

Elternlose Rehkitze haben in der freien Natur kaum Überlebenschancen

Dass aus kleinen Rehkitzen Waisenkinder werden, ist schnell passiert. Wenn das Muttertier von einem Auto oder einem Mähdrescher erwischt wird, bleiben die kleinen Tiere zurück. Doch in einem jungen Alter haben sie ohne die Mutter keine Chance zu überleben. Das wissen auch die Jäger. Wann immer sie von einem Unfall hören, bei dem ein Reh erlegt wurde, haben sie das Problem auch sogleich im Blick. Sie machen sich auf die Suche nach Rehkitzen in der Umgebung. Bis vor kurzer Zeit noch war diese Suche jedoch ausgesprochen schwierig. Im Dickicht der Wälder lassen sich die kleinen Tiere nur schwer entdecken. Wenn die Tiere jedoch nicht mehrmals pro Tag Nahrung erhalten, werden sie schnell schwach und überleben nicht lange. Genau deshalb ist in solchen Fällen eine besondere Eile geboten. Eine neue Technik unterstützt die Jäger jetzt beim Tierschutz. Drohnen mit Wärmebildkameras durchforsten den Wald von oben. Sie spüren die kleinen Tiere zuverlässig auf und ermöglichen es den Jägern, ihnen zu helfen. Auch von Privatpersonen werden Drohnen mittlerweile zu diesen Zwecken eingesetzt. Sie nutzen die fliegenden Kameras, um Felder von oben zu betrachten, die gemäht werden. Oft finden sich hier ebenfalls kleine Rehe. Wenn sich nicht rechtzeitig entdeckt und verjagt oder geschützt werden, droht ihnen hier ein schlimmes Schicksal.

Drohnen mit besonderer Kameratechnik unterstützen immer mehr Jäger

Jäger gibt es schon seit vielen Jahrtausenden. Vielleicht gibt sich die Zunft auch deshalb besonders traditionsverbunden. Sie verwenden ganz bestimmte Geräte. Eine hoch moderne technische Ausstattung ist hier eher eine Ausnahme. Seit kurzer Zeit werden nun Drohnen von immer mehr Jägern eingesetzt. Ihre Wärmebildkameras finden die Tiere zuverlässig. Anschließend nimmt der Jäger sie in seine Obhut und gibt die Tiere an Auffangstationen weiter. Dort können sie Milch aus der Flasche erhalten und von Menschen großgezogen werden. Nachdem sie die erste Zeit überstanden haben, können die Kitze dann wieder zurück in die Natur. Das erste und wichtigste Ziel bei der Versorgung der kleinen Rehe besteht darin, sie später wieder auswildern zu können. Die Tiere erhalten ihre Freiheit also wieder zurück. Tierschutzverbände unterstützen den Einsatz von Drohnen, den sich die Jäger jetzt zu eigen machen. Sie wissen, dass damit besonders viele Tiere gerettet werden können. Das überzeugt auch Verbände, die ansonsten für eine begrenzte technische Ausstattung der Jäger eintreten.