Wissenswertes über den Fangschreckenkrebs.

Bild von einem Fangschreckenkrebs.
Bild von einem Fangschreckenkrebs.

Hinweise zur Haltung eines Fangschneckenkrebses.

Es kommt vor, dass Menschen sich beim Kauf von Fischen oder anderen Wasserlebewesen einen Fangschreckenkrebs einschleppen. Da es sich aber auch um sehr alte und interessante Tiere handelt, lohnt es sich, sich mit ihnen zu beschäftigen. Hier erfahren Sie, was diese Krebse so einzigartig macht.

Allgemeines zum Fangschreckenkrebs

Der Fangschreckenkrebs gehört zur Klasse der Höheren Krebse. Er erreicht eine Länge von bis zu 30 cm. Heute sind etwa 400 verschiedene Arten von Fangschreckenkrebsen bekannt. Die Krebse halten sich auf dem Grund des Meeres auf und lauern dort auf kleinere Tiere, die sie fressen können. Sie verstecken sich solange in Höhlen oder Tunnelsystemen unter der Erde.

Merkmale des Fangschreckenkrebses

Charakteristisch für den Fangschreckenkrebs ist die Farbenvielfalt. Manche Krebse dieser Art sind braun, andere fallen durch unterschiedliche Neonfarben und bunte Musterungen auf. Bei einigen Fangschreckenkrebsarten dienen die Farben der Kommunikation. Der Fangschreckenkrebs besitzt eine sehr gute Sehkraft. Die Augen sind in drei Facetten untergliedert. Mit diesen Komplexaugen haben die Tiere insgesamt ein größeres Sichtfeld. Die Augen sitzen auf Stielen, die sie unabhängig voneinander bewegen können.

Fortpflanzung und Sozialverhalten

Die Fangschreckenkrebse verhalten sich bei der Fortpflanzung unterschiedlich, je nachdem welcher Art sie angehören. Es gibt Arten, bei denen die Männchen polygam leben. Bei anderen bilden sich monogame Pärchen. Ansonsten handelt es sich beim Fangschreckenkrebs um einen Einzelgänger. Die Kommunikation mit Artgenossen erfolgt über zwei härchenartige Fortsätze am Kopf, die sich bewegen können. Mithilfe dieses Kommunikationsmittels können sich die Tiere bei territorialen Konflikten behaupten, ohne dass es zum Kampf kommen muss.

Woher kommt der Name Fangschreckenkrebs?

Den Namen hat der Fangschreckenkrebs seiner Fangtechnik zu verdanken. Diese ähnelt sehr der Fangtechnik der Gottesanbeterin, weshalb der Fangschreckenkrebs auch häufig als Heuschreckenkrebs bezeichnet wird. Während die Gottesanbeterin ihre Beute in 100 Millisekunden schnappen kann, schafft der Fangschneckenkrebs dies in 50-facher Geschwindigkeit. Im gesamten Tierreich gibt es kaum ein Tier, welches so schnelle Bewegungen ausführen kann.

Das richtige Aquarium

Wenn Sie sich für einen Fangschreckenkrebs interessieren, sollten Sie die richtige Ausstattung für die Haltung parat haben. Dazu gehört natürlich ein großes Becken. Viele Fangschreckenkrebse werden etwa 18cm groß. Solche Tiere sollten mindestens ein Becken von 54 Liter Fassungsvermögen zur Verfügung stehen, besser wäre aber ein größeres Becken mit dickerer Glasscheibe. Viele Arten werden nur 4 bis 6 cm groß. Hier reicht es aus, wenn Sie sich ein 10 oder 20 Liter Nanobecken beschaffen, sofern Sie keine anderen Tiere darin halten wollen.

Keine Vergesellschaftung mit anderen Krebsen

Da Fangschreckenkrebse zumeist einzelgängerisch unterwegs sind, wäre es besser, wenn Sie sich nur einen Krebs dieser Art anschaffen. Bei Häutungen kommt es öfter vor, dass die nun ungeschützten Krebse von Artgenossen aufgefressen werden und auch sonst verteidigen Fangschreckenkrebse ihr Territorium hartnäckig. Andere Fische, die im selben Becken schwimmen sollen, müssen größer sein, um nicht als Fressen angesehen zu werden. Wenn andere Krebse in das Aquarium sollen, braucht jedes Tier seine eigene Höhle. Darüber hinaus müssen die anderen Krebse die meiste Zeit in ihrer Höhle bleiben. Generell ist es besser, die Tiere nicht mit anderen Krebsen zu vergesellschaften.

Die Fütterung der Fangschreckenkrebse

Den Fangschreckenkrebs sollten Sie auf keinen Fall mit der Hand füttern. Es kann sein, dass dieser sich angegriffen fühlt und deswegen angreift. Der Angriff dieser Tiere ist sehr schmerzhaft und kann durchaus sehr tiefe Wunden verursachen. Statt direkt mit der Hand ins Wasser an die Fangschreckenkrebse zu gehen, sollten Sie eine Futterzange verwenden. Als Futter bietet sich Frostfutter an. Sie können Tiefkühlgarnelen, Sandgarnelen, Muscheln Krill und anderes zum verfüttern nehmen. Verzichten Sie jedoch unbedingt auf Süßwassertiere. Diese bergen das große Risiko die Fangschreckenkrebse mit Keimen zu infizieren. Sie liefern außerdem nicht annähernd genug mehrfach ungesättigte Fettsäuren, und die brauchen die Krebse.